Beiträge von atsridmasson

    Bo, wie alt wurde der Schimmel? Und was war der Schlachtungsgrund?

    Wie alt würde ein Rind ohne "Nutzung"?


    Ich denke nicht, daß die Arthrosen von der "Nutzung" (Arbeit) kommen,.

    Und was wäre "natürlich"?


    Ochsen gäbe es in der Natur nicht.

    Wenn ein Wildrind alt wird (Kaffernbüffel z,B.), wird es gefressen.

    Entwerder, weil es nicht mehr schnell genug wegrennen kann von Raubtieren, oder von Innen von Parasiten (Viren, Bakterien).


    In dem Film "Old Partner" der Ochse soll ja 30 Jahre alt gewesen sein.

    Das würde ich persönlich nicht so weit kommen lassen.


    Wir fütternm die Tiere, weil sie sich in Gefangenschaft nicht selbst versorgen können.

    Ich nehme ihnen die Möglichkeit eines vergleichsweise schnellen (allerdings nicht angstfreien Todes) durch Raubtiere, dann fühle ich mich auch Verantwortlich für Ihren Tod und muß selbst entscheiden, wann es "an der Zeit ist".


    Es gibt auch Leute die sagen, daß man Menschen ja auch nicht erlöst, man Tiere also auch in Würde sterben lasssen kann.

    Das kann ich respektieren. Es wäre für mich und meine Tiere aber keine Option.

    Was zeigt denn das Bild? Kobe oder älterer Zugochse oder beides im Vergleich?


    Ich hatte bisher immer nur Kühe,

    Auf der Domäne z.Z.:

    Emma ist mit 11 z.Z. die älteste und fängt langsam mit Arthrose an, man merkt aber schon seid 2 Jahren, daß sie leistungsschwächer beim Ziehen wird, jetzt wird sie (mit KB) leider nicht mehr tragend. Sie hatte 8 Kälber (das letzte vor einem Jahr).

    Emilia, auch Rotes Höhenvieh (RHV) ist 9, hatte 7 Kälber, ist wieder tragend und läuft noch sehr gut

    Lilli, Schwarzbuntes Niederungsrind (DSN), ebenfalls 9 Jahre, 7 Kälber, läuft auch noch sauber (hatte als Kalb hinten einen Beinbruch, der gegibst wurde, bisher ohne Spätfolgen)

    Davor gab es Luci, ebenfalls (DSN), wurde 13 Jahre als mit 10 Kälbern, in den letzten 2 Jahren Arthrose, die war neben Euterproblemen auch der Hauptabgangsgrund.


    In Pabsthum sind die 4 Kühe 3- 6 Jahre alt, mit 1-3 Kälbern.


    Alle werden als Mutterkühe gehalten und nur zeitweise für Eigenbedarf oder bei Euterproblemen gemolken.


    Ochsen habe ich noch nie länger als bis 4 Jahre behalten, spätestens dann sind sie (meist als Zugochsen im weitesten Sinne) verkauft worden. Evas Lothar (DSN) war einer der ältesten, im Tierpark Warder gab es sein großer Bruder, der 9 oder 10 Jahre alt wurde, Arthrose war ebenfalls der Abgangsgrund.


    Die kürzere "Nutzungsdauer" ist leider einer der wenige Nachteile von Rindern gegenüber Pferden.

    Weil ich immer mal wieder drüber nachdenke, auch mal einen Ochsen zu behalten, mich aber abschreckt, daß sie oft eher als Kühe Gelenkprobleme bekommen und deshalb oft noch weniger alt werden, höre ich mich gerade mal um:
    Wie alt ist er geworden und waren die <knochen das Problem (oder eher der Kopf?)

    Das Video ist nun wahrscheinlich zu lang geworden,

    Quatsch, Ochsenfilme können garnicht zu lang werden.


    Zitat


    leider wird er bergrunter gern etwas schneller

    MAcht er das nur Bergrunter oder auch sonst bei schwerer Arbeit? Junge und /oder temperamentvolle Tiere versuchen manchmal, die schwere Arbeit schnell hinter sich zu bringen.

    Bei meinen Kühen ist das oft die ersten 1 oder 2 Jahre eine Tendenz. Sie lernen beim Arbeiten mit der Zeit von alleine, daß langsameres Arbeiten auch Vorteiel hat (ich muß das auch noch lernen).

    Zum zweipännigen Aufhalten bei Rindern hat sich schon manch eine/r das Hirn zermartert. Wenn es da mal eine gute Lösung gäbe, das wäre schön.

    Nach diversen Versuchen sind wir (immer nur im Flachland ungterwegs) auch zum "Aufhalten mit dem Hinterkopf" (Halsband) zurückgekehrt- aber weiterhin unzufrieden.

    Hier der Link zum Koloman Video,


    mit Brustscheid, aber trotzdem übers Halsband



    Den TTouch fand ich auch immer albern. Jetzt habe ich ihn aber an einem scheuen Kalb tatsächlich probiert und anschließend daraus übernommen, bei scheuen Tieren nur kurz zu kraulen oder bürsten und mioch abwechselnd kurz zurück zu ziehen Sie können sich in den sehr kurzen Pausen zwischen durch wieder entspannen und darüber nachdenken, ob sie das Kraulen nur gruselig oder auch gut fanden, Ich kraule/bürste aber länger am Stück- Im Grunde ist das der Rythmus, wie ihn die Rinderzunge beim gegenseitigen Pflegen macht.

    Schön die beiden, brav und niedlich und trotzdem stolz!


    Wie sind sie vom Charakter? Kannst Du bestätigen dass Steppenrinder schnell und temperamentvoll sind? Auf dem Video wo sie wenden wirken sie eher bedächtig,oder sogar nachdenklich... schlau sehen sie aus!

    Danke für den spannenden Beitrag.

    Wenn mit den sensiblen Hochebenen schonend umgegangen wird, sie nicht mit riesigen Herden überweidet werden oder mit ertragreicheren Pflanzen "verbessert" werden, um dei großen Herden zu ernähren, ist das allemal besser als Feedlots mit Hochleistungsrassen und Menschennahrung als Futter vom Acker.

    Danke für den Link!

    melkende Herde ist wirklich milchbetont.

    Ich kenne eine Züchterin, die "nur" Gelbvieh Mutterkühe hält, die sehen deutlich schwerer und fleischiger aus.

    Es ist immer wieder erstaunlich, daß das genetische Spektrum bei den alten Rassen trotz der oft nur noch kleinen Populationen noch sehr breit ist.

    - Gute regionale Produkte gibts auch in der Stadt, z.B. auf Wochenmärkten, dirdekt vom Anbieter


    "Da müssen dann auch internationale Problemlösungen her"


    Das sehe ich etwas anders. Gerade die Konzentration von bestimmten Dingen hat manche der Probleme begünstigt. Dezentrale, individuelle Lösungen könnten auch helfen



    - Gerade durch das regionale, handwerkliche Verarbeiten von/ für Direktvermarkter ebntstehen Arbeitsplätze: in Käsereien, Schlachtereien...

    "Der Konsum von Rindfleisch könne den Klimawandel am Ende sogar bremsen."



    Das ist natürlich auch quatsch.


    Wie immer geht es um MAß halten und um Diversität.


    Das ist natürlich auch alles nichts Neues, auch die Sache mit dem Kleegras und der Kreislaufwirtschaft.


    Deshalb ist es aber nicht weniger wahr.


    Dezentrale Nischennutzung, wie z.B. eine kleine Nebenerwerbs Rinderherde einer 3-Nutzungsrasse, die ansonsten nicht nutzbares Weideland in den Bergen als solches erhält und dabei noch mit Milch und Fleisch (und ggf. sogar Zugkraft!) zur Nahrungsmittelproduktion beitragen, klingt das erstmal ineffizient, romantisiert und kleinkrämerisch.


    Wenn diese Tiere dann regional und handwerklich geschlachtet und vermarktet werden und dabei Arbeitsplätze in ländlichen Gegenden schaffen, wenn die Menschen dort dann etwas teurer dieses Fleisch kaufen, weil sie Halter und Tiere kennen, es auch mehr zu schätzen wissen und vielleicht sogar dann insgesamt weniger Fleisch essen, ist das als Paket global gesehen sicherlich nicht so schlecht.


    Im Vergleich dazu sind Feedlots mit reiner Mais und Soja Fütterung vielleicht effizienter, wenn man nur die benötigten Kilogramm Futter für 1kg Fleisch und den dazugehörigen Methanausstoß anschaut.


    Abgesehen davon, daß man damit aber Äpfel (Soja & Mais von Ackerböden) mit Birnen (Gras von Grenzstandorten) vergleicht, wird das Problem so insgesamt zu einseitig bewertet.


    Das gerade fand ich an dem Text dem Marieclaire gelinkt hat so gut, daß die Komplexität dargestellt wird.


    Tolle Zusammenfassung zu dem Thema, ich bin begeistert!


    Man könnte noch 10 weiter Seiten dazu schreiben. Zum Beispiel könnte man bei dem Punkt über die Rolle der Wiederkäuer in landwirtschaftlichen Betrieben mehr ins Detail gehen:.


    Stickstoff ist einer der wichtigsten Pflanzennährstoffe und wird auf konventionellen Betrieben in synthetischer Form auf den Acker gebracht. Dieser sythetische Stickstoff wurde mit hohem Energieaufwand aus der Luft gewonnen, in der er massenhaft vorhanden ist.


    Klee, Luzerne und andere Schmetterlingsblüter können in Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien den Stickstoff aus der Luft ganz natürlich in pflanzenverfügbaren Stickstoff umwandeln. Der Stickstoff kann, einmal im Boden, auch anderen Pflanzen als Nahrung dienen.


    Auf Dauergrünland braucht deshalb das Gras nicht sythetisch gedüngt werden, wenn auf der Weide auch viel Klee wächst.

    Auf Ackerbaubetrieben, die in ihrer Fruchtfolge Klee und Luzerne als Ackerfutter für z.B. Rinder anbauen, steigt die Fruchtbarkeit durch deise Maßnahmeebenfalls. Die meisten Biobetriebe nutzen diese Möglichkeiot durch mehrjähriges Kleegrasgem. Nach einige Jahren, indenen diese Mischung Kühen, Schafen oder Ziegen als Futter gedient hat, wird der Acker wieder umgebrochen und der Stickstoff kann so der nächsten Kultur wie Weizen, Kartoffeln oder auch Gemüse als Nahrung dienen. MehrjährigesnKleegras steigert auch de Humusgehalt (CO2 Senke) des Ackerbodens und macht ihn so fruchtbarer und resilienter.


    Ohne die Nutztiere, die Klee und Gras in Fleisch, Milch usw umwandeln, machen diese Klee und Luzerne kaum wirtschaflichen Sinn in der Fruchtfolge und belegen wertvolle Flächen. Und ohne den Dung und "Bis und Tritt" des Viehs, gedeihen Klee und Luzerne auf Dauer nicht so gut wie unter ihrer natürlichen Nutzung.


    Dieses Problem ist Bioackerbauern ohne Vieh gut bekannt. Dort beginnt man, das Kleegrasgemenge abzumähen und auf Ackerboden auszubringen um es direkt als Dünger und Humusspender zu nutzen. Dort oder am Feldrand muß es jedoch ersteinmal "ausgasen", weil beim Abbau der organischen Substanz was entsteht? Unter Anderem Methan. Und zwar ohne, daß es durch einen Wiederkäuermagen gegangen wäre.


    Bilanz:

    Der wichtigste Pflanzennährstoff Stickstoff kann entweder sythetisch unter hohem Energieaufwand aus der Luft gewonnen werden.

    Oder er kommt auf natürliche Art über Schmetterlingsblüter wie Klee in den Boden. Diese Pflanzen können dann entweder sinnvoll als Futter für Wiederkäuer verwendet werden, bei deren Verdauung dann Methan entsteht.

    Oder die Pflanzen werden als Mulchmaterial und Dünger auf den Boden gestreut, wobei sie ebenfalls Methan bilden. Ohne daß daraus zwischendurch Fleisch, Milch und zusätzlich Mist entstanden wäre.


    Das wäre nur ein weitere Punkt der mir zu diesem komplexen thema einfällt.


    Diese sogenannte Kreislaufwirtschaft mit Ackerpflanzen und Vieh ahmt die natürliche Rolle von Grasfressern auch auf dem Acker nach.

    Und dann waren wir wieder bei Eamonn, einem der Zugrinderinfizierten Iren.

    Er war auch beim Zugrindertreffen auf dem Hödlgut dieses Jahr dabei.

    Eamonn hat früher mit Pferden (Clydesdale) gearbeitet und in Irland häufig Pflugwettbewerbe mit Pferden gewonnen.

    Auf Rinder ist er umgestiegen, weil sie so schön stetig und entspannt gehen und sich, wenn sie etwas einmal kennen, nicht mehr davor erschrecken.

    Auf seiner kleinen Bio-Farm haben wir uns seine neuesten Errungenschaften für den Gemüse- und Kartoffelanbau mit Zugrindern angesehen.

    Zum Beispiel diese 2 Reihige, einspännige Dammwalze zur Unkrautbekämpfung im Keimstadium und zum Klutenzerkleinern. Auf seinem schweren (aber sehr flachgründigen) Böden ist sie sehr nützlich.

    Diese Kartoffeln unten hat er einspännig gelegt- alleine, mit Leinen.

    Das Legegerät war leider unfotografierbar im Schuppen eingebaut. Jedenfalls ist es ein schweres, halbautomatisches Gerät, welches meine kleineren Höhenviehkühe auf Dauer nur mit vielen Pausen einspännig gezogen hätten. Emaonn sagt aber, es sei sehr gut ausbalanciert und mit den großen Rädern leicht zu ziehen.

    Seine Hereford- Frisienkreuzungskuh hat das geschafft. Eine sehr große, nicht zu schwere, harmonische Kuh, die sowohl gutmütig und ruhig als auch fleißig und stark ist. Die Kuh wird zusammen mit 1-2 weiteren Milchkühen von Hand gemolken. Die Milch wird als Rohmilch ab Hof vermarktet- und natürlich selbst getrunken




    Ansonsten gab es natürlich die üblichen HAcken (vorne) und Häüfelpflüge (hinten), die auch bei uns üblich sind.


    Die Schare aller Pflüge, auch der Häufelpflüge, sind in Irlland (und England) wegen der schweren und häufig nassen Böden länger.

    Nahe Galway, Irland auf einer agricultural show:

    Noch während der Bewertung wird den Färsen mit Glitzerspray und Bürste der letzte Schliff verliehen.

    Gewählt wurde hier die schönste Kreuzungsfärse. Die Färse im Bild hat gewonnen, das Glitzerspray hat sich bewährt.z





    Geführt wird mit Nasenzange und Strickhalfter




    Die Gerten haben eine Spitze am Ende und einen seitlichen Haken kiurz vor dem Ende.

    Damit kann man die Füße z.B. noch kitzeln, damit sie umgesetzt werden, oder auch das Halfter von Weitem einhaken.