Posts by Flo

    Nein. Ich meine ja auch nicht breiweich.

    Aber alte Kummetpolster haben oft eine harte, brüchige Konsistenz - da haben mir die Sattler, mit denen ich zu tun hatte (Weiß bei Nürnberg und Steet bei Kitzingen), immer abgeraten. Die neuen Polster sind zwar alle gut gefüllt, aber so, dass sie sich dem Tier ein klein Wenig anpassen können.

    Ist auch bei neuen Pferdekummeten so.

    Viele Grüße!

    Flo

    P.S.: Mir ist seltsamerweise noch nie ein Kummet kaputt gegangen, egal bei welcher Arbeit. Ich kenne auch von meinem Großvater keine Geschichten von kaputten Kummeten.

    Hallo!

    An die Sache mit den Ösen hab ich auch schon gedacht. Bei einem Versuch mit so einem Ösen-Rundum-sorglos-Paket aus dem Baumarkt kannst du eigentlich nichts falsch machen, oder? Da sind meistens ein Locheisen und ein entsprechendes Nietwerkzeug mit drin.

    Wie dick war denn das Leder, das dir kaputt gegangen ist?

    Viele Grüße!


    Flo

    Hallo zurück!


    Bei mir sind die Riemen für das Nackenkissen aus ziemlich stabilem Leder. Sie sind unter dem Polster mit einer Spax verschraubt:




    Ich schau dann mal auf den Dachboden, ob ich noch ein Kummet rumliegen habe.


    Schönen Tag erstmal!


    Flo

    Hallo zurück!

    Das klingt ganz schön ambitioniert. Ich hab mal gesucht und ein paar annähernd passende Sachen gefunden, was vielleicht auch Rückschlüss auf den Zugkraftbedarf erlaubt.

    Das Erste sind Gespann-Dränpfluge von Eberhardt - interessant ist die Arbeitstiefe und der Kraftbedarf, noch nicht einmal so sehr die Wirkung. Da suchst du anscheinend etwas Anderes.


    Das Nächste aus dem gleichen Katalog sind sogenannte Tausch- oder Ersatzkörper für Dreh- oder Beetpflüge. Leider findet sich da nichts über den Kraftbedarf...



    Und es gab auch noch einzelne Tauschkörper für Beetpflüge:



    Ich habe allerdings noch nie einen dieser Pflüge irgendwo gesehen. Entweder waren sie nicht wirklich verbreitet oder sie wurden schon sehr bald durch Schleppergeräte ersetzt. Auf alten Fotos sieht man öfters mal Untergrundlockerer, die teilweise schon eine ganze Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg vor Allem von Raupenschleppern gezogen wurden.

    Eine Alternative wäre mal im englischsprachigen Raum nach einem "Chiselplow" oder einem "Subsoiler" zu suchen. Da gibt es tatsächlich Menschen, die sowas mit Tieren fahren:


    Das ist aus "Horse-powered farming for the 21st century" von Stephen Leslie. Er spricht von einer Anspannung von Vier-breit bei lockerem Boden, ansonsten von fünf oder sechs...


    Schönen Sonntag noch!


    Flo

    Ja - bei uns ist auch alles staubtrocken... Ich habe letzten Herbst Wickroggen als Notfutter für den Frühling gesät. Normalerweise war der um die Zeit hüfthoch und momentan geht er mir knapp über den Knöchel. Das ist irgendwie beängstigend. Würde ich dran glauben, müsste ich wahrscheinlich einen Regentanz aufführen...


    Flo

    Hallo!

    Die Variante krankt vielleicht daran, dass ich statt "Frühjahrsackern" "Frühjahrsacker" geschrieben habe... Eigentlich ist es genauso einfach, wie die Möglichkeit auf den Bildern: Ich ackere mit dem Beetpflug ganz normal das Feld und je nachdem, wie breit die Beete werden sollen, werden jede zweite oder dritte Furche Kartoffeln "mitversteckt". Der offensichtlichste Unterschied zur anderen Methode ist, dass ich dem Acker gar nicht ansehe, dass da Kartoffeln gelegt wurden, weil er einfach nur wie frisch geackert aussieht. Die Dämme muss ich dann später mit dem Häufelpflug aufbauen. Das hat zumindest den Vorteil, dass man ein paar Mal mit einer ganz normalen Ackeregge Unkraut vernichten kann, bevor die Kartoffeln durchkommen, ohne auf Dämme achten zu müssen. Ich könnte dann sogar quer zur Pflanzrichtung eggen... Der Nachteil ist, dass die Saatkartoffeln nicht so präzise liegen.

    Noch was: Was ich gestern über die Reihenweite geschrieben habe stimmt nur zum Teil. Wenn ich die Auflage am Pflugkarren auf der Achse nach rechts verschiebe, wird die Reihenweite größer. Das hatte ich vergessen.

    Schönen Tag noch!

    Flo

    Es ist in der Tat ziemlich exakt (dafür zeigen wir auch nicht die ersten Beete...), wenn man es mit einem Häufelpflug vergleicht - einfach, weil die Führung durch die Anlage da ist. Alles Andere war Rumprobieren, wobei im Endeffekt der Pflug so eingestellt war, wie ihn auch mein Opa verwendet hatte. Soll heißen: Ich habe die Auflage vom Pflugkarren (heißt bei uns "Gelafft") immer wieder auf der Achse versetzt, aber eigentlich war die Ureinstellung optimal! Wenn ich es mir nochmal durch den Kopf gehen lasse, ist die Spurweite ja auch die Reihenweite, weil man ja - zumindest ungefähr - in der Mitte die Furche zum Legen zieht. Mit dem Rückweg werfe ich sie ja nur zu und habe dann schon ein fertiges Beet. Als Alternative hat mein Opa auch manchmal die Kartoffeln "breit" gelegt. Das hieß dann, dass er alle zwei oder drei Furchen die Kartoffeln beim ganz gewöhnlichen Frühjahrsacker mit eingelegt hat. Das war anscheinend fürs Übereggen ganz schön, aber er hat es wohl nicht oft gemacht.

    Nochwas zum linken Rad: Das läuft beim Beginn am Feldrain. Da gibt es keinen Abstand, den ich einhalten muss. Wenn das alles einigermaßen gerade ist, werden die Kartoffeln in die entstandene Furche gelegt und beim Zurückfahren fahre ich mit dem rechten Rad über die gelegten Kartoffeln. Für das nächste Beet kann ich mich wieder am ersten Beet orientieren.


    Schönen Abend noch!

    Flo

    Hallo!

    Die Geschirre sind zum Großteil von der Sattlerei Steet aus Schwarzach am Main in Unterfranken. Ursprünglich war es ein Kuhgeschirr von der Sattlerei Weiß aus Engelthal bei Nürnberg, dass der Seniorchef nach dem Schnittmusterbogen, der überall kursiert, gefertigt hatte. Schon nach ein paar Jahren waren Rückengurte und Kummete zu klein. Das hat dann der Herr Steet angefertigt - in Ochsengröße lt. Bogen. Es hat nicht lange gedauert und alles war wieder zu klein. Also haben wir mittels Overheadprojektor die Schnittmuster so groß gezogen wie nötig. Das Resultat sind diese Monsterkummete... Wobei: Über Elsa (Bild 2) kann ich mittlerweile einfach nicht mehr drüberschauen.

    Mit den Kartoffeln waren wir noch nie so bald, weil es bei uns immer wieder kalt wird und die Knollen keinen Schritt vor oder zurück machen. (Nicht nur) bei uns gibt es den Spruch: "Legst du mich im April, komm ich, wann ich will. Legst du mich im Mai, komm ich glei`."

    Von den letzten 25 Jahren haben wir 20 Jahre mit dem Schlepper gelegt. Nur einmal paar Mal wollte ich unbedingt ausprobieren, wie mein Opa immer Kartoffeln gelegt hat: Mit dem Beetpflug. Hat schön funtioniert und ich hab im Anschluss auch einen kleinen Artikel an "Starke Pferde" geschickt, als die ihre Serie "Kartoffel-mit-Pferden-anbauen" hatten. Das waren die entsprechenden Bildern:





    Das letzte Bild ist aus dem Buch "Kartoffeln in der Früh`" vom Freilandlandmuseum Bad Windsheim.


    Und: Ja - da ist tatsächlich ein Pferd im Spiel... Ich denke, dass meine Mädels damals kein passendes Geschirr hatten.


    Viele Grüße aus Oberfranken!


    Flo

    In den letzten Tagen haben wir mit einer Schleppe und verschiedenen Eggen den im März gepflügten Kartoffelacker etwas eingeebnet. Durch den stetigen Wind waren die Schollen, die eigentlich aus sandigem Lehm bestehen, betonartig...

    Die Schleppe habe ich aus zwei kleinen Doppel-T-Träger geschweißt und funktioniert ganz gut. Die Egge auf den Bildern ist eine Kreiselegge, die ich vor Jahren im Frankenwald gefunden habe. Je nachdem, wo man das Gewicht einsteckt, dreht sie sich nach links oder rechts (oder taumelt hinterher).




    Hallo!

    Mir fällt zu dem Thema nur ein, dass die Deichseln für Rinder (je nachdem, wo die Aufhalteketten befestigt waren/sind) immer ein Stück länger sind, als die für Pferde. Zumindest ist das bei uns in der Gegend so. Der Halsriemen ist einfach weiter vorne am Tier als die Ketten am Pferdekummet.

    Schönen Tag noch!


    Flo

    Nee, nee - ist als Kraftfutter wirklich gut. Durchwurzelt sehr schön unterschiedlich den Boden und das Getreide hat was von den Wurzelbakterien.

    Mein Nachbar baut auch jedes Jahr ein paar Hektar Gemenge zum Drusch an.


    Schönen Abend noch!


    Flo

    ...ich wusste doch, dass ich nochwas habe:

    "Ratgeber für den praktischen Landwirt", H. Haase, Siebeneicher Verlag, Berlin, 1949.





    Nur die Sache mit dem Sortierzylinder kann ich so leider nicht bestätigen...


    Flo

    Guten Morgen!


    Ich habe noch ein bisschen in der Bibliothek gekramt und eine Handvoll Literatur gefunden:

    a) "Frischer Wind für eine alte Kulturpflanze! (...)", von Bernd Horneburg, Göttingen. 2003. Dreht sich v.A. um Linsen, hat aber interessante Passagen über die Reinigung.

    b) "Anbau von Gemengen im ökologischen Landbau", Hof und Prof. Dr. Rauber, Göttingen, 2003. Sehr schöne Broschüre vom Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Uni Göttingen. Gibt es auch zum Herunterladen. Einfach in die Suchmaschine eingeben - ergibt den ersten Treffer (weiß nicht, wie es hier im Forum mit Links aussieht...).

    c) eine Aussaattabelle für Gemenge aus: "Handbuch für den biologischen Landbau", Georg E. Siebeneicher, Augsburg, 1993. S. 206.


    d) zwei Ausschnitte aus dem Reprint von "Handbuch der Landwirtschaft", einmal die Ausgabe von 1898 und einmal die von 1958, Manuscriptum, 2002.




    Vom praktischen Nutzen her, finde ich b) am sinnvollsten. Ist aber rein subjektiv...


    Schönen Tag allerseits!


    Flo

    Hallo!


    Bei Erbsen und Ackerbohnen stimmt das wirklich. Bei kleineren Hülsenfrüchten geht es nicht wirklich, weil der Sortierzylinder ja nur nach der Größe sortiert - kenne ich aus eigener Erfahrung von meiner Ködel&Böhm Biber 3. Die hatte einen schön einstellbaren Zylinder.


    Viele Grüße!


    Flo

    Oh. Das ist ja wirklich das VOLLE Programm!

    Bisher hatte ich verschiedene Kombinationen, die entweder in Hafer, Gerste oder Roggen eingesät waren:

    Hafer-Gerste-Sommerwicken-Erbsen, Hafer-Linsen, Hafer-Gerste-Linsen, Hafer-Erbsen und Roggen-Zottelwicke.

    Das letzte Gemenge habe ich einmal als Grünfutter im Frühjahr frisch gemäht und zuhause gehäckselt, als schon mal Futterknappheit war (könnte heuer wieder passieren...). War in dem Fall gar nicht so schlimm, weil es ein Johannisroggen war, der nach dem Mähen nochmal austreibt und dann im Juli noch eine Körnerernte - ohne die Wicken - gegeben hat. Ansonsten habe ich dieses Gemenge immer gedroschen und verkauft, weil ich den Roggen in der Fruchtfolge zwar zur Unkrautunterdrückung brauche, aber keine Möglichkeit habe, das Mutterkorn effektiv herauszureinigen.

    Die Gemenge mit Linsen habe ich als Linsenliebhaber eigentlich zum Eigenverzehr angebaut, aber das Auslesen war so mühsam, dass es für zwei Mahlzeiten (Weihnachten und Silvester) gereicht hat und der Rest ist durch Hühner und Kuhmägen gelaufen...

    Die Erbsen- und Wickengemenge waren rein zur Körnernutzung als Futter. Ich habe davon immer so viel heim, wie in mein Silo gepasst hat und den Rest habe ich an einen befreundeten Milchbauern verkauft.

    An Pferde habe ich von den Gemengen nichts verfüttert - meine Schwester hat zwar zwei Norweger, die aber mit Eiweiß anscheinend sehr heikel sind.

    Das Trennen ist so eine Sache. Bei Hafer und Erbsen funktioniert eine normale Putzmühle/Windfege, wenn sie noch ein, zwei Zusatzsiebe hat, also nicht die ganz einfachen Modelle, die nur mit Wind reinigen. Ich habe das Gemenge mit den entsprechenden Sieben für die Getreideart durchlaufen lassen, so dass die Erbsen schon beim ersten Sieb für die groben Teile rauskommen.

    Schwierig sind die Wicken und (siehe oben) die Linsen, weil die durch die Getreidesiebe einfach mit durchlaufen, dann schön gereinigt, aber eben nicht getrennt sind.

    Letzte Woche ist mir dafür ein ziemlich alter Trieur (siehe Bild) über den Weg gelaufen, den ich ohne langes Verhandeln bezahlt und mitgenommen habe. Diese Maschine ist nämlich genau dafür gedacht, runde von länglichen Samen zu trennen und dem Nachmessen zu Folge scheint meiner für kleine Linsensorten zu sein.


    Trieur.png

    Wie gut er funktioniert weiß ich erst nächste Woche - da werde ich mal 5kg Hafer und 5kg Linsen mischen und schauen, was passiert...


    So - jetzt fällt mir einfach nix mehr ein.


    Ach doch: Säen. Getreide und Leguminosen habe ich (fast) immer im gleichen Saatkasten mit der Getreideeinstellung gedrillt. Nur bei Erbsen habe ich umgestellt und bin ein zweites Mal übers Feld, weil die einfach zu groß sind.


    Ich hoffe, dass ich etwas Licht ins Dunkel gebracht habe...


    Schönen Sonntag noch!


    Flo