Posts by atsridmasson

    Die Planung für die Kurse im Frühling ist fertig.


    Es werden wieder 2 Tageskurse im April angeboten:

    https://www.zugrinder.de/de/termine-veranstaltungen.html



    In Berlin findet er am Donnerstag den 12-4-18 auf der Domäne Dahlem statt:

    https://www.zugrinder.de/de/terminanzeiger/Zugrinder.html



    Am Samstag den 28.4.18 gibt es einen auf dem Auenhof in Pabstthum

    https://www.zugrinder.de/de/te…neuruppin-april-2018.html





    Beide kosten je weils120€ und sind auf Anfrage auch als Gutschein z.B. als Weihnachtsgeschenk zu haben.


    Sie unterscheiden sich durch den Standort:

    Der Berliner Kurs findet am Donnerstag statt, falls man ein Wochenende in der Stadt dranhängen möchte.


    Der Kurs auf dem Auenhof findet an einem Samstag statt. Dort ist ein Mittagsimbis im Preis inbegriffen.



    Inhaltlich unterscheiden sich die Kurse durch die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Teilnehmer, auf die bestmöglichst eingegangen wird.


    Bei den Kursen geht es darum, daß die Teilnehmer die Möglichkeiten der Nutzung kennenlernen und sich selbst am Rind ausprobieren können.

    Es werden die Grundlagen des Umgangs mit den Tieren besprochen und geübt und grundlegendes zur Arbeitssicherheit erklärt.


    Anschirren und führen wird erklärt und geübt und es wird etwas geackert.



    Ich freue mich auf Anmeldungen!


    Klar, Kehren vor der eigenen Haustür ist immer gut.

    Bisher die beste Lösung finde ich den Weideschuß, bei dem Tiere überhaupt nur in totem Zustand transportiert werden.

    Kommt bei uns wegen der Entfernung zum Schlachthof leider nicht in Frage, weil es eine zeitliche Begrenzung für den Transport des toten, aber nicht ausgenommenen Tieres gibt.


    Um Mißverständnisse zu vermeiden: das Halal Schlachten selbst finde ich höchstens graduell schlechter, zumal es mitlerweile auch Muslime gibt, die eine Betäubung vorher ok finden.

    Vor 2 Tagen gab es eine Doku über Tiertransporte und Schlachtungen im Fernsehen, der leider nicht in der Mediathek zu sehen ist. Ich muß sagen: nichts für schwach Nerven.


    https://www.zdf.de/dokumentati…e-tiertransporte-100.html


    Ich fahre selbst meine Tiere zum Schlachter und finde die mittlerweile 80km schon sehr weit (alle näheren Schlachter haben nach der vorletzten letzten EU-Verordnung leider aufgegeben). Das Auf und abladen mache ich selbst, nur sehr selten sehe ich dabei Angst bei meinen Tieren. Ich kenne Schlachtprozesse.

    Nach diesem Film konnte ich allerdings nicht schlafen.

    Nicht nur das Elend auf den bis zu 7000km weiten Transporten, auch die "Vorbereitungen" zu den Schlachtungen auf den Schlachthöfen bereiten mir immer noch Alpträume. Besonders die Bilder aus dem Libanon, aber auch aus der Türkei. Bevor die Rinder endlich getötet wurden, wurden ihnen die Fesselsehnen der Hinterbeine durchgeschnitten und die Augen ausgehackt, aus Tradition.

    Laut Autor Manfred Karremann sind das leider keine Einzelfälle.



    Oft trifft dies dieses Schicksal auch Bullenkälber von Milchviehbetrieben, die es sich nicht auszumästen lohnt. Ich habe mich schon immer gefragt, wer das ganze "Kalbfleisch" von den Millionen Milchviehkälbern, die regulär zum Viehhändler gehen eigentlich ißt. Tatsächlich werden diese Kälber oft bei einem deutschen Mäster aufgezogen. Häufig geht die Reise dann aber weiter.


    Das alles liefert ein weiteres Argument für 3-Nutzungstiere, regionale Aufzucht von männlichen Milchviehkälbern und regionalem Fleischverzehr.

    Nicht, daß die dort aufgewachjsenen Tiere nicht auch einen schnellen, möglichst angst- und schmerzfreien Tod verdienen.

    Bis sich in solchen Ländern tierschutzmäßig in relevantem Ausmaß etwas tut, ist es wohl noch ein langer Weg.


    Auch Biomilchbetriebe liefern oft ihre Kälber an Viehhändler. Das ist noch eine zu bearbeitende Tabuzone.


    Ich bin für Bruderkuhprojekte.

    Herzlichen Glückwunsch!


    Zitze geschwollen?
    Mehr als die anderen? Würde ich im Auge behalten.

    Wir haben bei unseren Mutterkühen hin und wieder Euterentzündungen, die wir bisher mit 3-2x täglichem Ausmelken wegbekommen haben.

    Es gibt eine Untersuchung darüber: Bei Mutterkühen kommen fast genau so häufig Euterentzündungen vor wie bei Milchkühen, es bekommt nur meistens keiner mit.


    http://www.diss.fu-berlin.de/d…UDISS_thesis_000000000727


    Entweder die Entzündung heilt von alleine ab oder der Strich verödet.


    Erst wenn die Kun nur noch einen oder keinen gesunden Strich mehr hat, fällt das auf, weil das Kalb nicht wächst. Die Kuh wird geschlachtet. In den wenigsten Fällen wird es behandelt.

    In großemn Herden würde es - zumindest die ersten Tage- Bauer und Kuh eine riesen Stress bereiten, das nicht zahme Tier 3x täglich einzufangen und zu melken.


    Meine Erfahrung: Die Kälber meiden entzündete Striche, weil es der Kuh weh tut und sie tritt und/ oder weil die Milch nicht so süß ist wie gesunde Milch (sondern salziger).




    Aus Biestmilch kann übrigens prima Pfannkuchen ohne Eier machen, wegen des hohen Eiweiß- und Zuckergehaltes.

    Einfach mit Mehl (egal was für Mehl) vermischen bis ein nur leicht dickflüssiger Teig entsteht und in Butter Pfannkuchen daraus braten.


    Viel Erfolg bei Kalbung und Melken!


    Oft geht es am Geburtstag ganz gut (Oxitozinspiegel hoch, wirkt harmonisierend und lässt Milch einschießen) und wird in den 3 nächsten Tagen schwieriger. Insbesondere wenn das Kalb durchgehend bei der Mutter sein darf.


    Der eineAspekt ist das Milchaufhalten, so daß man immer nur wenig je Melkzeit herausbekommt

    Der andere das Treten der Kühe, die selbst den vertrauten Menschen als nur eines sehen: er ist nicht ihr Kalb. Schließlich würden Kühe ja auch in den seltensten Fällen eine andere Kuh bei sich trinken lassen, sei sie auch noch so befreundet oder ranghoch- es sei denn, es ist die eigene Tochter aus einem der Vorjahre.

    Der dritte Aspekt ist der Euterfüllstand: sowohl Kuh als auch Kalb lernen schnell, daß wir das Euter zu bestimmten zeiten lehren kommen. Schnell wird das dann noch vorher Familienintern erledigt,


    Deshalb gibt es bei der muttergebundenen Kälberaufzucht verschiedene Verfahren das Problem zu umschiffen:
    - Kalb darf nur zu bestimmten Zeiten bei der Mutter trinken, z.B. 2X täglich für kurze Zeit vor oder nach dem Melken, oder nur tagsüber.


    - Kalb wird vor den Melkzeiten kurzfristig (0,5-3h) getrennt. Wenn man es dann datzulässt möchte es trinken, der Mutter schiest die Milch ein und man teilt sich das Euter, oder man trennt das Kalb nach dem stimmulieren des Euters und dem Milcheinschießen für die zeit des Melkens nocheinmal kurz.


    - mehrere Kälber werden von einer Amme aufgezogen


    Es gibt aber auch Kühe, die garkein Problem damit haben, jemand anderem als ihrem Kalb das Euter freizustellen:

    Manche Kühe lassen wahllos alle Kälber bei sich trinken und qualifizieren sich damit als gute Ammen. Oft sind das die selben, die auch weniger Probleme beim Melken machen (in der Kugebundenen Kälberaufzucht).

    Die Schwarzbunten z.b. sind bei uns tendenziell kooperativer als das Rote Höhenvieh.


    Aber lernen können es alle Kühe.



    Viel Erfolg jedenfalls bei Kalbung und Melken!

    DAs ist wahrscheinlich die angemessene Herangehensweise. Hier in Berlin, im Fokus aller Ämter, traue ich mich soetwas nicht.

    Ich habe mal ein paar Tage mit den Rindern an einem Projekt in einem anderen Staddteil teilgenommen, etwa 10k vom Stall entfernt. Tage später meldete siche in aufgelöstes Veterinäramt des Stadtteils, wie ich das ohne Anmeldung hätte tjun können. Sie hatten aus der Zeitung davonn erfahren und wollten rechtliche Schritte unternehmen. Nur durch die Beschwichtigungen unseres damaligen Amtsveterinärs (unseres Bezirkes) lies sich das gerade noch verhindern...

    Nachdem ich nun versucht habe, in meine Kurzen Leinen einen Augspleiss für die Snaps zu spleißen habe ich meine Meinung geändert und glaube nun auch, daß man Kletterseile nicht spleißen kann.


    Der Mantel ist so fest und unflexibel, daß ich auch mit Gewalt den Fid nicht durch den gefüllten Mantel bekommen habe.

    Auf den Bildern und auch auf den youtube-Filmchen sieht es so einfach aus.

    Das scheint aber alles viel lockereres Gewebe zu sein.


    Vielleicht habe ich auch nur ein besonders festes Kletterseil erworben.

    Sollte jemand andere Erfahrungen machen: ich bin gespannt.

    Bis dahin knote ich meine Kletterseile wieder.

    Jedes Tier ist anderes. Hast Du mal probiert, sie dabei etwas leckeres Fressen zu lassen (wie Snickers schreibt) oder sie zu bürsten?

    Wenn es ohne Bügel gut ist, brauchts Du ja keinen.

    Geduld ist gefragt und ruhiger, liebevoller aber bestimmter Umgang.

    Das es mal auf der einen, mal auf der anderen Seite besser geht ist auch normal.

    Danke für die Antworten.

    Hallo Eva, was machen Deine Jungochsen?

    Ja, genau, das hab ich dann auch gemerkt. Ich hatte mich damals für Hanf entschieden esrtmal nur einspännig. - Zuerst habe ich gedacht, daß es an meiner jeweiligen Tagesform liegt, daß sie mir mal zu kurz und dann wieder zu lang vorkamen. Wenn man hinter einem Gerät geht, ist man ja vielleicht manchmal mehr gebeugt und manchmal aufrechter.

    Als weiterer Nachteil von Hanf hat sich herausgestellt, daß sie sich leicht zwirbeln und dann vertüddeln, besonders im Nassen.


    Ich hatte in Pabstthum für den Wagen welche aus gebrauchtem Kletterseil. Ich benutze sie sehr gern bei Arbeiten, wenn ich nicht die ganz langen brauche. Sie halten ewig, liegen gut in der Hand, neigen überhauptnicht zum Vertüdeln, man kriegt Knoten sehr gut wieder auf und es macht nix wenn sie naß werden. AUßerdem sind sie gebraucht günstig und so stabil, daß man sie auch als Zugstränge benutzen kann.


    Ich hatte 10mm starke, die sind ein bisschen schwer. Jetzt probiere ich, ob ich etwas dünnere bekomme. Ich finde es garnicht schlecht, wenn sie ein bisschen etwas wiegen, das ist wohl Geschmacksache.

    Das mit dem Spleißen geht mit dem Hanf gut, mit den Kletterseilen ist es etwas komplizierter.


    Auf der Domäne habe ich für die Kutsche ganz normale Kreuzleinen aus Leder, das ist auch OK.


    Die Holzrücker haben ja auch meistens das Biothanezeug. Marieclaires Variante ist sicher das Professionellste.

    Mir ist es auch schon passiert, daß ich einen Tritt spontan mit einem Gegentritt gegen das "böse" Bein beantwortet habe. Das ist aber nur dann nicht total kontraproduktiv, wenn das Tier dadurch KEINE Angst bekommt, also nur bei einem sehr engen Vertrauensverhältnis und bei gleichzeitig nervenstarken Kühen. In allen anderen Fällen macht es die Kuh nur entweder nervöser oder zumindest abgeneigter, das Melken zu dulden.

    Abgesehen davon, daß Angst keine förderliche Stimmung fürs Lernen macht: Adrenalin ist der Gegenspieler von Oxytizin, Milch fließt dann keine mehr.

    Ehrlich gesagt habe ich mich meistens über meine Spontaneität (man könnte es auch Unbeherrschheit nennen) geärgert, denn nur in seltenen Fällen bringt das was.

    Kühe, die genau wissen, daß die Milch für ihr Kalb ist, und nicht mehr treten, weil sie wissen, daß mit Schmerzen geantwortet wírd, lernen bestensfalls, das Melken zu dulden und halten dann doch die Milch auf. Wenn dann noch Angst dazukommt, dauert es eher länger.

    Da finde ich den Schlagbügel besser, weil er sachlich bleibt. Bei richtig ängstlichen Kühen kann aber er auch zu Panik führen, wie in dem von Dir beschriebenen Fall. Tritte oder Schläge aber erst recht.

    Auch wenn die Tiere die erste Mal manchmal Probleme mit der Ballance haben: wenn sie sich dran gewöhnt haben, lassen sie die Milch kommen und käuen dabei wieder. Bei Tritten oder Schlägen ist das nicht denkbar.

    Dazu kommt die eigenen Stimmung, die sich überträgt: Verhindert der Bügel das treten, braucht man sich selbst weder aufregen noch fürchten und überträgt diese Gefühl auch nicht auf die Kuh. Wendet man selbst Gewalt an, wenn auch nur in einem Maße, in denen Kühe das auch tun- hat man selbst eher negative Gefühle die der eigene Geduld und Zuneigung dem Tier gegenüber abträglich sind.


    Ich versuche jede Seite bei jedem Melken auch mehrmals ohne Bügel, um der Kuh immer wieder die Chance zu geben.

    Ich finde auch den Schlagbügel (siehe einschlägige Landhandelkataloge) ein gutes Instrument, wenn es nicht anders geht. Er tut den Tieren nicht weh und sie können nicht treten.

    Guter Plan.

    Zu Melken würde ich am ersten Tag (nachdem das Kalb genug Biestmilch aufgenommen hat) beginnen.

    Da geht es meistens noch gut, weil der Oxitozinspiegel höher ist.

    Es kann trotzdem sein, daß sie ab dem 2. oder 3. Tag anfängt Dich wie ein fremdes Kalb wegzutreten oder vorsichtig mit dem Bein wegzuschubsen, je nach Charakter.

    Es kann auch sein, daß sie die Milch nicht kommen lässt, weil sie weiß, daß Du nicht das "richtige", nämlich ihr Kalb bist.


    Wir machen das auch manchmal so.

    Allerdings bereiten wir das nicht so gründlich vor, sondern fassen sie, wenn sie angebunden sind, nur ab und zu am EUter an. Wenn sie es sich gefallen lässt, "üben" wir nicht weiter.


    Erfahrungsgemäß klappt das alles bei Milchrassen besser.

    Unsere Niederungsviecher lassen die Milch besser kommen als unsere Roten, die die Milch für ihr Kalb auch besser verteidigen.


    Wenn Du mehr Milch willst, hilft es in den Nächten, nach denen Du morgens melken möchtest, das Kalb abzutrennen. Am besten so, daß Mutter und Kalb alles können außer Säugen. Da reicht ein kleines Extraabteil aus z.B Schafgattern im Laufstall, wo das Kalb gutes Heu bekommt.

    Dann lässt Du das Kalb morgens raus, es bekommt eine Zitze und Du den Rest.


    Viel Erfolg!