Posts by Isi

    Hast du Äpfel probiert? Dafür tun meine Büffel fast alles. ;-) Und bürsten natürlich. Für Zuckerübenschnitzel und Pellets würden sie auch keinen Schritt tun. Sind ähnlich "speziell".
    Ein Beispiel aus dem Alltag:
    3 Kühe haben ihr Kalb in meinem Beisein bekommen. Hatte sie alle drei(nacheinander) in einem begrenzten Auslauf, damit sich die Kälber an Strom und mich gewöhnen können. Alle drei super zahm, kamen zu mir gelaufen, wenn ich den Auslauf betrat, gaben schon die Beine und liefen auf locken hinter mir her. Nach einer Woche ließ ich sie zu den Anderen auf die Weide. Jeden Tag nahm ich mir Zeit, um sie zu kraulen und den Mamas Äpfel zu füttern. Sie kamen, sobald sie mich sahen. Von heute auf morgen war damit schluss. Warum? Weil ich eine Jacke an hatte!!! Sonst war ich immer in T-Shirt bei ihnen. Ist jetzt bissl kalt nur mit Shirt. Alle Versuche sie umzustimmen schlugen fehl und sie haben generell Angst und laufen weg. :-/ Die Jungbullen vom letzten Jahr waren nie zahm, keine Chance. Einer ließ sich von heute auf morgen plötzlich von mir von vorn bis hinten graulen! Tja, so sind sie. Immer für Überraschungen gut! ;-)

    Vleilleicht klappt es, wenn da drausen was zu fressen wartet, was leckeres, was unwiederstehliches und das dann immer weiter weg "rückt". Das wird sicher ein langer Weg werden, wenn sie in jungen Jahren keine Menschen kannten. Meine Leitkuh ist auch ohne Menschenkontakt aufgewachsen. Als wir sie bekamen war sie 12 Monate. Es dauerte mehrere Jahre, bis ich sie mal am Kopf kraulen konnte.


    Meine Spatzier -Kuh hat inzwischen ein Kalb bekommen und ich musste sie von den Anderen wegbringen, weil ihre eigene Mutter ihr das Kleine klauen wollte. Ich hatte zur Sicherheit alles abgesperrt, aber sie ist mitgekommen. Mit Kopf schlenkern zwar, aber ohne sich loszureißen.

    @Hödlgut,
    ja, war verständlich! ;-) Round Pen ist auch mein Ziel, aber erstmal dahin kommen! ;-)


    @Susi,
    sowas ist nicht mein Fall. Ich könnte so ein ungleiches Kräftemessen keinem Esel antun!

    @astridmasson,
    wie bekommt ihr denn Halfter und so an die Kälber, wenn sie sich nicht anfassen lassen? :/
    @marieclare,
    achso, die Notanker kenne ich auch. Dachte, das ist irgendwas anderes.
    Einem Esel würde ich das nicht antun. Ich glaube, die würden den wegziehen! ;)


    Ich übe aktuell grad mit einer Kuh. Da sie jetzt auf der Weide sind , eben dort. Sie folgt mir schon am lockeren Strick so ca. 50m von der Herde weg. Dann ruft die Leitkuh und sie will zurück. Wie ist das bei euch, macht die Herde kein Theater, wenn ihr ein Tier rausholt zum arbeiten?
    Dann ist bei Büffeln noch das Problem, dass sie einfach umfallen, wenn sie zu lange gekrault werden. :D Das kenne ich von Rindern eigentlich nicht so. Auf unseren Bullen habe ich mich mal draufgesetzt , da fiel der um unter mir! :D Aber nicht, dass ihr mir mit dem Tierschutz kommt! Für die ist Körperkontakt das Größte und wie Hypnose, werden sie gekrault, oder gebürstet, legen sie sich hin. Auf die Seite und Augen zu! Wenn ich aufhöre , stehen sie wieder auf. Unser Bulle ist da schon ein extremes Exemplar. Da reicht es schon, wenn man sich anlehnt, (oder draufsetzt) und er kippt um. Nicht etwa normal hinlegen, ne der kippt richtig zur Seite um. Schlecht, wenn man dort grad steht! ;)

    In der Regel übe ich mit 3 Kälbern, allerdings nicht gleichzeitig. Ich meine, so, wie sie geboren werden, am Ende sind es drei.
    Und sie kennen mich seit der Geburt. Ich rede auch nicht davon, dass ich nach 3 Tagen mit ihnen losziehen will. Normal sind sie so 4 Wochen alt und haben täglich geübt. In dem Alter kann ich sie grad noch so halten, wenn.....
    Die Kühe sind leider nicht halfterführig, dann wäre es vermutlich einfacher.
    Wie lange übt ihr in der Regel, bis sie sich führen lassen?
    @marieclaire, was ist ein Notanker?

    Noch mal ein Versuch in der Hoffnung eine hilfreiche Antwort zu bekommen......
    Was tut ihr dagegen, wenn sich die Kälber, die man anlernen will, permanent losreisen?
    Ich komme immer nur soweit, bis ich die sichere Umzäunung verlassen will, sobald kein Zaun mehr ist, rennen sie los,. Kopf runter und weg... ?(
    Meistens ins Gras und/oder zurück zur Herde. Wenn sie noch sehr jung sind, kann ich sie zwar halten, aber noch nicht so gut von der Mutter wegführen. Sind sie älter, halte ich sie nicht mehr wirklich. Die Mutter macht Theater und der Rest der Herde gleich mit.
    Wie geht ihr, die erfahren sind, bei sowas vor?

    :-) Was soll ich denn erzählen? Büffel sind vom Gemüt her ein Zwischending von Hund, Pferd und Elefant. Letzteres, weil sie genau so große Haufen kacken! :-D
    Und sie sind sehr speziell und nachtragend. Wem sie nicht leiden können, bzw. wer ihnen nicht wohlgesonnen ist, der hat keine Chance. Es gibt welche, die sind wie Wildtiere und es gibt welche, die sind wie Hunde.
    Ich hatte mal ein Kalb, dass ließ sich einfach nicht zähmen. Ich habe jeden Tag geübt es anzuhängen. Nach 3 Wochen habe ich es aufgegeben, weil dabei keinerlei Fortschritte zu erkennen waren. Es war jedes Mal, wie das erste Mal.
    Für Massentierhaltung sind sie nicht geeignet, auch für das ganze Rundherum. Es gibt Probleme mit Gebärmuttervorfällen, wenn man sie wie Rinder im Stall hält und üppig füttert. Sie sind sehr genügsam und eher für Robusthaltung geeignet. Sie tragen 11 Monate und können gewollt absorbieren, wenn man versucht sie künstlich zu besamen. Sie können unter Wasser ihre Nasenlöcher verschließen und tauchen oft ab, dass nur die Hörner aus dem Wasser gucken. Und sie sind sehr schlau, was nicht immer von Vorteil ist! ;-) Wenn ich zu meinem Mann sage, dass wir Büffel umtreiben wollen, dann stehen sie schon alle versammelt da und warten! ;-) Doof manchmal, weil sie "morgen" meist überhören. :-D In Gedanken lesen sind sie einsame Spitze! Sehr schlecht, wenn wir bluten müssen! :-) Mit Ohrmarken einziehen habe ich mir so manche Zuneigung für immer verbaut, als ich noch gewartet habe, bis sie ein paar Tage alt waren. Büffel halt! ;-)

    Danke für deine Antwort Marieclaire,
    ist mir bewusst alles. Wasserbüffel sind etwas anders vom Gemüt. Selbst wenn die Mädels brünstig sind, schaltet er sofort auf "Menschmodus" , wenn ich erscheine und will geliebt werden! ;-) Mir ist trotzdem bewusst, dass es ein Bulle ist. Solange ich das Gefühl habe, ich bin noch sein Boss und er mir gegenüber nicht den Kopf senkt, ist alles easy. Er kommt jetzt in die Pupertät, da entscheidet sich einiges und der Charakter festigt sich, die kleinste Frechheit darf nicht toleriert werden. Einen Bullen, vor dem ich Angst haben muss, kann ich nicht gebrauchen.
    Ich will auch nicht mit ihm arbeiten im herkömmlichen Sinne. Er soll sich nur führen lassen. Das schaffen andere Bullen auch!
    Es ist nur meine Frage, ob es hinzubekommen ist, wenn man nicht von Kalb an mit ihm geübt hat und er bereits weiß, dass ich ihn nicht halten kann. Und wenn ja, wie.
    Ich weiß das es besser wäre, er hätte es garnicht erst gelernt, aber das ist nicht gegeben.

    Ich habe mal eine Frage. Macht es Sinn mit einem älteren Bullen (4J.) zu arbeiten, oder ist das ein Kampf David gegen Goliath? Arbeiten bedeutet in dem Fall erstmal "nur" halfterführig.
    Zur Vorgeschichte: Er kam zu uns mit 1,5 Jahren. Ich habe ihn daran gewöhnt sich ein Halfter anlegen zu lassen und mit Handtarget mir zu folgen. Allerdings alles in einem begrenzten Raum. Wenn er keine Lust mehr hatte, ging er einfach in den Stall. Offenstall mit Paddock (ca. 15m x 10m) Meistens habe ich es hinbekommen das Seil schnell um einen Balken zu wickeln, sodass er da auch nicht mehr rauslaufen konnte.......mit mir im Schlepp. Wir haben es dann zum Ritual gemacht, eine Runde führen rechts herum, eine Runde links herum, in den Stall gehen graulen und Halfter wieder abnehmen. Was oft auch ein Problem war, weil er dann irgendwie nicht mehr wollte, dass man hinter seinen Hörnern hantierte. Ich hatte immer das Gefühl , dass da ein Pulverfass am anderen Ende hängt, dem ich erfolgreich untersagte zu explodieren.
    Mittlerweile ist er in der Herde zum Chef aufgestiegen, was es nicht einfacher macht. (und ungefährlicher für mich) Trotzdem bin ich noch sein Boss(noch!).
    Das Blöde ist nun, dass meine Leitkuh, die die Herde führte und auf Zuruf und Pfiff kam, sich nun nicht mehr traut, voran zu gehen. Auch weil der Kerl die Kühe sehr reglementiert.
    Gibt es eine Möglichkeit ihm glauben zu machen, dass 60kg 1000kg am fortlaufen hindern können, oder ist das aussichtslos? ;(
    Wie macht ihr das, wenn sie sich ihrer Kraft bewusst sind? Ist das Ganze dann zum scheitern verurteilt?