Posts by Natascha

    Bekommen sie denn Klocken fuer den Abtrieb? Wie Kinder in den Sommerferien wollen sie bestimmt erst gar nicht wieder nach Hause kommen. Wunderschoene Bilder. Beneidenswert.

    [Blocked Image: http://i1281.photobucket.com/albums/a510/BC_Buttercup/Gauvieh-crossbullcalfCapri_August04_2013_14_zps81bd7fe2.jpg]


    Hier ist ein Beispiel eines Stierkalbes welches im Alter von 4 Wochen mit Burdizzo kastriert wurde (der stehende braunen Burschen). Das ist mein nun 3-jähriger Braunvieh-Tarentaise Ochse "Gingerbread Man". Im Bezug zur Muskulatur fehlt ihm nichts. Es hängt wahrscheinlich sehr von der Rasse ab, ob man sich für frühes oder spätes Kastrieren entscheiden soll.


    Ein Nachteil des späten Kastrierens ist, natürlich, der Einfluss des Testosterons auf das Gemüht des Tieres. Der kleine Schwarze im Vordergrund ist mein un-kastriertes 7-Monate altes Braunvieh-Grauvieh Stierkalb. Ich wollte das mal ausprobieren. Trotz recht viel Erfahrung mit Rindern und deren Anlernung war dieser Kerl mit 4 Monaten kaum mehr zu bändigen und kaum mehr lernfähig, da er nur Kräfte messen wollte. Natürlich hat es nicht geholfen, daß die Nachbarin (ohne meines Wissens) den Kleinen durch den Zaun zum Spielen aufforderte, indem sie ihm ständig die Stirn streichelte. Dennoch wäre das mit einem kastrierten Kalb wahrscheinlich nicht passiert.


    Natürlich fallen alle Kälber anders aus, da alle ihre eigene Persönlichkeit haben, aber mein Braunvieh-Grauvieh vom letzen Jahr (selbe Eltern) war im Gegensatz zu seinem Vollbruder von diesem Jahr total verschmused und ganz leicht anzulernen. Ihn hatte ich auch im alter von 4 Wochen kastrieren lassen.

    Im Englisch-sprechenden Ländern wird zur Klauenpflege, z.B, immer als "Hoof Care" und "Hoof Trimming" hingewiesen. Also in Kanada, den USA, und in England (und wahrscheinlich Australia/New Zealand auch) haben Kühe also Hufe. Im Bezug zur einzelnen Klaue oder Digit wird dann hier schon einmal von einer "Claw" gesprochen, aber generel haben Kühe hier keine "Claws", da dieses Wort für die Krallen der Katzen und Hunde reserviert ist.


    Vielleicht ist der Roman vom Englischen Übersetzt?

    Vor allem in größeren Betrieben ist es oftmals wirtschaftlicher die Kälber zu füttern als die Mütter zu füttern damit sie Milch maken können. Hier in Kanada werden Kälber um die 6 Monate alt entwöhnt um den Müttern genug Zeit zu geben körperlich in guter Kondition für den Winter zu sein, da Fleischvieh hier draußen gewintert wird.


    Wir selber haben verschiedene Gründe manchmal Kälber frühzeitig anzusetzen. Oft möchten wir die Milch für uns selber verwenden. Andere male geht es darum die Kuh für Winter in guter Kondition zu haben. Absetzen des Kalbes ist manchmal aus gesuntheitlichen Gründen für die Mutter notwendig, da nicht immer alles Bilderbuch-perfekt mit Kühen über die Bühne geht. Das sind ein paar der Gründe aus eigener Erfahrung.


    Unsere Nachbarin hat eine Milchkuh die ihr Kalb nicht selber anstößt und in diesem Fall die Gefahr besteht, daß ihr neues Kalb kein Kolostrum bekommt.

    Plastik Nasenzwicker haben wir letztes Jahr mit gemischtem Erfolg benutzt. Eines der zwei Kälber saugte trotz Nasenzwicker. Stacheln nach außen gedreht war die Mutter dem pieksen gegenüber zu tolerant. Stacheln nach innen gedeht hat das Kalb den Nasenzwicker per Kopfwurf hochgeklappt und dann gesaugt. Manchmal hat er die Zitze auch durch den Nasenzwicker durchgefädelt und dann gesaugt.


    Die Mutter des anderen Kalbes hat energisch ausgetreten als sie gepiekst wurde und dem Kalb keine Möglichkeit zum experimentieren gegeben.


    Persönlich finde ich es eine sehr gute Idee. Kuh und Kalb per Weidezaun zu trennen ist bei uns jedes Mal eine Katastrophe. 24-stündiges Brüllen, ununterbrochen, für mehrere Tage. Daß sich die zwei sehen können und nebeneinander stehen/liegen können besänftigt unsere Kühe/Kälber überhaupt nicht. Die wissen ganz genau, daß sie getrennt sind. Daß sie sich sehen können ändert diese Tatsache nicht, und das wissen die.


    Mit dem Nasenzwicker ist es weniger emotional. Die Kuh denkt (meine Interpretation) "mein Kalb hat keine Lust zum trinken"; das Kalb denk: "ich komme mit dem Ding nicht an die Zitzen dran". Das jegweilige Problem für Kuh und Kalb ist recht klein und führt nicht zum totalen emotionalen Zusammenbruch.


    Obwohl wir mit einem Kalb keinen Erfolg hatten, so würde ich diese Alternative trotzdem empfehlen und selber wieder benutzen.


    [Blocked Image: http://i1281.photobucket.com/albums/a510/BC_Buttercup/Arcus3Monatealt_2_zps37f246a3.jpg]

    Ja, bei uns jagen auch die Kühe die Hunde. Wir halten unsere Kühe mit den Schafen auf der Sommerweide um den Schafen etwas Schutz vor Hunden zu bieten. Ich denke, daß ein Hund abgerichtet sein muß um effective zum Rindertreiben eingesetzt zu werden, da sich Rinder im allgemeinen Hunden gegenüber recht aggressiv verhalten. Natürlich gibt es immer wieder Hunde die die Rinder ankläffen und anrennen (oft aus Angst) und Hunde die nicht zum Treiben oder Hüten benutzt werden, müssen lernen das Vieh in Ruhe zu lassen. Rinder und Hunde können auf jeden Fall friedvoll zusammenleben, wenn sie sich ersteinmal kennen.


    Selber Mögen wir die Hunde um das Vieh allerdings nicht und werden uns keinen neuen Hund hohlen, da die Hunde Clostridia Bakterien im Kot absetzen und damit Weiden infizieren. Wir müssen unser Vieh jedes Jahr zum Schutz impfen.

    :thumbup:


    Allerdings hat sich Hödlgut nun für Gusti und Larissa entschieden und muß daraus das Beste machen. Selber habe ich die Erfahrung gemacht, daß zwei unproductive Kühe in der Haltung (zum Zweck als Arbeitsgrinder) manchmal billiger sind als mit denen noch zusätzlich Babies zu machen. Trächtigkeit, Laktation und Kälber geht ganz schön ins Futter, und diese zusätzlichen Kosten können nicht immer mit dem Verkauf der Kälber beglichen werden. Die zusätzliche Arbeit und Stress ist auch nicht zu unterschätzen ... obwohl ich, natürlich, total für die Dreinutzung bin. Praktisch kann ich das aber auch nicht immer bewälltigen.

    Wirklich? Das wußte ich nicht. In Kanada wird der Begriff Kastration fast ausschließlich zur Beschreibung der männlichen Kastration verwended und "Spaying" für die weibliche Kastration. Allerdings war mir ein Deutsches Wort für "Spaying" unbekannt. Ich hätte wahrscheinlich gleich "Ovarektomie" (Ovariectomy) verwenden sollen.


    Angeblich nehmen kastrierte Kühe, im vergleich zu unkastrierten Kühen, an Gewicht zu. Da dieser Eingriff hauptsächlich in Mastbetrieben angewendet wird, kann es sich nicht nur um Gewichtszunahme durch Verfettung handeln. Eigene Erfahrung habe ich mit Ovarektomie in Kühen allerdings nicht, habe es mir aber schon mal durch den Kopf gehen lassen.

    Anstelle eines Links, wie kann ich YouTube videos denn in den Text einführen? Ich habe den ""YouTube" Funktion im Editor versucht ... hat aber nicht geklapt. ?(

    WUNDERSCHÖN. Ich hoffe, alles wird prima klappen.


    Falls Brünstigkeit, Schwangerschaft, Kälber, und all diese schönen Dinge dann doch mehr ein Probem werden und nicht einen Nutzen darstellen, kann der Tierarzt Deine Damen mit einer kleinen Operation, die die Eierstöcke entfernt, sterilisieren. Als Arbeitsrinder könnte dieser Eingriff der Gusti und Larissa auch körperlich zum Vorteil werden.

    Im Bezug zu den Aufnahmen, welches ich erwähnte, handelt es sich um fotografische Abbildunges und Begleittext zur Arbeitsleistung des Schweizer Braunviehs, sowie Ergebnisse der damaligen Zugleistungsprüfungen, welche im dem Buch "Das Schweizerische Braunvieh" verfaßt sind. Dieses Buch wurde von W. Engeler im Auftrag des Schweizerischem Braunviehzuchtverbandes zusammengestellt und erschien in 1947. Eine Wiederauflage ist mir unbekannt.


    Das Material ist also nicht mein eigenes und ich kann es angesichts nicht ohne weiteres zur verfügung stellen. Jedoch ist es geschichtlich von größtem Wert und sollte in Ihre Sammlung mitaufgenommen werden. Wegen Datenschutz und Urheberrechte bin ich mir aber nicht sicher ob dieses Material ohne weiteres in Ihre Datenbank mitaufgenommen werden könnte, oder ob Erlaubnis vom Fotograf,Autor, Zuchtverband, oder Verlag bezogen werden müßen. Copyright ist begrenzt und wird, zu meinem Wissen,nach 50 Jahren aufgehoben wenn es vom Urheber nich mit Wiederverwendung oder Wiederausgabe erneuert wird. Jedoch haben Sie wahrscheinlich mehr Wissen darüber, weswegen ich fragte.


    Das Material ist sehr interessant und war für mich selber sehr aufschlußreich, vor allem im Bezug der Nutzung von Kühen und Bullen als Zugrinder, was den meisten Menschen heutzutage sehr wahrscheinlich völlig unbekannt ist.


    Die 9 Fotografien sind von guter Qualität und zeigen sehr viel Detail.

    Erst jetzt habe ich mir die Zeit genommen die Webseite des Herrn Claus Kropp anzuschauen, und finde das Projekt sehr wichtig zur Erhaltung was einst Alltag war, aber nun total in Vergessenheit geraten ist. Was für eine ganz tolle Aufgabe, sich das in Angriff zu nehmen. Viele werden eines Tages für diese Fleißarbeit sehr dankbar sein. Das Material welches der Herr Kropp so weit schon zusammengetragen hat ist erstaunlich und sehr interressant.


    Ich könnte durchaus etwas dazusteuern, allerdings beschäftigen sich die historischen Aufnahmen mit Rinderanspannung in der Schweiz. Vielleicht wäre dies trotzdem von Interesse, da Rinderanspannung in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz doch recht ähnlich war ? Wie ist es denn mit dem Datenschutz und Urheberrecht mit solchen Aufnahmen?


    Mitglieder der Arbeitsgruppe Rinderanspannung sind für diese Quelle sehr dankbar.

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    Im Übrigen wurde das Thema auch schon hier diskutiert: [...]

    Ja ... ok ... wollte hier nur meinen Erfahrung beitragen

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    Alle Rinderrassen haben Geschlechtsdimorphismus (der muss sich nur nicht unbedingt in der Fellfarbe widerspiegeln)

    Ja ... natürlich ... wollte hier nur versuchen einen Vergleich anzuregen und mein Kommentar bezog sich hauptsächlich auf den farblichen Unterschied zwischen den Geschlechten, welcher NICHT in allen Rassen vorkommt.

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    die örtliche Betäubung zum Kastrieren wird nicht in den Hoden injiziert

    Entschuldigung. Meine unpräzise Erläuterung lag wohl daran, daß mir gewisse Deutschkentnisse fehlen. Danke für Deine Verbesserung.