Posts by Hippo-Sohle

    Habt ihr schon so trockenes Wetter, daß solche Ackerarbeiten möglich sind ?
    Hier war gerade mal am vergangenen Wochenende (Fr./Sa.) vereinzelt das Land so weit abgetrocknet, daß man ein paar Arbeiten hätte verrichten können. Am Sonntag Nachmittag hat es dann schon wieder zu Regnen begonnen, daß disponierte Wiesenlagen schon wieder weitläufiger unter Wasser stehen. Hier also noch nix großartig: im Märzen ...
    Aber, es ist ja noch früh im Jahr ...

    Lilli hat sich heute nacht die Hornscheide abstoßen, wahrscheinlich an der Auslauftür

    War/ist die Auslauftür sehr/zu eng ?


    Jetzt hat die "Lilli" doch gar nicht so große oder weit abstehende Hörner, eher im Gegenteil ...
    Ärgerlich aber auch.
    Dennoch, schöne Tage auf der IGW - und vielleicht doch Plan ..... ?

    Ach, Du fährst inzwischen nur noch mit dem Stirnjoch !?


    Ja, das Dreipolsterkummet kann nicht all zu viel in puncto Kraftübertragung, insbesondere im Zusammenhang mit Ruck-, oder Stoßbelastung wie es auf steinigem Ackerboden oder im Wald durchaus oft vorkommen kann auffangen (aushalten), ohne daß dabei irgend welche Teile zu Bruch gehen ...


    Wie war denn die Umstellung, und wie ist deine Einschätzung / Unterschied im Zug(verhalten) zwischen Stirnjoch und Dreipolsterkummt ?
    Es gibt ja einerseits die vehementen Dreipolsterkummt-befürworter und andererseits Leute, welche u.a. auch das Dreipolsterkummt kritisch hinsichtlich der Rinderanatomie u.a. betrachten ...

    Deshalb ja auch meine Anmerkung bezüglich Zugvorrichtung (Joch/Kumt), und der zu verrichtenden Arbeit.
    Striegeln, ob mit Netzegge oder einer anderen, leichten Zinkenegge auf glattem oder bereits bearbeitetem Acker, oder vorhandene Reihen beihäufeln, - und einen - wie dieses Jahr wohl häufig - tief ausgetrockneten, fest abgesetzten und möglicherweise auch noch vergrasten Ackerboden umzupflügen / abzuschälen sind schon noch zwei verschieden zu bewältigende Kraftanstrengungen.
    Auch scheint mir der verwendete Pflug hinsichtlich seiner Größe für nur ein Zugtier - wenn auch nur zum Stoppel schälen schon bedenkenswert, da Lothar ja solches Arbeiten nicht regelmäßig gewohnt ist.

    Leider ist das viel zu weit weg, sonst würde ich wohl bestimmt mal vorbei schaun' ... :)
    Stell doch einfach mal ein / paar Bild(er) von dem von Dir verwendeten Pflug ein.
    Vielleicht (?) kann man dann anhand dieser schon etwas dazu sagen ?

    Schön wäre eine kleine Scheibenegge mit geringer Arbeitsbreite gewesen. Wer kann sich sowas schon leisten?

    Allein eine alte, für Zugtieranspannung zu finden und zu bekommen ist schon etwas wie ein Lottogewinn ...
    Selbst eine kleine Scheiben- oder Spatenrollegge für Traktorzug wird für zwei Zugtiere noch zu groß dimensioniert sein ... !

    Statt der Vorschäler könntest du auch ein Sech oder Scheibensech anbauen (lassen). Das zerschneidet das Kraut und es gibt eine schönere Furche.

    Das ist wohl eher eine theoretische Annahme wie praktikable Lösung. Vielleicht noch ein scharfes Scheibensech, welches - zumindest dann über das Kraut darüber hinweg rollt, aber ein Messersech bringt bei viel Kraut genau die gleiche Problematik wie Düngereinleger oder Vorschäler - solange wie das unter zu ackernde Kraut in reichlicher Masse und Länge immer noch feucht und zäh genug ist, daß es nicht bricht und zerbröselt, sondern sich eben um jede Möglichkeit am Pflug herumlegt, auftürmt und den Durchgang zwischen Ackerboden / Furche und Pflugkörper / Grindel verstopft. Hier Arbeitet es sich - ohne - Düngereinleger, Vorschäler oder Sech, nur mit einem möglichst großen Pflugkörper / Streichblech wesentlich besser wie mit diesen Hilfsmitteln.


    Macht weiter so, und erfreut uns vielleicht auch mal mit dem einen oder anderen Bild von euren Leistungen ... :thumbup:

    Schön.
    Endlich auch mal ein kleinen Bericht über eine landwirtschaftliche Arbeit, welche Mitte der 1950iger Jahre durchaus noch hin und wieder auf den Äckern in Deutschland zu sehen war.
    Aber - fährst Du Lothar sonst nicht im "Dreipolsterkummet" ?
    Hier beim "Stoppeln schälen" verwendest Du ein "Stirnjoch". Kannte Lothar diese Zugvorrichtung und war sie gewohnt ?
    Dann ist ja auch das ziehen von landwirtschaftlichen Geräten wie Egge, Grubber oder gar Pflug, also keineswegs rollender Last eine andere, zu bewältigende Aufgabe wie das ziehen von Kutsche oder Wagen. Das kann man auch immer mal wieder bei Pferden / Pferdegespannen sehen, welche bisher - vielleicht auch größere Tonnagen, aber immer über Achse gezogen haben, und dann bei der erstmaligen Bewältigung derartigen Arbeiten versagen ...


    Weiter so. Mehr Kühe und Ochsen zur Arbeit auf die Felder ... :thumbup:

    Wir würden ihn aber auch irgendwo hinfahren zum ausschneiden.


    In der Lehrschmiede der JL-Uni. in Gießen hat es einen recht großen Beschlagstand, in welchem (zumindest bis etwa in die 1990iger Jahre hinein) auch Deckbullen zur Klauenpflege verbracht wurden (der rote Pfeil im Hintergrund links etwas erkennbar).



    Ob man an der LMU in München auch über derartige Hilfsmittel verfügt, entzieht sich meiner Kenntnis. Man könnte aber zumindest dort einmal anfragen, wenn Du Dir einen Transport des Ochsen über ca. 75 Km dorthin (und wieder zurück) vorstellen kannst ... und sich sonst keine andere, adäquate Alternative ergeben sollte ?

    die Überlegung war, ob man diese Technik mit einem Hilfsmotor als Mähmaschine mit einem Ochsenpaar betreiben könnte; 6m ist eine Menge


    Ja, 6m Arbeitsbreite ist eine gewaltige ...
    Da kommt lang nicht jeder 100...PS-Traktor hin.
    Aber, muß man denn da mit Zugtieren dagegenhalten ?
    Ich könnte mit solch einer Arbeitsbreite so gut wie nichts anfangen, da Lage und Zuschnitt und die zu mähenden Flächen insgesamt eine solche Schnittbreitenauslastung nur geringfügig zuließen. Und jedes mal der Transport von einer Wiese zur anderen ...


    wenn ich dagegen meine vermutlich auf Pferdezug ausgelegte McCormick stelle mit der die Rinder (und ich) ihre Probleme haben


    Zum Thema Mähmaschine allgemein verweise ich der Einfachheit halber auf die zahllosen Beiträge im Pferdekutscher, unter anderem diesen großen hier: http://www.pferdekutscher.de/vorpferd/index.php/Thread/3453-Video-MC-Cormick-Grasmäher-leichter-Zweispänner-125cm/?pageNo=1
    Es gibt aber dort auch noch einige andere zum Thema Mähen und Mähmaschine(n).


    Für Kuhgespanne gab es z.B. Mähmaschinen mit einer anderen Getriebeübersetzung. Aber auch welche mit Aufbaumotor. Das mit dem Getriebe, das könnte bei deiner Mähmaschine das Problem sein ?
    Und evtl. was nicht zu unterschätzen ist,- der "Messerbalken":
    - Hoch-oder Grobschnitt,
    - Mittelschnitt-,
    - oder Tief/Feinschnittbalken.
    Und auf welcher Art von Wiese(n) Du mähen wollen würdest.
    Für fette, mastige Wiesen wäre z.B. der Tief- oder Feinschnittmähbalken gar nicht gut geeignet.

    Nur weil es nicht häufig war, heisst das ja nicht, dass man drauf verzichten sollte. Ich konnte mich nie dafür begeistern, dass Tiere ihre Ladung mit dem Hinterkopf aufhalten sollen.


    Ebenso verhielt es sich ja auch bei den Pferdegespannen. Hintergeschirr war im landwirtschaftlich- ländlichen Bereich, da ein nicht unerheblicher Kostenfaktor eher selten zu finden, obwohl hier nicht weniger oft und viel aufgehalten und zurückgesetzt werden musste wie das bei den Speditionsfuhrwerken der Fall gewesen ist.


    Da bin ich anderer Meinung. Die Stoßketten sollten meines Erachtens auch im Zug nach vorne zeigen.


    Unbedingt.
    Das heiß ja nicht, daß sie im Zug und in Fahrtrichtung unter Spannung stehen sollen, aber "immer" geschmeidig-locker nach vorn, vor den Zugtieren, sonst läuft der Wagen, bis er den ersten, aufhaltenden Impuls bekommt zu viel und möglicherweise auch mit einem ungehörigen Ruck ins Geschirr.

    so wenig Platz ist zwischen 3PK und Halsriemen nicht, der ist enger geschnallt und liegt deswegen vorn hinter dem Genick; schaut mal in den alten Bildern vom "Bilderarchiv Rinderanspannung"! da hat's haufenweise Bilder wo der Halsriemen direkt an die (lange) Deichsel geht, aber auch einige mit Brustscheit:


    Da Equiden aber einen anderen, höher aufgesetzten Halsansatz, und somit eine andere Winkelung der Halswirbelsäule haben, ergibt sich hieraus eine etwas andere Situation zwischen Kopf und Brust.
    Daß dort, je nach einzelnem Individuum mal etwas mehr, mal weniger Zwischenraum vorhanden ist, wird deutlich an dem Bild mit dem roten Rindvieh von "atsridmasson" und den Bildern aus dem Archiv, vor allem dem mit den beiden Ochsen vor der zweirädrigen Karre.
    http://www.rinderanspannung.de/image/VsmhTqt2yFY_
    Bildbeschreibung:
    Ochsengespann aus dem Schwarzwald im Karrengeschirr (nach H. Steinmetz) mit einem Dreipolsterkummet.

    Dabei kann man deutlich erkennen, daß die Anspannungs- bzw. die Deichsellänge für ein funktionierendes Aufhalten eine wesentliche Rolle spielt.


    Dies scheint mir - anhand der hier von "juergen" eingestellten Bilder dort nicht gegeben gewesen zu sein ?
    Hier war/ist möglicherweise die Deichsel zu kurz oder die Rinder waren vll. zu lang eingespannt ?
    Dadurch hat sich womöglich auch das Brustscheit am Kummet verhangen und die von ihm geschilderten Komplikationen mit Verursacht.
    Hier erinnere ich an die Kritik von Herrn Minhorst:


    http://www.zugrinder.de/de/ter…ugrindertreffen-2014.html

    Quote

    Bei Aprilwetter wurde nicht nur die Anspannung diskutiert,


    anlässlich des Zugrindertreffens im Februar d. J. im Hesenpark wo er - plädierend für das "Dreipolsterkummet" auch auf die länge der Deichsel zum Aufhalten einging, und warum diese in früheren Zeiten und enger Bauweise der Gebäude/Gehöfte oftmals eigentlich zu kurz waren ... !