Posts by Flo

    Nein - es gibt keine Bilder.

    Aber Steinmetz erwähnt es auf Seite 74 als "Stirndoppeljoch". Zitat: "Wir wollen mit Freude feststellen, daß es verschwunden ist. Er erübrigt sich daher weiter darauf einzugehen."

    Das Ding gab es tatsächlich. Ich weiß aktuell nicht, ob es bei Steinmetz als Bild vorkommt. Ich suche mal in meiner Bibliothek...

    Was den Erlass angeht, habe ich nochmal eine Suchanfrage ans Archiv in Koblenz geschickt.

    Dann sollten alle Fakten da sei...

    Schönen Abend noch!

    Flo

    Hallo zusammen!


    Allerletzter Beitrag zu dem Thema.


    Ich hab mir ein paar Seiten Literatur besorgt und bin etwas überfahren worden von einem Buch eines Chinesen: Han, Yi; Gesetzlicher Tierschutz im Deutschen Reich; Peter Lang, Internationaler Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main, 2014.

    Das Buch wartet mit einer enormen Quellenfülle auf, die ich bisher in wissenschaftlichen Werken selten gefunden habe.

    Und natürlich kommt auch das oben genannte Thema zur Sprache!

    Was erklärt, dass bisher keiner von uns eine Gesetzesquelle mit dem Doppeljochverbot gefunden hat, liegt einfach daran, dass es nicht im Gesetz, sondern in einem Kommentar steht.

    Wer sich in Jura auskennt, weiß, welchen Stellenwert ein Kommentar hat.

    Hier ein Zitat aus dem Buch - ich habe die Quellen, wegen der besseren Lesbarkeit weggelassen:


    "aa) Doppeljoch

    Eine dieser Sonderfragen sah Adolph im Doppeljoch, "das in Baden bereits seit dem 1.6.34. als Überbleibsel früherer Jahrhunderte ausdrücklich verboten ist." Und die Wirkung zeichnete der Mannheimer Wetzel in seiner am 20. September 1935 mündlich verteidigten Doktorarbeit auf: "Das früher noch häufig angetroffene Doppeljoch ist fast ganz verschwunden." Für das ganze Reich vermerkten Giese und Kahler 1938 einmal mehr:

    "Diese starre Verbindung zweier Tiere miteinander im Doppeljoch muß als eine unnötige und grausame Quälerei bezeichnet werden, da das Doppeljoch überall durch bessere und zweckmäßigere Zuggeschirre ersetzt werden kann. In den wenigen Gegenden, wo das Doppeljoch noch ausnahmsweise geduldet wird, (...) hat der Reichsnährstand es übernommen, durch Belehrung und Unterstützung der Bevölkerung bessere Beschirrungen zur Einführung zu bringen. Der Reichsminister des Innerern hat durch Rundschreiben vom 12. Oktober 1934 - II 4440 a/2. 10. 34 -, betr. Verbot der Verwendung des Doppeljochs, darauf hingewiesen, daß das Doppeljoch bei Zugrindern als unnötige Tierquälerei anzusehen ist, nach §1 des Tierschutzgesetzes verboten ist und Übertretungen dieses Verbots entsprechen zu bestrafen sind. - Auf die Abhandlung "Kuhanspannung in Deutschland" von Dipl.-Landwirt H. Steinmetz, Durlach, und das mit Abbildungen versehene vorzügliche Merkblatt Nr. 45 des Deutschen Tierschutzdienstes e.V. Berlin SW 61, Großbeerenstraße 68 - `Fort mit dem Doppeljoch` - ist besonders hinzuweisen."


    Wer unbedingt die Quellen haben möchte: siehe Literaturangabe!


    Schönen Abend noch!


    Flo

    Hallo und guten Morgen!

    Ich war mir sicher, dass diese Seite ziemlich sachlich ist oder liege ich da falsch? Ich schreibe ja keinen Quatsch vom Hörensagen, sondern nur aus eigener Erfahrung (siehe Bild).

    Schönes Wochenende allerseits!

    Flo

    Ich kenne diese ganzen Aspekte.

    Das einzige Mal, dass ein Dreipolsterkummet einem Tier bei uns im Betrieb den Atem genommen hat, war, als wir getestet haben, ob die Norwegerstute meiner Schwester ein Geschirr erträgt. Das waren etwa 10 Minuten.

    Nur als Fußnote: https://www.ruralheritage.com/…esources/oxen/3_pad.shtml .

    Ich weiß ja nicht, was ihr so mit zwei Kühen zieht, aber selbst beim zweischarigen Ackern gab es keine Probleme.



    Ja.

    Hätt` ich doch nix gepostet.


    Schönen Abend allerseits!

    Flo

    So ist es wohl.

    Und spätestens beim Ackern am Hang wäre bei meinen Mädels, die eh ein sehr unterschiedliches Kaliber haben, im wahrsten Sinn "Ende im Gelände" - so schief kann man seinen Kopf - auch als Rind - gar nicht halten.

    Was alte Kummete angeht, bin ich bei der Verwendung eh recht skeptisch. Ich habe jahrlang die verschiedensten Systeme gesammelt und mir ist kein einziges Geschirr untergekommen, das man guten Gewissens irgendwie hätte einsetzen können. Ich denke, dass Sparen am Geschirr das falsche Ende ist - wir sollten froh sein, dass Rinder im Gegensatz zu Pferden so günstig in der Anschaffung sind. Da kann es auch ein neues Kummet vom gesparten Geld sein.

    Hallo in die Runde!

    Nachdem es nicht genauer ausgeführt ist, gehe ich davon aus, dass damit schlicht alle Arten gemeint sind, bei denen zwei Rinder zusammengekoppelt werden. Ich stelle mir bloß immer vor, wie es wäre, wenn mich jemand bei schwerer Arbeit fest an eine andere Person binden würde. So richtig Freude käme da nicht auf...

    Schönes Wochenende schonmal!

    Flo

    ...dann mische ich mich auch noch ein.


    Meine letzte "Ausbau-Variante" ist von der Sattlerei Steet in Schwarzach am Main. Kummethölzer hat mir mein Nachbar als Schichtholz-Ausführung gebaut. War aber alles in Allem auch nicht billig. Beim Zweispänner war ich (wenn ich mich recht entsinne) bei 1700€.


    Schönen Nachmittag noch!


    Flo

    Guten Morgen zurück!


    Ich denke, dass du dich bei dem Thema mit ganz vielen verschiedenen Ansichten auseinandersetzen kannst/wirst/musst. Aber ich bin der Meinung, dass es für sich spricht, dass in Deutschland nach dem Krieg eigentlich (fast) nur Stirnjoch (Stirnblatt) und eben das Dreipolster-Kummet übrig geblieben sind und schon in der Zwischenkriegszeit Doppeljoche wörtlich als "Tierquälerei" eingestuft worden waren.

    Ich habe vor kurzen zu dem Thema auch noch was gefunden, was dir vielleicht weiterhilft:

    https://www.ruralheritage.com/…esources/oxen/3_pad.shtml

    Da ist ein schöner Vergleich der Auflageflächen bei Kummeten und Jochen drin.

    Persönlich bin ich absolut vom Dreipolster-Kummet überzeugt. Halt nur nicht von zu kleinen, brüchigen Uralt-Geschirren, sondern stabilen, neuen.


    Schönen Sonntag noch!


    Flo

    Nein, nein - die Scheune ist eigentlich groß genug für alles Mögliche. Aber der Berg loses Stroh liegt eben momentan da, wo eigentlich die Dreschmaschine wieder hin soll und das möglichst bald...

    Was den Ertrag angeht, kamen leider ein paar Sachen zusammen: Wochenlange Trockenheit, hungrige Spatzen, zu später Mähzeitpunkt (Ausfall), Feldmäuse in den Hocken und so weiter...

    Schönen Tag noch!

    Flo

    Heieiei... Es war eine Riesensauerei (staubtechnisch) und vom Ertrag möchte ich gar nicht reden. Aber am Ende der Aktion waren fast 20 Menschen bei mir im Hof und haben die Getränkevorräte dezimiert.

    Alles in Allem: Schön!

    So sah es aus:






    Die kommenden Tage möchte ich dann bloß noch das Stroh durch die Hochdruckpresse schicken - in der Scheune ist es sonst ein bisschen voll...


    Viele Grüße aus Oberfranken!


    Flo

    Oh, oh - da hätten die Beiden einiges zu tun... 4PS bekommen sie doch nicht so auf Anhieb zusammen!

    Ich hab schon oft über einen Göpel und einen kleinen Stiftendrescher nachgedacht - aber in unserer Nachbarschaft sind zumindest alle Göpel beim Alteisen (die Hallen gibt es noch reichlich). Es gibt auch lustige Bauanleitung unter Verwendung von PKW-Achsen mit Differenzial und Schaltung! Andererseits: Das Mähen, Binden, Aufstellen, Laden, Dreschen, Verräumen ist eh schon "schlimm" genug, wenn nicht viele Leute helfen...

    Ich hab gerade einen viertlen Hektar Weizengarben geladen, davon die Hälfte beim Heimfahren in den Wald geworfen (böse Wurzel, böse), um dann den ganzen Schlumms wieder aufzuladen.

    Manchmal trauere ich meinem Mähdrescher hinterher.

    Manchmal.

    Schönen Abend allerseits!

    Flo