Posts by atsridmasson

    Die beiden längenbegrenzenden Faktoren hast Du genau genannt.

    Ich finde, er muß dabei so lang sein, daß das Kalb mit losem Strick auf dem Boden liegen kann.


    Am Anfang lernen sie ja erst noch, sich am Strick auszubalancieren. Da kommt es dann hin und wieder vor, daß sie hinfallen.

    Die Gefahr, sich das Genick zu brechen ist gering.

    Aber noch geringer ist sie, wenn der Strick den Kopf nicht hochreisst, weil er allzu kurz ist.

    Ich rate mal: weil es beim Wässern und anschließenden Trocknen schon alles macht, was es als fertiges Joch nicht mehr machen soll, z.B. Quellen, Schrumpfen, sich Verwinden, Reißen oder Platzen?

    Von der ehemaligen Oberfrläche bleibt ja nichts übrig, sonst würde ich sagen: beim Quellen und Trocknen nach der Bearbeitung wird die Oberfläche rauh. Wenn man sie dann schmirgelt und nochmal wässert, trocknet und wieder schmirgelt, wird sie hinterher nicht mehr rauh, wenn das fertige Joch nass wird und trocknet.


    Hält auf jeden Fall fit, alles von Hand zu machen, wie man an dem Herrn sieht. Mein Gott, mit so´nem ollen Fuchsschwanz!

    Toll, daß Du dafür Deine Tiere zur Verfügung stellst!


    Wie findest Du eine offenes Frageforum (in der Halle oder auf´m Platz) mit den Kälbern?


    Bin auf jeden Fall da und stünde für Fragen bereit, die ich auch gern demonstrativ beantworte.

    Da finden sich spätestens vor Ort sicher noch mehr Kuh- und Ochsenfahrer, so daß für jede Frage jemand kompetentes zum Antworten und Zeigen da ist.


    Für den Fall daß keiner fragt, könnte man die üblicherweise häufigst gestellten Fragen vorab selbst sammeln.

    Auch gerne hier im Forum


    - Ideen?

    Hallo, ich habe im Gasthof Mandorfer gebucht. Die waren sehr unkompliziert. Da mit dem Zug komme, werde ich vor dem Treffen nicht zum Hotel fahren. Damit ich trotzdem spät abends noch reinkomme, kann ein anderer Teilnehmer meinen Schlüssel zum Treffen mit nehmen,

    Mit Frühstück habe ich ein Einzelzimmer für 48€ bekommen.

    Die Planung für die Kurse im Frühling ist fertig.


    Es werden wieder 2 Tageskurse im April angeboten:

    https://www.zugrinder.de/de/termine-veranstaltungen.html



    In Berlin findet er am Donnerstag den 12-4-18 auf der Domäne Dahlem statt:

    https://www.zugrinder.de/de/terminanzeiger/Zugrinder.html



    Am Samstag den 28.4.18 gibt es einen auf dem Auenhof in Pabstthum

    https://www.zugrinder.de/de/te…neuruppin-april-2018.html





    Beide kosten je weils120€ und sind auf Anfrage auch als Gutschein z.B. als Weihnachtsgeschenk zu haben.


    Sie unterscheiden sich durch den Standort:

    Der Berliner Kurs findet am Donnerstag statt, falls man ein Wochenende in der Stadt dranhängen möchte.


    Der Kurs auf dem Auenhof findet an einem Samstag statt. Dort ist ein Mittagsimbis im Preis inbegriffen.



    Inhaltlich unterscheiden sich die Kurse durch die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Teilnehmer, auf die bestmöglichst eingegangen wird.


    Bei den Kursen geht es darum, daß die Teilnehmer die Möglichkeiten der Nutzung kennenlernen und sich selbst am Rind ausprobieren können.

    Es werden die Grundlagen des Umgangs mit den Tieren besprochen und geübt und grundlegendes zur Arbeitssicherheit erklärt.


    Anschirren und führen wird erklärt und geübt und es wird etwas geackert.



    Ich freue mich auf Anmeldungen!


    Klar, Kehren vor der eigenen Haustür ist immer gut.

    Bisher die beste Lösung finde ich den Weideschuß, bei dem Tiere überhaupt nur in totem Zustand transportiert werden.

    Kommt bei uns wegen der Entfernung zum Schlachthof leider nicht in Frage, weil es eine zeitliche Begrenzung für den Transport des toten, aber nicht ausgenommenen Tieres gibt.


    Um Mißverständnisse zu vermeiden: das Halal Schlachten selbst finde ich höchstens graduell schlechter, zumal es mitlerweile auch Muslime gibt, die eine Betäubung vorher ok finden.

    Vor 2 Tagen gab es eine Doku über Tiertransporte und Schlachtungen im Fernsehen, der leider nicht in der Mediathek zu sehen ist. Ich muß sagen: nichts für schwach Nerven.


    https://www.zdf.de/dokumentati…e-tiertransporte-100.html


    Ich fahre selbst meine Tiere zum Schlachter und finde die mittlerweile 80km schon sehr weit (alle näheren Schlachter haben nach der vorletzten letzten EU-Verordnung leider aufgegeben). Das Auf und abladen mache ich selbst, nur sehr selten sehe ich dabei Angst bei meinen Tieren. Ich kenne Schlachtprozesse.

    Nach diesem Film konnte ich allerdings nicht schlafen.

    Nicht nur das Elend auf den bis zu 7000km weiten Transporten, auch die "Vorbereitungen" zu den Schlachtungen auf den Schlachthöfen bereiten mir immer noch Alpträume. Besonders die Bilder aus dem Libanon, aber auch aus der Türkei. Bevor die Rinder endlich getötet wurden, wurden ihnen die Fesselsehnen der Hinterbeine durchgeschnitten und die Augen ausgehackt, aus Tradition.

    Laut Autor Manfred Karremann sind das leider keine Einzelfälle.



    Oft trifft dies dieses Schicksal auch Bullenkälber von Milchviehbetrieben, die es sich nicht auszumästen lohnt. Ich habe mich schon immer gefragt, wer das ganze "Kalbfleisch" von den Millionen Milchviehkälbern, die regulär zum Viehhändler gehen eigentlich ißt. Tatsächlich werden diese Kälber oft bei einem deutschen Mäster aufgezogen. Häufig geht die Reise dann aber weiter.


    Das alles liefert ein weiteres Argument für 3-Nutzungstiere, regionale Aufzucht von männlichen Milchviehkälbern und regionalem Fleischverzehr.

    Nicht, daß die dort aufgewachjsenen Tiere nicht auch einen schnellen, möglichst angst- und schmerzfreien Tod verdienen.

    Bis sich in solchen Ländern tierschutzmäßig in relevantem Ausmaß etwas tut, ist es wohl noch ein langer Weg.


    Auch Biomilchbetriebe liefern oft ihre Kälber an Viehhändler. Das ist noch eine zu bearbeitende Tabuzone.


    Ich bin für Bruderkuhprojekte.

    Herzlichen Glückwunsch!


    Zitze geschwollen?
    Mehr als die anderen? Würde ich im Auge behalten.

    Wir haben bei unseren Mutterkühen hin und wieder Euterentzündungen, die wir bisher mit 3-2x täglichem Ausmelken wegbekommen haben.

    Es gibt eine Untersuchung darüber: Bei Mutterkühen kommen fast genau so häufig Euterentzündungen vor wie bei Milchkühen, es bekommt nur meistens keiner mit.


    http://www.diss.fu-berlin.de/d…UDISS_thesis_000000000727


    Entweder die Entzündung heilt von alleine ab oder der Strich verödet.


    Erst wenn die Kun nur noch einen oder keinen gesunden Strich mehr hat, fällt das auf, weil das Kalb nicht wächst. Die Kuh wird geschlachtet. In den wenigsten Fällen wird es behandelt.

    In großemn Herden würde es - zumindest die ersten Tage- Bauer und Kuh eine riesen Stress bereiten, das nicht zahme Tier 3x täglich einzufangen und zu melken.


    Meine Erfahrung: Die Kälber meiden entzündete Striche, weil es der Kuh weh tut und sie tritt und/ oder weil die Milch nicht so süß ist wie gesunde Milch (sondern salziger).




    Aus Biestmilch kann übrigens prima Pfannkuchen ohne Eier machen, wegen des hohen Eiweiß- und Zuckergehaltes.

    Einfach mit Mehl (egal was für Mehl) vermischen bis ein nur leicht dickflüssiger Teig entsteht und in Butter Pfannkuchen daraus braten.


    Viel Erfolg bei Kalbung und Melken!


    Oft geht es am Geburtstag ganz gut (Oxitozinspiegel hoch, wirkt harmonisierend und lässt Milch einschießen) und wird in den 3 nächsten Tagen schwieriger. Insbesondere wenn das Kalb durchgehend bei der Mutter sein darf.


    Der eineAspekt ist das Milchaufhalten, so daß man immer nur wenig je Melkzeit herausbekommt

    Der andere das Treten der Kühe, die selbst den vertrauten Menschen als nur eines sehen: er ist nicht ihr Kalb. Schließlich würden Kühe ja auch in den seltensten Fällen eine andere Kuh bei sich trinken lassen, sei sie auch noch so befreundet oder ranghoch- es sei denn, es ist die eigene Tochter aus einem der Vorjahre.

    Der dritte Aspekt ist der Euterfüllstand: sowohl Kuh als auch Kalb lernen schnell, daß wir das Euter zu bestimmten zeiten lehren kommen. Schnell wird das dann noch vorher Familienintern erledigt,


    Deshalb gibt es bei der muttergebundenen Kälberaufzucht verschiedene Verfahren das Problem zu umschiffen:
    - Kalb darf nur zu bestimmten Zeiten bei der Mutter trinken, z.B. 2X täglich für kurze Zeit vor oder nach dem Melken, oder nur tagsüber.


    - Kalb wird vor den Melkzeiten kurzfristig (0,5-3h) getrennt. Wenn man es dann datzulässt möchte es trinken, der Mutter schiest die Milch ein und man teilt sich das Euter, oder man trennt das Kalb nach dem stimmulieren des Euters und dem Milcheinschießen für die zeit des Melkens nocheinmal kurz.


    - mehrere Kälber werden von einer Amme aufgezogen


    Es gibt aber auch Kühe, die garkein Problem damit haben, jemand anderem als ihrem Kalb das Euter freizustellen:

    Manche Kühe lassen wahllos alle Kälber bei sich trinken und qualifizieren sich damit als gute Ammen. Oft sind das die selben, die auch weniger Probleme beim Melken machen (in der Kugebundenen Kälberaufzucht).

    Die Schwarzbunten z.b. sind bei uns tendenziell kooperativer als das Rote Höhenvieh.


    Aber lernen können es alle Kühe.



    Viel Erfolg jedenfalls bei Kalbung und Melken!