Posts by Hippo-Sohle

    das Hopfen bauen anfangen?
    hatte Eberhardt irgendwelche "Firmenfarben"


    Du weißt ja vielleicht, daß der Gerüstbau für die Hopfenkultur eine außerodentlich aufwendige Angelegenheit ist ... ;(


    Die Grundfarbe bei EBERHARD Gerätschaften war wohl überwiegend grün, Teile in Rot. Die genauen RAL N° weiß ich allerdings nicht ...


    Fargebungsbeispiel: EBERHARD - Stelzrad-Beetpflug.

    Entrosten, streichen und Wettergeschützt´als Deko ausstellen bzw. an einer Wand unter Dach etc. aufhängen.
    War wohl mal zum Bei-pflügen bzw. anhäufeln von Hopfenstauden.
    Der -EBER- weißt zwar schon auf die Firma Eberhard hin, aber da es sich hier wohl um ein "Spezialgerät" handelt, dürfte es sich zum gewöhnlichen "Acker-pflügen" sicher nicht optimal eignen ... .

    Je älter sie sind desto länger braucht der Gewöhneffekt.


    Auch hier, wie im Pferdebereich bewahrheitet sich: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr (schwerer, nur schwer) ...


    Je früher junge Individuen mit verschiedensten Umwelteinflüssen, seien es Gegenstände wie Auto's, Kanaldeckel, Planen, ... oder Geräusche (PKW, LKW, Traktoren, Maschinen etc.) in ruhiger Form bekanntschaft machen, um so besser gewöhnen sie sich an diese, und es gibt deswegen im fortlaufenden Lern- und späteren Arbeitsablauf weniger und seltener brenzlige Situationen, welche eben davon ausgehed hervorgerufen werden könnten.

    Das ging aber schneller als die DP erlaubt ... :thumbsup:


    Na, dann lassen wir es in Galicien halt voller Stolz knarzen-quitschen+kreischen ...
    Man kann ja auch den Ton leiser oder gar abstellen ... ;)
    Daß das erste Fuhrwerk eine Achse mit zwei Rädern war ist bekannt. Ob sich da die Räder mit der- oder auf der Achse gedreht haben ... wer weiß. Schmieren muss(te) man so oder so. Wenn das aber so dermaßen Magengrimmend quitscht, scheint es mit der schmiererei ja nicht so weit her zu sein ... ?
    Pferde würde da wohl durchdrehen. Rassgäul wohl allemal ... :S

    Was hat denn der "galizische" Ochsenkarren mit "Galizien" zu tun ?
    Oder müsste es vielleicht: Galicien resp. galicischer Ochsenkarren heißen ;) ?
    Und was ist das für ein furchtbarer, knarzend-quitschend-kreischender Ton, den diese Karren in der Bewegung von sich geben ?
    Weiß da wer was ... ?

    gibt es anatomische Unterschiede.


    Die sind bekannt ;)


    Zürn schreibt ja auch in seinem Buch "Geschirrkunde oder Beschirrungslehre" über die Verwendung von Gebissen bei Fahrrindern:


    Quote

    Gebisse werden nur bei Bullen und sehr wilden Schrittochsen gelegentlich einmal in Anwendung gebracht


    Auf deine zuvorderst genannte Frage nach einer genauen Vorschrift aus der Straßenverkehrsordnung bezüglich der zu verwendenten Zäumung, sei es bei Pferd oder Rind ist mir nichts bekannt.
    Da aber auch im Pferdebereich ein gebißloses Handhaben, zuweilen auch "Fahren vom Bock aus" durchaus verbreitet wird, sollte meine Anmerkung auch nur auf den Umstand eines möglichen Schadensfalles hinweisen.

    Bei Rinderanspannung kannte ich die Verwendung von Gebissen bisher auch nicht.
    Hierzu aus: Pferdekutscher -> "wozu dienen diese Teile bei einem Arbeitsgeschirr/Ruckgeschirr/Überwurf" -> Beitrag 16


    Rinder wurden aber - scheints - auch mit Gebiß gefahren (siehe Stangengebiß für Bullen - auch im Zürn)


    generell bin ich ein absoluter verfechter von halfter-training ohne gebiss (sowohl bei den equiden, als auch bei den wiederkäuern).
    wenn man sein tier gut erzogen hat braucht man gar kein gebiss, weil es ohne genausogut funktioniert....


    Im heutigen Straßenverkehr, und dazu zähle ich jetzt auch schon mal die Feld- und Waldwege, da sie ja letztendlich zubringer zu öffentlichen Straßen darstellen - stellt sich dann aber bei einem Zwischenfall/Unfall ganz schnell eine Haftungs-/Versicherungsrechtliche Frage, zumal wenn es zu einem Rechtsstreit vor Gericht kommt.

    Denke nie gedacht zu haben ... :D


    Nun, wenn es sich bei Pferde- und/oder Mulianspannung (überwiegend wohl in USA/Kanada praktiziert) bewährt hat, warum also sollte dies bei Rindviehchern nicht auch so sein ?
    Hier auf dem EU-Kontinent, mal abgesehen von der russ. Troika, dürfte wohl überwiegend das zweiergespann, bei schwerer Zuglast der ein-, zwei-, oder mehrsspännige Vorspann üblich gewesen sein. Auch von Abbildungen resp. Filmaufnahmen aus dem ehem. Ostpreußen, von großen Gutsbetrieben ist mir nur der Arbeitsvierspänner [WB 2 + 2] bekannt.
    Drei (oder mehr) Pferde nebeneinader waren hier wohl nicht die Regel, eher die ausnahme wie z.Bspl. beim Holzrücken von schweren Stämmen. Im Ackerbau wurde mit drei oder mehr Pferden nebeneinader wohl nur in Betrieben mit sehr schwerem Lehm-/Tonboden und bei entsprechender Hofgröße und Ackerkultur gearbeitet.


    Das heißt jedoch nicht, daß nicht auch in einzelnen Fällen auch mt 3 Kühen / Ochsen nebeneinader gearbeitet worden sein mag.
    Hier ein Bild aus dem Vogelsberg von 1956. Ein Bauer beim Jauchefahren mit 5 Kühen, davon 3 als Vorspann.


    Es gibt aber unter anderem auch ein Bild "Pflügen in Manitoba" (Ausschnitt), da sind mehrere Dreier- und Vierergespanne "breit" beim Pflügen, unter anderem auch ein 4 spänner Rinder (Ochsen ?) zu sehen.

    Das ist eine ganz herkömmliche Mähmaschine, in der deutschen Fachliteratur auch als Grasmäher bezeichnet, wie sie seit Cyrus Hall Mc Cormick's Entwicklung weiter gebaut und verbessert wurde.


    Der Finger- oder Messerbalken ist ebenfalls ein herkömmlicher, mit einer einzelnen, über die großen Stahlguß-Fahrräder (Bodenantrieb) -> Getriebe -> Kurbelstange angtriebenen Messerstange mit dreieckigen, zweischneidigen Messerklingen.
    Ersatzteile für solche Mähmaschinen und vor allem solche Fingerbalkensysteme wie: Finger, Fingerplatten, Messerklingen, Niederhaltersysteme, Nieten, Messerstangenköpfe etc. etc. sind i.d.R. noch einigermaßen gut zu bekommen.


    Der unterschied zur Anspannung, hier mit amerikanischem Halsjoch:
    In Deutschland u.a. musste bei Rinderanspannung (Kummet oder Stirnjoch) ein Vorderwagen an solchen Maschinensystemen vorhanden sein, da hier bei einer frei tragenden Maschine nicht selten 30 Kg und mehr Last an de Deichselspitze aufzunehmen sind, was beim geschlossenen Pferdekummet mit seiner größeren Auflagefläche nicht so ausschlaggebend ist wie bei einem schmalen Hals- aufhalteriemen der Rinderanspannung.

    die Deichsel zu tragen ist mit einem Halsband nicht so schön.


    Schon.
    Aber es gibt vielleicht durchaus technische möglichkeiten dieses Problem für jeden einzelfall (je nach Bauart der Deichselaufnahme an Kutsche/Wagen) dementsprechend Umzugestalten ...


    Die Balkenmäher für Trecker haben ja Doppelmesser, das müßte beim Tierzug doch auch besser gehen, vielleicht habe das die neueren Pferdezuggeräte sogar auch schon?


    Nicht grundsätzlich. Die älteren Schlepper hatten bzw. haben i.d.R. die gleichen Fingerbalkensysteme wie sie vorher Jahrzehnte lang schon an den Gespannmähmachinen verwendet wurden. Doppelmessermähbalken (oft mit hydraulischem Antrieb) kamen erst später auf den Markt. Ob, und wenn ja, In wie weit es für Gespannzug schon brauchbare Doppelmessermähbalken über Bodenantrieb gibt, entzeht sich momentan noch meiner Kenntnis. Mähwerke mit Doppelmesser, welche von Verbrennungsmotoren (Vorderwagen) angetrieben werden, sind schon seit einigen Jahren im Gebrauch. Wer sich hierfür interessiert, des sollte sich einfach mal die Mühe machen, und im Pferdekutscher - Forum rumstöbern. Dort gibt es zig Beiträge zum Thema Mähmaschinen usw. mit vielen, vielen Bildern, tech. Zeichnungen, Videos, ..... :thumbup:

    Das ursprüngliche Thema: Hersteller von Arbeitsgeräten für Rindviehcher (Ochsen + Kühe), dürfte wohl einigermaßen geklärt sein.
    Ja, es gibt Hersteller von neuen Gespannzuggeräten und Maschinen.


    Vor allem in USA (Amish People), und hier z.T. auch recht große Maschinen und Geräte, welche meist Mehrfachanspannung benötigen und für relativ große Betriebe erdacht sind, gibt es seid einigen Jahren auch wieder ein wenig vermehrt auf dem europäischen Kontinent neuere Entwicklungen in dieser Richtung.
    Wohl überwiegend für den Einsatz mit Pferden erdacht, dürfte aber eine Anpassung an Rinderzug in den meisten Fällen ohne größere Komplikationen machbar sein. Bei rein nachgezogenen Gerätschaften wird hier in den meisten Fällen ohnehin keine Veränderung der Bauart notwenig sein.


    So schön es mit all diesen neuen Geräten aber auch sein mag, es bleibt letztendlich immer eine Frage der doch nicht unerheblichen Finazen ... :whistling::evil:


    Für einen reinen Hobby- oder Selbstversorgerbetrieb sind solche Anschaffungen aber eigentlich immer uninteresant, da das investierte Kapital damit meist nicht wieder erwirtschaftet werden kann.


    Aber hierfür bietet aber der heimische Markt - trotz der seit den 50iger Jahren anhaltenden Verschrottung von oft noch fast neuwertigen landwirtschaftlichen Gespannmaschinen - immer noch ganz gute möglichkeiten.
    Pflüge, Eggen, Grubber aller Art gibt es in fast jedem Dorf. In so mancher Scheune, auf Dachböden oder in Schuppen befinden sich noch oft wahre Schätze :)


    Kleine Sähmaschinen (Arbeitsbreite ca. 1,50m) für Gespannzug (mit Vorderwagen) sind auch immer mal noch zu bekommen.
    Das Onlineauktionshaus 3-2-1 ... biete hier oft noch brauchbare bis gut erhaltene Gegenstände, ob Geräte, Maschinen, aber zweilen auch Geschirrteile wie Kummte, Joche sowie Waagstengel, Zugscheite und einiges andere mehr.

    Bei Mähmaschinen gibt es allerdings einiges wichtige zu beachten: den Fingerbalken (Hoch-, Mittel- oder Tiefschnittbalken), und ob die jeweilige Maschine für den Betrieb hinter (langsamer laufenden) Kühen geeignet, d.h. mit der entsprechenden Getriebeübersetzung ausgerüstet ist. Ist eine Mähmaschine mit Vorderwagen versehen, so besteht zumindest die möglichkeit, daß selbige mit hier in -D- üblichen Geschirren (Kummet, Stirnjoch) gefahren werden kann. Über die spezielle Eignung für Kuhanspannung - meist wird niemand mehr da sein, der über die ehemalige Verwendung der Maschine Berichten kann - gibt hier letztendlich nur die Fachliteratur auskunft. Anhand der Maschinen- bzw. Seriennumer (sofern vorhanden, erkennbar) kann möglicherweise in entsprechenden Betriebsanleitungen (ebay) nachvollzogen werden, um welches Modell es sich handel.


    Ausschlaggebender erscheint mir allerdings der Fingerbalken. Bei einer Maschine mit Tief- oder Feinschnittfingerbalken und auf einer Wiese mit fettem Gras kann auch ein Fuhrmann mit gut und flott gehenden Pferden verzweifeln, wenn alle paar Meter der Mähbalken verstopft :thumbdown:
    Deshalb ist es wohl wesentlicher mehr nach dem für seine Zwecke geeigneten Fingerbalken zu achten, als darauf, ob die Getriebeübersetzung Kuhmäßig ausgelegt ist.


    Quote

    Der Fein oder Tiefschnittbalken für sauberen, bodennahen Schnitt hat ca. 38 mm (38,1mm) Fingerabstand, verstopft jedoch leicht bei dicht stehendem Gras auf mastigen (fetten) Wiesen.


    Der Mittelschnittbalken hat ca. 51mm (50,8mm) Fingerabstand. Bei sehr dicht stehendem oder lagerndem Schnittgut besteht aber auch hier verstopfungsgefahr.


    Der Normal oder Hochschnittbalken hat ca. 76mm (76,2mm) Fingerabstand, ist weniger empfindlich gegen verstopfen, benötigt weniger Zugkraft, mäht aber bei feinem Gras oft nicht sehr sauber.


    So, nun nochmal zur Deichselproblematik bei Kuhanspannung bzw. bei Anspannung an Kutschen.
    Das effektivste gegen Deischselschlagen ist wohl eine Achsschenkellenkung, auch als Autolenkung bekannt - gegenüber der wohl öfter verwendeten Drehkranzlenkung (Drehschemel bei alten Holzwagen).
    Hierbei werden die durch Wegeunebenheiten über die Achse aufgenommenen seitlichen Ausschläge durch entsprechende Lenkgestänge abgefangen und so nicht auf die Deichsel übertragen. Bei einigen Modellen luftbereifter landwirtschaftlicher Plattforn- oder Ackerluftwagen war so etwas in den 1950ziger Jahren schon durchaus üblich. Da Kutschen jedoch meist mit einem Drehkranz ausgestattet sind, empfieht sich hier bei Neuanschaffung eine Drehkranzbremse mit einzukalkulieren.


    Jedoch erscheint mir die bereits genannte Verwendung eines Brustscheites (Brustholz, Querholz, Querdeichsel) bei entsprechender Ausführung (länge) auch eine praktikable Lösung bei der Kuhanspannung um die Deichsel etwas mehr von der Innenseite der Zugtiere entfernt zu halten und dadurch Deichselschläge gegen den Körper etwas abzufangen.


    Pferde Stark - Detmold 2007


    Ein Brustscheit funktioniert aber nur entsprechend gut, bei einer getragenen, weniger bei einer gestützen (feststehend, hochgestellt, hochgehängt, befestigten) Deichsel, wie sie bei unseren meisten Kutschen und Wagen aber vorhanden sind. Noch besser wird das ganze mit dem doppelten Brustscheit. Hierfür benötigt man aber auch ein dementsprechend geeignetes Geschirr. Für die Kuhleute wäre hierhingehend wohl die Verwendung des Amerikanischen "Halsdoppeljoches" eine an Geschirrteilen einfache Variante / Lösung um die Deichselschläge über Geschirrmaßnahmen am besten abzufangen.

    Der einzige bisher von mir bei diesen Geraten festgestellte Mangel an Pferdegeräten sind die Deichseln an modernen Pferdekutschen. Für Rinder müssen sie beim Zweispänner länger sein als für Pferde.


    Hmm, das sehe ich nicht so bzw. gibt es auch bei Pferdeanspannung kein starres Deichselmaß. Je nach Pferden (Rasse,v.a.a. größe) gibt es auch hier unterschiede in der Deichsellänge zwischen Deichselspitze und ansatzpunkt des Zuges (Waage, Spielwaage, Ortscheit).


    Meine Frage zielte vielmehr darauf ab, ob es bekannte und wesentliche Unterschiede in der Bauart, der Gesamtkonstruktion bei Arbeitsgeräten gibt, welche speziell für Pferde- oder Rinderanspannung ausgelegt wären (mal abgesehen von den genannten Getriebeübersetzungsverhältnissen bei ...).
    Mir sind solche allgemein nicht bekannt.
    Wie bei den bereits oben genannten: Hacke, Kartoffelhäufler, Grubber, Netzegge, Schleife ist es auch dem Pflug, der Sähmaschine, dem Kastendüngerstreuer u.v.a.m. egal, von was oder wem : Pferd - Kuh - Ochse - Muli - Kamel oder Traktor sie gezogen werden. Ihre Arbeitsweise bleibt immer die gleiche.
    Auch Heu(wende)maschinen, ob bekannte, althergebrachte wie Gabelwender und Trommelrechwender verschiedenen Hersteller oder aber welche neuerer Bauart wie z.Bsp. die Italienischen REPOSSI - Kammschwader, Mod. 68/4 ebene 2,30m oder MEINARDI - Ranghinatore MOD. 268, 2,45m dürften da keine unüberwindbaren Zug- oder Arbeitsunterschiede aufweisen, zumal es Maschinen dieser Bauart auch schon vor vielen Jahrzehnten in -D- für Gespannzug gegeben hat (siehe: StarkePferde Ausg. 59, 3/11, Seite 18 + 19).


    Der Preis für solche neuen Geräte ist eine andere Sache ... :whistling:


    Also, wer irgend etwas zu technischen unterschieden sagen kann, was bei Rinderzug anders sein müsste als bei den genannten (Pferde)Gespanngeräten, nur zu ...
    Hier ist der Platz zum diskutieren ... :thumbup:

    Quote

    Gibt es aktuell irgendwo auf der Welt Hersteller von "modernen" Arbeitsgeräten, die speziell für den Zug von Ochsen, Rindern oder Kühen gebaut werden?

    Wo(rin) besteht bzw. bestünde denn der oder ein signifikanter Unterschied zwischen einem gespanngezogenen Arbeitsgerät für Rindviehcher contra Pferde - ohne hierbei jedoch auf spezifische Details wie z.Bs. das Getriebeübersetzungsverhältnis bei bodengetriebenen (Mäh)maschienen u. dgl. einzugehen ?