Beiträge von Hippo-Sohle

    Da geb ich Dir vollkommen Recht, denn zur Zeit ist es genau so - und nicht anders. Aber das sind eben Nischen für einige wenige ...

    Beispiel einer solchen Idee:


    David gegen Goliath - ein Jung-Bauer trotzt den Milch-Multis Doku (2017)



    Solche Nischen sind sicher nicht's für die breite der Agrarwirtschaft, schon gar nicht für die, der Agrarindustrie. Und das sind ja auch meistens die, welche mit den erwähnter Problemen zu kämpfen haben. Es sind aber auch die, welche große Teile der ganzen Probleme erst in die Welt gesetzt haben. Zwar unter Existenzzwang, aber eben als direkte Verursachen, wenn auch die Politik die Weichen dorthin gestellt hat und weiterhin stellt ...


    Kein Futter: Bauern müssen ihre Kühe schlachten | Panorama 3 | NDR


    Astrid, ich geb Dir ja da auch in einigen Dingen Recht. Aber, z.B. die unterschiedlichsten Direktvermarktungen, das sind doch meistens Einzellösungen ...

    Damit löst ein ein einzelner Betrieb - über speziell zugeschnittene Maßnahmen - zur Zeit zumindest vorübergehend - seine Probleme ... dadurch, daß er sich neune schafft - in der Weise, daß neue Aufgaben auch neue (An)Forderungen mit sich bringen.
    Klar, das Rad ist nicht zum stillstehen erfunden worden ...

    Und die heutigen Räder drehen sich unheimlich schnell(er) .....

    Da aber landwirtschaftliche Produkte Weltweit erzeugt, gehandelt und vermarktet werden ist auch der Markt international, ebenso wie seine Probleme und Missstände, denn jeder der erzeugt will ja auch eine Wertschöpfung daraus ziehen. Einige geben sich genügsam (warum ?)

    Andere (müssen ?) machen immer mehr ...

    Hier kommt dann die s.g. Marktwirtschaft zum Zuge ...

    Wer mehr machen kann, kann das u.U. (?) auch billiger - und schon ist der Preisdruck da.

    Und das spielt bei der landwirtschaftlichen Produktion eben eine ausschlaggebende Rolle (über sein - oder nicht mehr sein ...)

    Probleme haben ja keineswegs nur deutsche Bauern ...

    wenn die Menschen dort dann etwas teurer dieses Fleisch kaufen,

    Aber auch hier liegt dann zweierlei Maß an

    - zwischen der ländlichen Bevölkerung, die wieder mal mehr zahlen soll, und den Stadtbewohnern, welche günstiger ... den Lebensunterhalt bestreiten können sollen (wie z.B. bei den Kosten / Gebühren für Trinkwasser und Abwasser)


    - Arbeitsplätze in ländlichen Gegenden (gibt's ja fast keine mehr ... =O )

    - - werden dadurch, wenn es im großen und ganzen so weiter läuft wie zur Zeit sicher kaum welche geschaffen, vielleicht wenigstens der eine oder andere noch eine Zeit lang erhalten ... :rolleyes:

    - viele andere, welche weite(re) Strecken zu ihren entfernteren Arbeitsplätzen zurücklegen müssen ...

    - - kaufen dann doch wohl meist dort günstiger ein

    - - - denn: der Verdienst ist gelegentlich durchaus höher, die Umstände, diesen Mehrerwerb zu erlangen, fressen ihn aber zuweilen auch wieder gänzlich auf (ob Auto oder ÖPNV, längere Fahrtzeiten / Wartezeiten / Stau - Morgens und Nachmittags / Abends wieder, ..... )


    Landwirtschaft ist doch schon längst international. Mit internationalen Problemen. Da müssen dann auch internationale Problemlösungen her, sonst wird es nicht funktionieren ...


    Astrid, danke für deine weiteren Erläuterungen zu o.g. Bericht.


    Letztendlich ist das, was Du hier wiedergibst, zumindest in weiten Teilen altbekanntes und altbewährtes landwirtschaftliches Wissen, was allerdings den "Nachkriegsbauern" weitgehend abhanden gekommen zu sein scheint, und erst durch Bio- und Ökolandbau wieder an die Oberfläche geholt wurde und wird.

    Man sollte vielleicht einfach mal die alten Schinken wie Neyhe, Schlipf, Krafft-Fruwirth u.a. an landwirtschaftlichen Schulen mal wieder in den Lehrstoff mit einbeziehen, denn dort steht und stand das alles schon vor hundert Jahren drin ... ;)

    Fürs schnelle und weite gibts ja den Kreiselheuwender

    Der Kreiselheuer ist meines Erachtens besser als sein Ruf - in bestimmten Kreisen ... :huh:

    Klar, die neuen Maschinen lassen Fahrgeschwindigkeiten zu, bei welchen die älteren Modelle (z.B. Fahr KH 2 od. KH 4) Luftsprünge machen täten.

    Aber wenn man mit solchen älteren Maschinen entsprechend fährt, Fahrgeschwindigkeit - Motor- bzw. Zapfwellendrehzahl gut passen, dann wird das Heu auch nicht übermäßig zusammengeschlagen. Und man kann das Heu quasi zu kleinen Schwaden zusammen"lüften", es also leicht zu kleinen Schwaden aufstellen, so daß der Wind auch gut durchstreichen kann.

    Deutschland ist Europameister im produzieren von Verpackungsmüll

    Und Weltmeister im Papierverbrauch.

    Das erkennt man unschwer, auch ohne vorliegenden, statistischen Beweis schon jeden Tag an dem Überquellenden Briefkasten voll von Werbeprospekten - die wohl in der Mehrzahl mehr oder weniger ungenutzt direkt wieder in der Tonne für's Altpapier landen.

    Hallo Hermann,


    hast Du heuer noch Heu zu machen ?

    Versuch mal die Zugstränge so am Sillscheit einzuhängen, daß deine Anspannung etwas länger wird. Je länger der Hebel um so mehr sollten auch die Schläge der Anzen, welche meist durch Bodenunebenheiten ausgelöst werden abgefangen werden können. Wenn Du noch mal Filmen willst, laß die "Fanny" mal möglichst gleichmäßig laufen und der/die "Filmer-in" soll einfach mal gut "draufhalten". Dann kann man vielleicht besser erkennen, ob noch was verändert werden sollte ...


    Viel Spaß und Erfolg :)

    kann ich diese Bewegung der Anzen anders beeinflußen? noch weiter auseinander?? kürzer und polstern?

    In erster Linie wohl durch einen gleichmäßigeren, ruhigeren Zug.

    Die Anzen weiter auseinander zu rücken verändert die schlagende Bewegung bei unruhigem Zug nicht. Polstern ist nur eine Möglichkeit die Schläge abzumildern. Vielleicht wären etwas kürzere Anzen bzw. weiterer nach vorne spannen und die Verwendung eines richtiges Selett's mit Bauchgurt etc. eine Möglichkeit der Zugverbesserung ?

    Hallo Hermann,


    das klappt doch so weit schon ganz manierlich ...

    Allerdings - die Anzen sind (noch) zu lang, sie schlagen hörbar gegen die Kummthölzer.

    Entweder noch mehr kürzen, oder - das Zugtier etwas weiter nach vorne lassen, so daß das Kummet nicht mehr zwischen die Anzenstangen gerät.

    Pflüge, welche "überwiegend" ! - ohne große Führungshilfen durch den Gespannführer (oder Helfer) beim Pflügen in der Furche bzw. im Land laufen sind in erster Linie die verschiedenen Rahmenpflüge. Die gab es von einscharig, dann auch meist mit etwas größerem bis großem Pflugkörper, und die mehrscharigen, zwei, drei, vier, meist kleineren Pflugkörpern, die s.g. Schälpflüge, also meist für den raschen und großflächigen, eher flachen Stoppelumbruch im Sommer.

    Die Karrenpflüge, ob Beet-, oder Unterkehr- / Wechselpflüge konnten mit Hilfe von zwei Zug + Spannketten auch "einigermaßen" selbsthaltend Arbeiten, was auch bei den ein- oder mehrscharigen Volldrehpflügen der Fall war.

    Das sind aber nur Beschreibungen zu den Pflügen.

    Der Zustand des zu Bearbeitenden Ackerboden's ist wieder ein anderes Thema (welches den Pflug aus der Furche heben / werfen kann ...).

    Kann es sein, daß auf diesem Feld nicht die richtige Bearbeitung gezeigt werden, sondern der Pflug vorgestellt werden sollte?

    Das weiß ich nicht, aber vielleicht Elke ...

    Aber selbst wenn, dann war es eben nicht besonders geschickt, diesen Pflug auf solch einem verwachsenen Feld vorstellen zu wollen, wie man ja an dem rumhantieren und am Ergebnis der Pflugarbeit sehen kann ... :/

    Ist es normal, daß man so gebückt hinter dem Pflug herlaufen muß, oder ist er für besonders kleine Leute gebaut worden?

    Nein, ist es nicht !

    Denn dieser - recht kurze oder niedrige Griff - dient nicht dazu, den Pflug über lang in der Furche zu halten , sondern ist lediglich dazu da, solche Pflüge am Vorgewende auszuheben, zu drehen und an neuer Stelle wieder in die / an der Furche einzusetzen. Bei geeigneten Verhältnissen und bei guter Einstellung halten sich die dann ganz von alleine in der Furche bei der Arbeit.

    Um beim Pflug und beim Pflügen zu bleiben:


    Das pflügen mit einem zwei- oder mehrschaarigen (Rahmen)Pflug ist schon eine Wissenschaft für sich ... ;) und die Einstellung bzw. die Einstellerei, bis der / ein sauberer Anfang gemacht ist, ist nicht so ganz einfach und erfordert schon etwas Routine / Übung.


    Und wie bereits geschrieben, hätte "ich" für dieses Feld und unter den gegebenen Umständen einen anderen Pflug gewählt. einen einschaarigen Pflug, eventuell mit Vorschäler, vor allem aber einen, mit einem genügen großen Pflugkörper, sprich einem großflächigen Streichblech. Das kann ein Beetpflug sein, das könnte aber auch ein Unterkehr- oder Wechselpflug sein, der eine solche Masse an Aufwuchs - ohne großes verstopfen - unterarbeiten kann.

    Solche Pflüge, wie der (im Film) verwendete zweischaarige Rahmenbeetpflug wurden Umgangssprachlich auch als s.g. "Schälpflüge", also Pflüge, welche meist zum Stoppelschälen nach der Getreideernte verwendet wurden bezeichnet. Und da die Getreidestoppel in der Handmäh- und auch in der Gespannmähtechnik nicht so lang bzw. hoch waren, wie so oft in der heutigen Mähdruschzeit, wo auf den Strohertrag kein großer Wert mehr gelegt wird, war damals auch nicht eine solche Masse an Strohresten etc. unterzubringen. Diese Pflüge haben meist kleinere Schaare und auch kleinere Streichbleche, also insgesamt kleinere "Pflugkörper" und sind dadurch wenig geeignet, solche Mengen an Ernterückständen und div. Aufwuchs gut unterzuarbeiten.