Posts by Eva

    Das mit den Brustscheit hab ich ausprobiert und war gar nicht begeistert. War immer im Weg für die Jungs von der Höhe her. Für Pferde kann ich mir das vorstellen, weil die ihren Kopf höher tragen können. Da ist Wurst ob Deichsel länger oder nicht.

    Das Hintergeschirr sitzt definitiv zu niedrig. Wollte es nicht kürzen vor nächstem Jahr. Wachsen ja noch rein und Bremsen keine Lasten.

    Beide sind total unterschiedlich. Milan lernt schnell und ist schnell. Auch wenn wir jeden Tag unterwegs ist. Erst stellt aber auch in Frage. Hat ganz viel Spaß an der Arbeit. Naja und Max ist genau das Gegenteil. Wäre viel lieber viel langsamer unterwegs und braucht ewig was zu lernen. Hat er es aber gelernt dann sitzt es. Also kann ich deine Frage nicht beantworten....

    Hallo
    ab wie viel Jahren kann ich einen Ochsen bedenkenlos zur täglichen Arbeit heranziehen ohne seinem Körper zu schaden und ohne verfrüht Abnutzungserscheinungen hervorzurufen?
    Oder wie in meinem Fall: ab wann kann ich meine Kälbchen bedenkenlos täglich mehrere Stunden die 850kg schwere, mit Autoreifen versehene Kutsche durch hügeliges Gelände auf Wald und Teerstrassen ziehen lassen?
    Gibt es da Anhaltspunkte?
    Und nicht dass mich jemand falsch versteht: natürlich mein ich nicht von jetzt auf plötzlich, sondern nach genug Muskelaufbau und Vortraining...
    Eva

    Sie waren 3 Monate alt und noch in Ungarn, als sie kastriert worden sind. Habe die Sequenz über die Kastration extra rausgenommen, weil auf eine Art und Weise gemacht wurde, die in Deutschland verboten ist.
    Wir waren jetzt 2 Monate zusammen auf Reisen. Da habe ich nur wenig mit ihnen zu zweit gemacht, sondern es ging eigentlich nur darum zu lernen neben der Kutsche zu laufen und dort in jeglicher Situation cool zu bleiben. Und Füsse zu geben für die Schuhe. Das haben beide mit Bravour gemeistert. Jetzt können wir auch auf die Linksabbiegerspur gehen oder auf Bundesstrassen, oder Fussgängerzonen....

    Tag 40 Transport, aber erst um Mitternacht. Da Gewitter aufzieht
    führe ich sie erst um 11 im Dunkeln an den abgesprochenen Platz. Beide
    laufen mir im Stockdunkeln sehr vertrauensvoll hinterher und fangen
    unter den Bäumen gleich an zu grasen. Da der Transporteur so spät kam,
    hab ich mich nicht getraut das Verladen mit Zeit zu machen. Ich nahm
    Milan, Bela den Max. Milan war eigentlich interessiert, doch hat dann
    bei der Klappe Widerstand geleistet. Zusammen haben wir ihn
    einigermassen hoch bekommen und ab dem Moment wo er oben war, war er
    ruhig. Max hingegen hat sich mit aller Kraft gewehrt und war dann auch
    im Hänger unruhig. Los gings.
    Tag 41 Sie sind gestresst aber heil
    (Max gar ohne Halfter) nach 15stündigem Transport angekommen und werden
    im Stall eingesperrt. Sie machten einen vitalen und interessierten
    Eindruck und habe es als selbstverständlich genommen, dass ich dann auch
    kam. Nur an der Gesichtsphysiognomie hat man gesehen, dass sie
    gestresst waren. Ich steichle sie, gebe ihnen die Milch und bin da,
    lasse sie aber in Ruhe.
    Tag 42 Nachmittags nehm ich die Kälbchen
    kurz raus und lauf mit ihnen vor dem Hof auf dem Platz. Halt geht nicht,
    dafür sind sie zu aufgeregt, aber sonst gehts sehr gut dafür, dass
    alles so neu ist. Danach mache ich die Stalltür auf und lasse sie zu
    Lotte und Paula auf die Wiese. Obwohl sie nicht mal halb so alt sind wie
    die beiden, jagen sie die zwei grossen Rinder über die Wiese. Sind sehr
    sehr selbstbewusst obwohl das Gesicht noch angespannt wirkt.
    Tag 43 ich fahr weg und lauf dann 1 1/2 Tage mit Lothar zu ihnen.
    Tag
    44 Lothar kommt an. Zuerst lass ich sie über den Zaun beschnüffeln,
    doch dann tu ich sie schon zusammen, da es draussen so heiss. ist.
    Lothar geht gleich fressen und interessiert sich gar nicht. MuM
    schnüffeln und riskieren dafür fast einen Tritt. Das Flaschegeben
    interessiert ihn dann doch so, dass er näher kommt und auch schlecken
    will.
    Tag 45
    Eigentlich hatte ich vor sie heute nur sich
    kennenlernen zu lassen, doch tut sich da so wenig, dass ich doch gleich
    ins Training gehe. Die Kutsche ist leergeräumt und Lothar wird
    davorgespannt. Milan wird rechts und Max links von ihm angeleint und los
    gehts. Stress für MuM. sie laufen eher nach vorne und ziehen
    kontinuierlich nach vorne.
    Es stellt sich heraus, dass das Gespann
    so zu breit für die Strasse ist. Um nicht mit Stress aufzuhören laufe
    ich danach nur mit MuM die selbe Strecke, also einmal um den Hof herum.
    Dafür, dass da ja so viel Neues steht sind sie entspannt.
    Abends
    probiere ich Max hinter Milan an die rechte Seite der Kutsche zu binden
    und laufe den Berg hoch und wieder runter. Milan wirkt schon entspannt
    und zieht nicht mehr nach vorne, Max hingegen (da er allein hinten ist?)
    zieht extrem nach vorne. Auch nicht zufriedenstellend
    Tag 46.
    Also
    binde ich heute beide hinten an. Das hab ich bisher abgelehnt, da sie
    sich da so wenig von Lothar abschauen können und ich wenig Einfluss auf
    sie haben kann. Doch das funktioniert einwandfrei. Kein Geziehe, Stress
    o.ä. Von hinten kommt sogar ein Auto, doch dem weichen sie gut zur Seite
    aus. Führstricke sind zu lang, einer kann immer die Kutsche überholen
    und zieht dann wieder nach vorne. Da sie mit Kälberstrick miteinander
    verbunden sind kann dies immer nur einer tun und so sind sie glatt
    voneinander angepisst weil jeder eigentlich auf seiner Seite nach vorne
    kucken will. Wir laufen bis zur Sonne und wieder zurück. Ein schöner
    Ausflug
    Tag 47 Heut laufen wir die grosse Schillingerbergrunde, also 2
    h. Max macht dazwischen auch mal schlapp, wenn Lothar zu schnell wird
    und lässt sich ziehen. Blöd. Aber solange er langsam läuft ist alles
    gut. Ein weiteres Auto kommt von hinten wirkt sich aber nicht stressvoll
    aus. Sehr gut. hab den Eindruck, dass es ihnen hinten sogar schon
    langweilig wird, weil sie nicht so viel kucken können, dabei ist ja noch
    nicht mal die Plane drauf. Füsse heben klappt ganz gut. Ich glaub ich
    hab jetzt endlich den Punkt gefunden, von dem Daniel gesprochen hat, wo
    alle Muskeln entspannt sind. Damit werd ich jetzt mal weiterüben. Vorne
    geht sehr gut. Klauen laufen sich schon ab. Muss Material besorgen...



    Tag47
    Das mit dem Entspannungspunkt bei den Hinterbeinen ist der Schlüssel für das Vorrankommen beim Beineheben Hinten. Das bedeutet keinen Stress für sie und so konnte ich heute die Hinterbeine schon nach hinten wegbiegen. Wie lange habe ich gebraucht um das zu lernen!!!
    Heute hatte ich die Plane auf der Kutsche doch MuM hat das nicht gestresst. Max lässt sich ziehen, wenns ihm zu schnell wird. In der Hinsicht ist es sehr gut, dass Lothar grad nicht so schnell läuft.
    Nachmittags sind wir noch mit Pferd dem Sulki und allen Kindern und MuM im Joch auf Tour gegangen. Es war Güllenachmittag so kamen ständig Traktoren von vorne und von hinten. Beim ersten standen wir, das war kein Problem, beim zweiten liefen wir und das hat v.a. Max nicht gefallen. Es kamen noch Autos und Roller, doch wenn wir standen hats gut funktioniert. Wir sind hinter der Pferdekutsche gelaufen so waren sie langsam . Auf dem Rückweg kam Wind auf, starker Wind und alle waren durch: Kinder, Kälbchen, Pferd. Da war nur noch Druck Richtung nach Hause. Ab dem Moment wo wir im Wald gewesen waren war wieder alles entspannt und ruhig.
    Ich finde die beiden haben auf alle neuen Situationen super reagiert, sind eine weiter Strecke auch ruhig geblieben und bei den Traktoren. Nicht alles lief glatt aber bin zufrieden.



    ohoh....nach Tag 47 wurde Eva zu faul zum Aufschreiben...

    Tag 34:
    Diesmal gleich am Anfang das Füsse heben. Bei beiden war bei zweien der Füsse der Impuls des Entlastens sofort da.
    Wieder mit Joch losgezogen, und musste ich Milan ständig auffordern, weil er sich immer hinter Max zurückfallen lies. Meistens hat dies aber allein mit der Stimme geklappt. Den Anfang des Dorfes kannten sie ja schon und die Strasse und waren schön ruhig. Dann hab ich einen grossen Fehler gemacht, weil ich nicht weiter nachgedacht habe. Ich lief also ins Dorf rein und auf einmal waren da zwei grosse Hunde hinterm Zaun die wahnsinnig gebellt haben. Das war zuviel für die beiden. V.a. für Milan, auf dessen Seite sie bellten. Schritt für Schritt hab ich ihn weiter gebracht, doch auf einmal wars vielzuviel und er hat versucht, ja was, umzudrehen? wegzulaufen?. Hatte nur Max am Halfter (auch ein Fehler im Nachhinein, bei neuen Orten besser beide am Halfter) und so hat Milan es geschafft sich heillos einzudrehen im Joch und im Kälberstrick bis er schliesslich in gegengesetzte Richtung zeigte wie Max. Und ziehend ziehend, so dass ich ihn wirklich fast nicht mehr halten konnte. In der ganzen Situation haben die Hunde natürlich weiter und weiter aggressiv gebellt, so dass es keine Entspannung gab der Situation. Wie krieg ich da Milan entknotet? Hab dann irgendwie geschafft das Joch abzumachen und einfach neben die Strasse geschmissen. Dann konnt ich Milan wieder in die selbe Richtung ziehen wie Max und Schritt für Schritt gings dann an den Hunden vorbei. Doch dann warn sie durch im Kopf hatte wegen allem Angst. Also scheiss auf die Lektion dass sie erstmal ruhig werden müssen und bin umgedreht. Sie hatten es natürlich wahnsinnig eilig Richtung nach Hause (am Wegesrand noch schnell das Joch auflesen). Waren kaum zu halten. Am Anfang des Dorfes waren sie ruhig genug um zumindest anzuhalten und durchzuschnaufen und gekrault zu werden. Dann hab ich das Joch wieder drangemacht und wir sind nochmal ein paar ruhige Schritte RICHTUNG Hunde gelaufen, aber nur ein paar. Dann gings nach Hause. Ab dem Schotterweg waren sie wieder sehr entspannt und liefen schön hinter mir her.
    Puuh. meine Lektion habe ich gelernt: erst nachdenken und v.a. VORdenken und bei evtl brenzligen Situationen zweiten Führstrick zumindest dabei haben. WARTEN, denn Dorf, Hunde o.ä. kann Lothar viel besser beibringen. Hoffe sie verdaun das jetzt gut.
    Tag 35 Sonntag, Pause
    Tag 36
    Zuerst machen wir Beinarbeit, aber das klappt nicht. Beide treten nach hinten aus wie wild. Blöd. Wie mache ich weiter? Mit Kraft, d.h. ich bestehe darauf, dass ich das Hinterbein nach Vorne heben darf, oder gehe ich nochmal einen Schritt zurück und mach langsam, also nur kurz vom Boden aufheben und dies nicht mal hoch? Eigentlich haben wir ja noch Zeit genug, damit sie das lernen.
    Beim laufen, solange wir auf Schotter gingen war Milan wieder hinten dran. Ab dem Moment wo wir aber auf die Wiese abbogen lief er schneller. D.h. bei ihm ists einfach eine Gemütssache. Über die Wiese waren beide wieder eher schnell und dann klappts auch nicht so gut mit dem halt. Erst wenn sie langsam laufen und konzentriert halten sie sofort und gleichauf an.
    Da die Rundballen noch auf der Wiese liegen laufen wir schön Slalom um sie herum immer mit rechts und links Kommando, aber ich erwarte noch nicht von ihnen dass sie das Kommando können.
    Bin mir nicht so sicher, wie viel ich schon erwarten darf und soll. Sehe ich in Allthingsoxn was die kleinen Kälbchen alles schon können, würd ich mir natürlich wünschen, dass sie das auch schon können, und vielleicht ist es ja gut, wenn sie so vieles wie möglich jetzt schon lernen. Andererseits denke ich mir, dass man da auch viel an Vertrauen verlieren kann, wenn man zuviel verlangt.
    Manchmal werd ich schon ungeduldig mit ihnen und das ist nicht gut! Im Training muss ich jederzeit ruhig und besonnenen handeln: das ist mein Training.
    Hab den Führstrick versuchsweise in den Kälberstrick eingehängt damit beide im Halfter frei sein. Dadurch brauch ich aber mehr Kraft um sie zu lenken, wenn sie mir nicht schön hinterherlaufen. Mal schaun
    Am Schluss nochmal Beine heben. Hinten nur kurz und nicht hoch. Das ging. Vielleicht sollt ich sie auch nicht nebeneinander haben, wenn wir das trainiren, weil sie dann vielliecht nicht so konzentriert sind.
    Tag 37:
    Zuerst die Beine gingen eigentlich sehr gut. Vorne, wenn ich an den Afterklauen ziehe entlasten sie automatisch das Bein und ich knicke es nach hinten ab. Dabei Kraule ich sie am Bauch, was sie sehr gerne haben. Hinten nur darauf warten, dass die Entlastung kommt, kurz anheben und fertig. Fast gar kein Tretreflex.
    Jetzt weiss ich, wieso Milan so langsam gelaufen ist in letzter Zeit. Das hat nix mit der Kastration zu tun, sondern es LANGWEILT ihn, auf der Hausundhofstrecke zu gehen. Denn kaum biegen wir in eine andere Richtung ab läuft er schnell und gleichauf mit Max oder sogar vor ihm. Diesmal sind wir die Runde gelaufen und ab dem Waldweg gingen sie flott flott aber fast ohne anrempeln (Max zweimal auf einer langen Strecke). Das Führseil war zwischen ihnen eingehängt. Lange flott gelaufen aber konzentrierteres flott als früher.
    Ich darf nicht mehr die Hausundhofstrecke laufen, denn Milan wird stumpf durch das viele Antreiben. Wie machen das die Menschen, die nicht viel Auswahl haben? Dieses gelangweilt-also-lauf-ich-ewiglangsam kenn ich jetzt von all meinen Ochsen.
    Das Joch verursacht ihnen keinerlei Stress mehr, auch wenn sie sich mit ihren Hörnern irgendwie einhaken passiert gar nichts.



    Tag 38
    Sehr gutes Training. Bin eine grosse Runde gelaufen und nach halber Strecke sind sie tatsächlich auch eine längere Strecke gleichauf gelaufen. UND Max hat die ersten Anzeichen gemacht auf das Hü Stimmsignal zu hören. Wohingegen Milan im Moment nicht so Lust hat auf Stimme zu reagieren und eher desinteressiert ist an allem.
    Tag 39.
    Haben links und rechts um die Ballen herum geübt. Wie soll das je ohne Leine gehen?

    Hallo,
    mein 8jähriger 1000 kg schwerer Ochse leidet an Arthrose mindestens am hinteren linken Klauenbein. Jetzt habe ich viel gesucht und gesucht über helfende, unterstützende Medizin. Die Dosierungen und wie und ob anzuwenden lässt sich aber eigentlich nur bei Pferden herausfinden. Aber ein Pferd ist nun mal was anderes wie ein Wiederkäuer...


    morgens: MSM 20g 1 x am Tag gemischt mit Vitamin C 5g
    abends: Glucosamin 1200mg
    2 Kapseln Teufelskralle
    3 Traumeel Tabletten


    Glucosamin, Teufelskralle und Traumeel geb ich seid April eigentlich 2 mal täglich die oben genannte Menge, da MSM aber die Einlagerung von Mineralstoffen verhindert hab ichs auf einmal am Tag erstmal reduziert.


    Er frisst alles gerne.


    Was haltet ihr davon? Hat jemand Erfahrungen? Darf ein Wiederkäuer sowas überhaupt essen?


    Die Kutschenziehbewegung tut ihm erstaunlicherweise am Besten. Deshalb bewegen wir uns gerade in ganz ganz kurzen Wegstrecken voran.