Posts by Hippo-Sohle

    Soll die Zugstange des Karrens bei korrekt eingestellter vorderer Kette (heisst sie "Steuerkette?) eher parallel zum Boden sein oder soll die Karrendeichsel eine ungebrochene Zuglinie mit den Zugsträngen bilden?

    Eher eine ungebrochene Linie mit den Zugsträngen.


    Vielleicht versucht Du folgendes:
    Du fährst mit dem Pflug in eingestellter Arbeitsposition (Grindelauflage und Zugkette) - aber mit noch nicht eingehängter Grindelkette - einige Meter ins Land. Hier versucht Du das Zugtier, mindestens aber die Zugstränge in leichter Anspannung zu halten, so daß sich das Zugscheit, am Haken der Zugdeichsel hängend wohl so in etwa 10 - 15 - 20 cm über dem Boden schwebend befindet. Jetzt kannst Du die Kette - ohne größere Spannung - in den Haken am Pfluggrindel einhängen.


    Einerseits muß diese Kette so locker eingehängt sein, daß die von dem/den Zugtieren ausgehende, über die Zugstange der Vorderkarre und anschließend über die Zugkette(n) weitergeführte Zugkraft >ohne< Knick/Brechung/Umlenkung direkt am Zugansatzpunkt des Pfluggrindels ankommt !
    Andererseits soll sie aber auch nicht so lose herumschlabbern, als daß sie keine sinnvolle Verwendung hätte.
    Mit gut eingestellter Grindelkette kann der Pflugführer über die Sterzen / Handhaben den Pflug-> Vorderwagen -> Zugscheit dahingehend ganz gut manipulieren, daß man einerseits am Vorgewende recht kurz umkehren/wenden kann, andererseits beim Wendemanöver aber auch auf das Waagscheit dahingehend einwirken, daß ein "über die Zugstränge treten" doch hin und wieder mal vermieden werden kann.
    Dazu bedarf es allerdings einiger Übung. Aber die kommt dann nach und nach ... eben mit dem Üben ;)


    Also, viel Spaß erst mal noch beim Rüben roden, und vielleicht später dann auch noch bei der einen oder anderen Herbst-/Winterfurche ... ^^

    Allerdings war in der Tat die Kette während der Arbeit angespannt.
    Soll sie das nicht sein?

    Nein. Niemals bei der Arbeit auf dem Acker, in der Erde !

    Soll man dann lieber die Grindelbrücke höher stellen, so daß der Grindel dadurch vorne höher kommt, damit auch die Scharspitze, also der "Griff" dadurch geringer wird und damit auch die Pflugtiefe?

    Die "Arbeitstiefe", ob nun beim Pflügen, ob als Rodepflug für div. Rübenarten oder Kartoffeln oder, sofern man solches Gerät hat, als Grubber oder Wießenreißer wird "ausschließlich und nur" über das verstellen der Grindelauflage so wie das verlängern oder verkürzen der Zugkette(n) eingestellt !



    NIEMALS über die Kette zwischen Grindelspitze und Zugstange der Vorderkarre.


    Und die Grindelkette bleibt bei der Arbeit locker?

    Auf keinen Fall darf hier beim Arbeiten eine dauerhafte Spannung - wie im Video wohl vermeintlich erkennbar vorherrschen.

    Der zusätzliche unerwünschte Druck auf die Räder klingt aber doch auch sehr logisch.


    Wozu ist die Kette dann da?

    Wir benötigen hier keinen "zusätzlichen und zudem auch noch unerwünschten" Druck auf den Vorderkarren, die Achse, die Räder - anders als beim Schlepper, da dort ja durch mehr Druck auch den Antrieb der Schlupf verringert so wie die Traktion verbessert wird.
    Wie bereits angedeutet, kann man auch "ohne" diese Kette Arbeiten.
    Der eine oder andere Zeitgenosse ist sogar der Meinung, diese Kette sei nur zu transportzwecken bei Verwendung einer Pflugtransportkarre anzulegen.



    Dem ist aber nicht so.


    Diese Kette bildet eine gewisse Steuereinrichtung, vor allem beim Wenden des Pfluges am Vorgewende. So kann man >unter Zuhilfenahme ihrer Verwendung< von den Handhaben / Pflugsterzen aus, die gesamte Pflugeinrichtung nebst Zug-/Waagscheit am Vorgewende recht kurz in die neue Fahrtrichtung, in die nächste Furche wenden und hat auch eine bessere Kontrolle über die Zugstränge. Allerdings erfordert das eine gewisse Routine im Umgang damit (Karrenpflug), und die Richtige Einstellung derselben.
    Hier muß man sich erst einmal "Glied für Glied" an die optimale Längeneinstellung herantasten.
    Dazu fährt man am besten erst einmal ein paar Meter mit dem bereit einigermaßen gut eingestellten Pflug (Grindelauflage + Zugkette-n) in das Land, und hängt dann erst die Grindelkette so lose ein, daß weder das Ortscheit bzw. der Waagstengel auf dem Boden aufliegen, noch so kurz, daß die Kette Spannung hat und Ortscheit/Waagstengel hoch in der Luft hängen und eine leichte Steuerung des Pfluges erschwert bzw. fast unmöglich, zumindest unkorrekt macht.

    das würde die Schar tiefer in den Boden treiben? was bewirkt das?

    Im ersten Gedanken mag das vielleicht so erscheinen. Das Gegenteil ist der Fall.
    Wenn diese Kette zu kurz eingehangen wird, kann man zum einen den Pflug an den Sterzen nicht mehr gut/richtig steuern/handhaben, zum anderen bekommt man - durch den >nach unten Zug< vom Ortscheit/Waagstengel einen nicht unerheblichen und unerwünschten Druck über den Grindel zurück auf die Pflugkarre/Achse/Räder.
    Man kann zwar auch "ohne" diese Kette Arbeiten. Mit richtig eingestellter (Länge) Kette geht's aber schöner ... ;)

    Was mir gerade, und auch beim "zum wiederholten male" anschauen des kleinen Filmchens aufgefallen ist, auch wenn man es kaum innerhalb einer Sekunde erkennen kann, aber es erscheint mir so, als gäbe es eine nicht unbedeutende Divergenz zwischen der Grindelachse und der dem verlauf der Zugstange an der Vorderkarre.


    Kann es sein, daß an eurem Pflug, die Kette, welche von der Zugstange der Vorderkarre zum Haken an der Spitze des Pfluggrindel's hochführt, dort viel zu kurz einghängt wurde ?


    Beispielbilder:



    Aber es ist ja schon befriedigend, wenn es überhaupt klappt.

    Ja klar :)
    Und es auch überhaupt nicht so ohne, einen Pflug, welcher durch eine lose Karre oder eine Stelze oder gar einen Schwingpflug einigermaßen gerade in der Spur zu halten / führen.
    Schade, daß durch deine Hauptaufgaben eben wenig, zu wenig Zeit für die Rinderarbeit bleibt. Aber vielleicht wird das ja noch ... mit der Zeit ?

    Wir hatten nämlich gedacht, daß man den Karren an der Deichsel so einstellen kann, daß man die Kuh rechts (oder links) neben den Rüben gehen lassen kann. Auch mit den Führungsketten haben wir herumprobiert. Der Rübenrodepflug ist immer wieder aus der Reihe gerutscht.
    Als wir aber die Kuh mkit den linken Füßen links und den rechten Füßen rechts von den Möhren gehen lassen haben, ging es gut.

    Hallo,
    freut mich, daß ihr Erfolg hattet.
    Ja, das mit der Steuerung ist so eine Sache ...
    Wenn ich einspännig gepflügt habe, dann musste das Pferd immer auf dem ungepflügten Land, so wie der Pflug die neue Furche anschneiden soll/muß, am Saum zur vorher gepflügten Furche gehen, da ich ansonsten - bei Verwendung vom Unterkehrpflug und bei "Furchengängern"- die Deichesel des Vorderkarrens an jedem Vorgewende jedes mal hätte von einer zur anderen Seite umstellen müssen.
    So konnte die Vorkarrendeiches gerade gestellt bleiben, kleinere Korrekturen gingen mit umlegen des Grindels auf der Brücke des Pflugkarrens.


    Genau so verhält es sich bei Verwendung eines Kartoffelrodepfluges. Auch hier muß bei Verwendung von nur eines Zugtier, dieses eigentlich "auf" der Kartoffelreihe gehen, damit der Rodepflug den Damm mittig ausheben kann. Alles andere, mit rechts oder links neben der Reihe gehen wird mehr murkserei und gibt reichlich kaputte, angeschnittene Kartoffeln / Rüben. Solche Arbeiten gehen besser zweispännig, auch wenn, wie jetzt bei euch "nur" mal eben 50 Meter zu Roden waren.
    Macht weiter so ... :)

    Hier noch ein paar Datailbilder von Grindelauflagen an verschiedenen Pflugvorderkarren:


    Grindelauflage einer Vorderkarre unbekannten Herstellers. Hier ist die "obere" Auflagefläche in der Mitte ausgeschliffen / ausgeschmiedet ?, da mit dieser Vorderkarre ein Unterkehrpflug mit Holzgrindel gefahren wurde.
    Die Grindelauflage ist jedoch duch lösen einer Schraube in wenigen Minuten umgedreht, und so dann auch für einen Stahlgrindelpflug verwendbar, welcher dann auch dementsprechend Außermittig in die jeweilige Aussparung der Brücke aufgelegt werden kann.




    gleiche Grindelauflage wie zuvor - an einer "Eberhard" - Pflugvorderkarre mit durch Gewindespindel stufenlos verstellbarer Grindelbrücke.



    Grindelbrücke - wie im zweiten Beitrag beschrieben - an einer Sack'schen Pflugvorderkarre, allerdings hier mit einem mittig fixierten Auge zur Grindelaufnahme.



    Ich hoffe, Du kannst damit etwas anfangen ... :)

    Hier hätte ich eine Ansicht der Vorderkarre zum Sack'schen Karrenpflug.


    Bei dieser Ausführung für Stahl-grindel-pflüge ist in der Mitte die starke, einkerbige Grindelauflage zwischen den beiden äußeren Flachstählen. Diese wiederum sind auf der einen Seite mit einem Langloch (Schlitz), auf der anderen Seite mit mehreren (3) einzelnen Lochungen versehen, um, abgesehen von der möglichen Höhenverstellung, - bei Bedarf - durch entsprechendes, seitliches verschieben dieser Grindelbrücke, selbigen mehr nach rechts oder links zu stellen, und so dem nachfolgenden Pflug einen etwas anderen Anschnitt(winkel) zu geben.


    Was ich gemacht habe ist die Distanzplättchen unter der Stellplatte rausgenommen und dann genau so viele zwischen Stellplatte und Niederhalter gegeben, daß das Messer nicht klemmt.

    Das war mit Sicherheit nicht Falsch, denn meines Wissens gehören zwischen die Platten, welche das Messer nach hinten begrenzen und führen sollen, und dem Hauptteil des ganzen Messerbalkens keine Distanzplättchen ... ?(
    Möglicherweise wollte der Vorbesitzer da schon einmal Abhilfe schaffen, und mit der Erhöhung dieser Stellplatten dem Messer einen anderen Neigungswinkel geben, damit dieses wieder vorne auf den Fingerschneidplatten aufliegt ?

    Aus Gründen die ich nicht verstanden habe geht das Messer aber nicht weit genug in die "Laufnut" runter.

    Mir scheint, daß deine Messerstange vom Mc Cormick - Traktormähbalken nur bedingt mit deinem Mähmaschinenmähbalken kompatibel ist, und zwar wegen der Klingen.



    Wenn nicht ganz andere Klingen zum Mähbalken an der Mähmaschine gehören (?), dann müsstest Du eine Messerstange haben, bei welcher die Klingen nach hinten mit dem Flachstahl (20 x 5/6mm) glatt abschließen, und nicht, wie bei diesem hier einige Millimeter überstehen. Es könnten hier Messerklingen 75 DIN die richtigen sein (?), damit die Messerstange auch nach hinten an der Stellplatte glatt anliegen kann.


    Beispielbilder von Messerstangen / Klingen 75 DIN und 80 DIN:


    Wenn Du mal eine Klinge deiner Messerstange mit Drahtbürste oder Fächerscheine (kleiner Winkelschleifer) oder Schmirgelpapier sauber machst, kannst Du vielleicht auf der Oberseite eine dementsprechende Prägung erkennen ?
    Deine Messerstange vom Traktormähbalken wird dagegen mit 80 DIN Klingen belegt sein.
    Das kann funktionieren - zumindest beim Motorgetriebenen Fingerbalken, wo sich Fahrgeschwindigkeit und Messergeschwindigkeit variabler gestalten lassen und die Antriebskraft eben vom Motor her kommt. Beim Bodenantrieb hingegen ist das aber eben nicht ideal.
    Auch erscheint mir der Abstand zwischen den Stellplatten und dem Rücken der Messerstange hier im Bild so groß, daß das Messer eigentlich "schlackern" müsste ?



    Zu dem würde es so wohl auch vom zu schneidenden Gras nach hinten von den Fingern weg gedrückt. Hier müssten diese Führungsplatten dementsprechend nachgestellt werden (Langloch ?).

    Hallo Hermann.
    Im Prinzip hast Du Recht, daß zwischen Messerklinge und Gegenschneidklinge der Finger kein großer Spalt sein darf. Ob das von Dir hier verwendete Messer genau dem Originalmesser für diesen Balken der Mc Cormick D10 entspricht, kann ich Dir nicht sagen. Es gibt leider sehr viele verschieden unterschiedliche Details bei den ganzen Messerbalkensystemen. Nicht nur s.g. Fein-, Mittel-, und Grobschnittbalken, sondern auch die unterschiedlichen Messerbalkensysteme innerhalb der Produktionspalette der einzelnen Hersteller wie von Mc Cormick - Deering, Bautz, Fahr, Lanz, Raspe usw. usw. ...
    D.h. wiederum auch Verschiedene Finger, Messerklingen, Gegenschneidklingen, Niederhalter, Druckplatten usw.
    Manches ist kompatibel untereinander, anderes wiederum passt nicht zusammen.

    Dazu habe ich die Distanzplättechen an den Niederhaltern nach oben gerückt, damit das weiter Runterdrückt,

    Ich verstehe / weiß jetzt nicht, wo - nach oben - Du diese Distanzplättchen hingerückt hast ?
    Aber Sinn machen diese Plättchen "nur" zwischen dem Niederhalter und der "darunter" befindlichen Stellplatte (wie oben auf dem Bild ersichtlich) - nämlich dann, wenn der Niederhalter zu stark auf die Gegendruckplatte des Messers drücken sollte und diese damit zu schwergängig bzw. sogar festklemmen würde.
    Hier zähle ich allerdings 5 oder sogar 6 solcher Distanzplättchen ?
    Das dürfte einiges zu viel sein, und könnte zumindest Teil des Problems sein ?
    Schau doch mal nach, wie groß der Hub deiner Maschine ist, und ob das Messer konstant über die gesamte Hublänge von den Niederhaltern auf die Fingerschneidplatten herabgedrückt wird.

    Hallo Hermann,


    wenn Du die Möglichkeit(en) hast, und dir die entsprechenden Einzel-Ersatzteile wie Klingen, Niederhalteplatten, Nieten, etc. - und Flachstahl (20x5 mm ?) besogen kannst, und das nötige Handwerkszeug zur Verfügung steht und mit etwas Geschick dazu, kannst Du Dir auch ein neues Messer selber bauen.
    Wenn Du dazu weitere Fragen hast, bin ich so weit als möglich gerne behilflich.
    Ein paar gute Bilder von deinem Mähbalken und dem zur Verfügung stehenden Messer wären vielleicht vorab nicht schlecht ...

    Danke für's einstellen des Link's.
    Viele Interessante Bilder :)
    Leider fehlt, um das ganze weitergehend zu vervollständigen, noch entsprechender Text zu den einzelnen Typen.


    Was mich allerdings doch etwas erstaunt oder vielleicht sogar entsetzt:
    bisher dachte ich, vor allem der Europäer bzw. die Bewohner der Nordhalbkugel dieses Planeten neigen allgemein zu Übertreibungen. Wenn ich mir dann aber hier die verschiedenen Bilder zu gewissen Rinderrassen z.B. der afrikanischen anschaue, und deren - meines Erachtens - unnatürlich, überdimensional große Behornung anschaue, dann ist es wohl doch so, daß die menschliche Spezies wohl allgemein und überall dazu neigt ... :(

    geht auf dem Markt aus irgendeinem Grund eins nicht, geht was anderes

    Bis auf gewisse Betriebe, welche sich schwerpunktmäßig dem Anbau von "Sonderkulturen" auf eher kleinerer Ackerfläche(n) widmeten, war das ja auch bis in die 1980ziger Jahre noch weit verbreitet, daß kleinere und mittlere landwirtschaftliche Betriebe oft neben der "Milch", welche schon über viele Jahrzehnte oder gar noch viel länger ein doch einigermaßen stetes und fixes Einkommen darstellte, auch noch etwas Mastvieh-, Bullden, Rinder und auch einige Schweine hatten, welche oftmals und überwiegend mit betriebseigenem Grundfutter versorgt werden konnten. Hühner und anderes Federvieh, in überschaubarer Anzahl waren da eher für den eigenen Bedarf vorhanden, wenn auch hier und da - bei genügend Angebot - die Nachbarschaft ebenfalls davon provietieren konnte.
    Solchen Betrieben ging es zur damaligen Zeit, sofern sie auch Arbeitskraftmäßig nicht unterbesetzt waren, bei einigermaßen geordneter Haushaltsführung wohl nicht rosig, aber eben auch nicht unbedingt schlecht, denn die Betriebsgrundlagen wie "Grund und Boden" waren ja i.d.R. seit mehreren Generationen vorhanden ...

    denke nicht, daß das mit wahrhaben zu tun hat; muß eine ähnliche Veröffentlichung in den Starken Pferden gewesen sein; sicher regt das zum Diskutieren an und das ist gut so!

    Das weiß ich nicht, woher "Gardist" seine Zahlen hatte. Er hatte halt auch immer einen etwas "scharfen Ton" drauf. Aber die Angesprochenen haben halt dann auch, leider nicht immer mit entsprechender "(n)ettiquette" zurück geschossen. Bei so tief fliegenden Geschossen lässt es sich auch nicht so gut und vor allem nicht mehr sachlich diskutieren ...
    Er zog seine Konsequenzen daraus ... andere Lachten.
    Ganz so sehr Unrecht hatte er in meinen Augen nicht. Man kann sich sein Hobby, hier die eigene "Hobbylandwirtschaft" auch selber schönreden und buntmalen ...

    ich denke diese Zusatzmotoren können schon einen Unterschied machen, wenn sie denn als "Zusatz" gebraucht werden, dh. nur in bestimmten Situationen; das kann ein Traktor eben nicht, der fährt immer mit gleich viel PS und frißt immer Kraftstoff auch bei leichten Arbeiten

    Na ja, ich bin halt von Grund auf kein Freund von (meiner Ansicht nach zu viel) Motoren in der Gespannarbeit.
    Die ganzen vielen Videos, welch es z.B. auf > https://www.youtube.com/ < gibt, und die all die unterschiedlichsten Geräte und Maschinen in und bei der Arbeit zeigen, mal abgesehen von Forstmaschinen, die sind überwiegend auf ebenen und großzügigen Flächen aufgenommen, also unter meist günstigeren Bedingungen. Das ist dann auch alles schön anzusehn wie gut das funktioniert.
    Das kann es aber doch nicht sein, daß ich Zugtiere anspanne, die mir zwar mein Arbeitsgerät über'n Acker oder die Wiese zieht, die eigentliche Arbeitsleistung aber vom Motor abhängig ist ...
    Klar, bisher gab es nur entweder> Geräte und Maschinen aus der vergangenen landwirtschaftlichen Gespanntierzeitepoche soweit sie noch zur Verfügung standen und funktionierten. Dann galt das Arbeiten mit Zugtieren aber schon von vornherein als antiquiert, also als veraltet und höchstens noch für historische Vorstellungen oder aber zum herzeigen in Museumsdörfern etc. etc. ...
    Oder> aber alternativ "ältere" Gerätemaschinen aus der vergangenen "Kleinschlepperzeitepoche", also meist Geräte mit - für heutige Verhältnisse "zu kleiner" Arbeits-breite/-leistung.
    Und hier kam man dann ab einer bestimmten, gewollten oder zu erbringenden Schlagkraft nicht mehr "ohne" Motorunterstützung aus. Um solche Gerätschaften aber für Gespannzwecke zu nutzen, wurden Vorderwagen nötig, mit welchen man eben diese Maschinen im Gespannzug bedienen konnte. Zum Eigengewicht des zu verwendeten Gerätes kommt dann auch noch das Gewicht und die Zugbelastung des Vorderwages und zuweilen auch noch das Gewicht eines Motors. Abgesehen davon, daß sich durch die dann notwendige Verwendung eines Vorderwagens auch die Handhabung und Hantierbarkeit des zu verwendenden Arbeitsgerätes - anstelle eines direkt angespannten, in Folge von der vermehrten Länge des ganzen Gespannes meist eher negativ verändert, hat man nun auch noch die zusätzliche Geräusch- und Geruch-/ Abgasbelastung durch den Motor.


    Gespanntierarbeit sollte meiner Ansicht aber eben "ohne" funktionieren. Jedenfalls viel viel weitgehender, als es zur Zeit ausgeübt, praktiziert und propagiert wird.
    Auch auf Flächen, welche nicht nur Flach und eben sind. Dazu bedarf es aber erst noch geeigneter, gut funktionierender, und auch letztendlich rentabel (?) bezahlbarer Maschinen. Aber das war ja alles schon mal da ...


    Aber hier ging's ja eigentlich um's Kartoffel legen und pflegen mit Zugrindern. Das sollte auf jeden Fall "ohne" zusätzliche Motorkraft praktizierbar sein ;)

    Ja klar, gut.
    Aber dieser erste Satz mit der Ausdrucksweise: "tierisch veganes Hof- und Gemeinschaftsprojekt ..." hat schon einen, irgendwie irrigen Eindruck erzeugt ...


    Ich bin ja der Ansicht, man sollte nach Möglichkeit jedwede Resurcen nutzen, welche ein landwirtschaftlicher Betrieb hervorbringt.
    Leider ist es zwar heute so, daß selbst vorhandene Resurcen oft nicht genutzt, und somit dem biologischen Verfall anheim gegeben werden, weil es ja bekannter Maßen günstiger und effektiver ist, die dann weiter benötigten Produkte X, Y oder Z im Fachhandel "Preisgünstig :| " zu erwerben, anstatt eigene, vorhandene Mittel erst einmal auszuschöpfen.
    So fallen z.B. schon im eigenen "Selbstversorgergarten", - zumindest über das Sommerhalbjahr so viele Gemüseabfälle an, daß man damit ein paar "Federviehcher" (Hühner, Enten, Gänse) zumindest Teilweise ernähren kann. Je größer der Garten bzw. die Ackerfläche zwecks Gemüseanbau, desto mehr Abfälle, desto mehr ... kann möglich sein. Zusatzfutter braucht's dann nur bedingt bzw. über das Winterhalbjahr (etwas vermehrt).
    Aber vielleicht sind das ja heutzutage auch nur noch antiquierte Ansichten aus einem Jahrhundert, als man in Deutschland und Europa auch noch Hunger hatte und kannte ...

    Mit Aufbaumotor benötigen sie sogar mehr Diesel als der Traktor.

    Das ist ja,- leider eher im negativen Sinne - interessant ?(


    Das ehemalige Mitglied "Gardist" im (Pferdekutscher-http://www.pferdekutscher.de/v…r/548-User-gel%C3%B6scht/) jetzt:
    User_gelöscht
    Veteran

    • Mitglied seit 10. Mai 2004

    Beiträge1.451Punkte7.485



    hatte in einem seiner letzten Beiträge mit ganz klaren Zahlen und Fakten darauf hingewiesen, daß "Aufbau- bzw. Zusatzmotoren" wie sie bisher Verwendung finden, die Gespanntierarbeit keineswegs wirklich und mit deutlicher Abgrenzung zur momentan strukturierten und ausgerichteten "konventionellen" Landwirtschaft weiter bringen. Hier hatte er u.a. auch Zahlen zu Leistung(en) und zum Kraftstoffverbrauch verschiedener Motoren und auch zur Verwendung von weniger umweltschädlichen Kraftstoffen etc. etc. vorgetragen.
    Leider woll(t)en viele Leute solche Diskussionen nicht haben (wahrhaben) ... :(

    Einzelne Tiere gehen schon an Restaurants in Berlin oder an Bekannte und Freunde.

    Wie passt das aber (siehe auch Beschreibung unten) gut zusammen mit:
    (vegan, vegetarisch ...) ?


    - tierisch veganes Hof- und Gemeinschaftsprojekt ...
    - wie vegane, vegetarische, gesunde Ernährung
    - Wir haben momentan Pferde, Rinder, Ziegen, Schafe, Enten, Hühner
    - einen unverkrampften Umgang mit der veganen, vegetarischen, regionalen, saisonalen und kreativen Küchen ach außen zu tragen.



    Quote

    Was wir tun:


    Das kooperative Projekt Auenhof Pabstthum ist ein tierisch veganes Hof- und Gemeinschaftsprojekt in der Gründungsphase. Im Norden von Berlin gestalten wir unser Gelände als Permakulturhof, auf dem Landwirtschaft, alte Landtechniken und aktuelle Entwicklungen und Bedürfnisse wie vegane, vegetarische, gesunde Ernährung, Veredelung von Naturprodukten genutzt, gezeigt, weiter entwickelt und weitergegeben werden. Ziel ist auch der Aufbau einer Solidarischen Landwirtschaft!
    Unser Landwirtschaftsbetrieb Auenhof Pabstthum GbR verfügt über 22 ha Grünland, etwas Wald und eine halbe riesige alte Scheune der alten Holländerei, die ab Ende des 19. Jahrhunderts Berlin mit Frischmilch und Butter belieferte. Wir haben momentan Pferde, Rinder, Ziegen, Schafe, Enten, Hühner, Hunde, eine kleine Baumschule mit ca. 50 überwiegendalten Obstsorten und einen etwa 2000 qm großen Gemüsegarten. Der Betrieb ist nach der EU-Richtlinie biologisch zertifiziert.
    Eingegliedert in das Projekt ist das vegane Catering-Unternehmen Knack.frisch. Hier werden sowohl die eigen angebauten Gemüsearten verarbeitet, als auch
    Veredlungen kreiert. Ziel unseres Gemeinschaftprojektes ist es einen unverkrampften Umgang mit der veganen, vegetarischen, regionalen, saisonalen und kreativen Küchenach außen zu tragen.

    o.k. ... Eier und Milchprodukte spielen ja in der vegetarischen Ernährung schon noch eine Rolle.
    Aber wo Tiere zum Nutzen unserer menschlichen Spezie gehalten, und ihre erzeugten Produkte wie eben Milch, Eier, Wolle u.a. genutzt werden, fallen auch irgend wann und irgend wie "fleischliche" Resurcen an, die, wenn man sie nicht ungenutzt verderben lassen will, und dann auch noch kostenbelastet Entsorgen muß,- verwertet werden - dürfen, können, sollen, - müssen ?
    Auch die Haut einiger der genannten Tiere ist ein s.g. "ökologisches" Produkt: Leder.

    23 Dämme a knapp 40m sind so entstanden, also 575m², also ein gutes halbes Ar.


    Nee-, nicht ganz richtig, denn:


    23 Dämme von 40m Länge und 0,625m (62,5cm) Breite ergeben eine Fläche von (ca) 575 m².
    Das sind dann aber 5,75 a / Ar, denn 1 a / Ar = (Quadratkantenlänge von: 10m x 10m) = 100m²


    Quote

    Das oder der Ar, in der Schweiz die Are, ist eine Maßeinheit der Fläche, Einheitenzeichen: a (nicht zu verwechseln mit dem Einheitenzeichen a für Jahr oder dem Formelzeichen der Fläche: A) von 100 m2 = 0,01 ha [1] und ist damit gleich einem Quadratdekameter (dam2). Ein Quadrat mit diesem Flächeninhalt hat eine Kantenlänge von zehn Metern.

    Name Umrechnung Fläche Abk.
    Quadratkilometer 1000 m · 1000 m 1.000.000 m2 km2
    Hektar 100 m · 100 m 10.000 m2 ha
    Ar 10 m · 10 m 100 m2 a
    Quadratmeter 1 m · 1 m 1 m2 m2
    Quadratdezimeter 0,1 m · 0,1 m 0,01 m2 dm2
    Quadratzentimeter 0,01 m · 0,01 m 0,001m² cm2
    Quadratmillimeter 0,001 m · 0,001 m 0,0001m² mm2


    https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A4chenma%C3%9F



    Ar:https://de.wikipedia.org/wiki/Ar_(Einheit)


    Morgen: https://de.wikipedia.org/wiki/Morgen_(Einheit)


    Hektar: https://de.wikipedia.org/wiki/Hektar

    Ich konnte /kann die Bilder im ersten Beitrag auch nicht sehen oder ersichtlich machen ...
    Aber nun sind sie ja hier _ ersichtlich :)


    Wie man sehen kann, hast Du mal (wieder) das Doppelstirnjoch hergenommen. Wie bist Du inzwischen mit den Befestigungsriemen weitergekommen ? Das war ja damals beim treffen im Hessenpark alles noch sehr diffus, ob die damaligen Riemen auch wirklich die Richtigen waren und vor allem wie sie Verschnallt werden müssten usw. usw. ...


    Ansonsten: einfach schön :thumbup: