Posts by Hippo-Sohle

    Und Du hast recht mit der feinen Saategge geht es genauso. Wenn die jetzt kürzere Zinken hätte wäre sie nicht deutlich leichter, würde also fast genau so weit einsinken. Dann würde der Rahmen die Dämme schleifen, oder?


    Doch doch, die Saateggen sind schon um einiges leichter als ihre größeren Kollegen, und die Zinken sollten auch keinesfalls länger als etwa 80, max. 100mm sein. Aber da diese starren Eggenteile ja erst zur vollen Wirkung kommen können, wenn der Acker schön flach ist/wäre !, leisten solche Eggen im Kartoffelbau nur bedingt gute Arbeit, da sie ja in den Furchen, den Vertiefungen zwischen den Dämmen nicht richtig Arbeiten können. Im gegensatz zu Eggen aus beweglichen Rahmen / Gliederteilen oder gar der Netzegge, die im Kartoffelanbau als "Flächenbeikrautbekämpungsgerät" wohl das effektivste ist, was an mechanischem Gerät vorhanden ist ... !?


    Wenn man allerdings Kartoffeln mit dem Pflug legt, also Furche aufpflügen, Kartoffeln rein, Furche zupflügen. Furche auf, Kartoffeln rein, Furche zu, ...


    dann kann man auch mit starrrahmigen Eggen bis kurz nach dem Auflaufen ganz gut Arbeiten. Bei schwererem Boden immer etwas besser als auf leichtem, sandigem Boden, weil hier die Kartoffel mit schwererem und starrem Gerät -unabsichtlich- schneller wieder herausgebracht sind.


    Bei mit einem Vielfachgerät (hab ich nicht) gelegten Kartoffeln wäre das Walzen sicher nötiger.


    Warum ?
    Das kommt eher auf die "gesamte" Arbeitsweise drauf an. Bei grobem Pflanzbett und auf schwererem Boden kann sich das andrücken der Knollen durch Walzen an den Pflanzbettgrund genau so positiv auswirken, wie auf leichterem, trockenen Boden und bei anhaltender trockenheit nach dem legen. Es ist halt ein Arbeitsgang mehr - wobei man bei genügend Spannkraft durchaus auch hinten an die Walze gleich eine Egge mit ran hängen kann und hat so wiederum den separaten Arbeitsgang "Eggen" einmal gespart.


    Mit Schleifen (meinst Du Kettenschleifen?) habe ich noch nie gearbeitet. Dein Hinweis auf mangelde Wirksamkeit bei Wurzelunkräter wirkt abschreckend.


    Na ja, Wurzelunkräuter im Hackfruchtbau bekämpft die Egge, das Eggen nicht so effektiv und gut wie die Hacken, das Hacken. Das Eggen taugt mehr für die frisch auflaufenden Samenbeikräuter. Quecke, oder auch Ackerschachtelhalm u.a. wirst Du z.Bspl. im Kartoffelacker mit der besten Egge nicht ausreichen bekämpfen können. Dazu bedarf es eines intensiven Hackens !
    Beim Getreidebau hat sich hier ja auch zuerst das flache schälen der Getreidestoppeln, und dann erst das scharfe "heraus"-eggen der Queckenwurzeln bewährt. Hier wäre das flache abschälen der Getreidestoppeln quasi mit dem Hacken im Hackfruchtanbau gleichzusetzen ...


    So eine Kettenschleife oder Schleppe ist eigentlich eine ganz einfache Sache und kann mit großer Arbeitsbreite von einem Zugtier bewältigt werden. Einfach einen, dem Zugtier entsprechend breiten Zugbalken und daran eine entsprechend robuste, evtl. doppelt in Wellenlinie verlaufende Kette, welche die Dämme schonender als ein starres Eggenfeld abschleift, aber auch die Furche zwischen den Dämmen mit bearbeitet, und so, kurz nach dem legen der Knollen schon mögliche erste auflaufende Beikräuter beseitigt.



    Oder: Kartoffeltag 2009 - IGZ-Hessen - bei 00:01:33

    Da ich für diesen Fachbereich hier noch keine Baustelle gefunden habe, fange ich mal damit an.
    Bei anderer Ansicht dann bitte dementsprechend Umbuchen (anderweitig platzieren).

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    "Wiehern Kühe in der Herde, sind es meitens wohl doch Pferde!"



    Altbauer Albert zu seinem Sohn Heinzi:
    Wo hast Du denn das blaue Auge her ?


    "Die Kuh hat beim melken mit dem Schwanz um sich geschlagen, und um ihr das abzugewöhnen habe ich ihr einen Ziegelstein an den Schwanz gebunden".

    DSN Färse Lilli zieht hier ein leichtes Eggenfeld (19kg) und erzielt damit sowohl qualitativ als auch von der Flächenleistung her auf das Tier bezogen die gleiche Leistung wie die zweispännig arbeitenden Tiere.


    Nun, diese Netzegge hätte wohl auch "eine" Kuh ziehen können, dann wäre die Statistik etwas rentabler ausgefallen ... ;)
    Ihr habt wohl eher leichten, sandigen Boden - wie's ausschaut ...!?
    Hier könnte man kurz nach dem legen und vor dem 1. Eggen auch noch mit einer Walze die Kartoffeln etwas andrücken. Dann Schleifen oder Eggen, Häufeln, Schleifen od. Eggen, Hacken, Häufeln, Eggen, ... ;)


    Gewöhnliche Ackereggen sind zum Kartoffel eggen aber wenig gut geeignet, denn auch bei langsamer Gangart kommt es - wie Du ja selber auch schreibst durchaus schon öfters vor, daß man Kartoffelstecklinge mit den hierfür einfach zu langen Zinken der Ackereggen aus ihren Dämmen herauseggt. Fein- bzw. Saateggen mit kurzen Zinken wären hier vielleicht eine alternative Eggenvariante !?
    Für diese Arbeit hat sich letztendlich die Netzegge aber einfach als das geeignetste Gerät unter Beweis gestellt, zumal man mit ihr auch noch bis nach dem Auflaufen der Kartoffelpflanzen geeignet gegen Beikraut Arbeiten kann, wogegen eine Kettenschleife nur gut gegen Samenunkräuter wirkt, wenn sie relativ oft und direkt nach dem legen bei genügend trockenem Wetter angewendet werden kann.
    Aber ansonsten: macht weiter so :thumbup:

    das Hopfen bauen anfangen?
    hatte Eberhardt irgendwelche "Firmenfarben"


    Du weißt ja vielleicht, daß der Gerüstbau für die Hopfenkultur eine außerodentlich aufwendige Angelegenheit ist ... ;(


    Die Grundfarbe bei EBERHARD Gerätschaften war wohl überwiegend grün, Teile in Rot. Die genauen RAL N° weiß ich allerdings nicht ...


    Fargebungsbeispiel: EBERHARD - Stelzrad-Beetpflug.

    Entrosten, streichen und Wettergeschützt´als Deko ausstellen bzw. an einer Wand unter Dach etc. aufhängen.
    War wohl mal zum Bei-pflügen bzw. anhäufeln von Hopfenstauden.
    Der -EBER- weißt zwar schon auf die Firma Eberhard hin, aber da es sich hier wohl um ein "Spezialgerät" handelt, dürfte es sich zum gewöhnlichen "Acker-pflügen" sicher nicht optimal eignen ... .

    Je älter sie sind desto länger braucht der Gewöhneffekt.


    Auch hier, wie im Pferdebereich bewahrheitet sich: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr (schwerer, nur schwer) ...


    Je früher junge Individuen mit verschiedensten Umwelteinflüssen, seien es Gegenstände wie Auto's, Kanaldeckel, Planen, ... oder Geräusche (PKW, LKW, Traktoren, Maschinen etc.) in ruhiger Form bekanntschaft machen, um so besser gewöhnen sie sich an diese, und es gibt deswegen im fortlaufenden Lern- und späteren Arbeitsablauf weniger und seltener brenzlige Situationen, welche eben davon ausgehed hervorgerufen werden könnten.

    Das ging aber schneller als die DP erlaubt ... :thumbsup:


    Na, dann lassen wir es in Galicien halt voller Stolz knarzen-quitschen+kreischen ...
    Man kann ja auch den Ton leiser oder gar abstellen ... ;)
    Daß das erste Fuhrwerk eine Achse mit zwei Rädern war ist bekannt. Ob sich da die Räder mit der- oder auf der Achse gedreht haben ... wer weiß. Schmieren muss(te) man so oder so. Wenn das aber so dermaßen Magengrimmend quitscht, scheint es mit der schmiererei ja nicht so weit her zu sein ... ?
    Pferde würde da wohl durchdrehen. Rassgäul wohl allemal ... :S

    Was hat denn der "galizische" Ochsenkarren mit "Galizien" zu tun ?
    Oder müsste es vielleicht: Galicien resp. galicischer Ochsenkarren heißen ;) ?
    Und was ist das für ein furchtbarer, knarzend-quitschend-kreischender Ton, den diese Karren in der Bewegung von sich geben ?
    Weiß da wer was ... ?

    gibt es anatomische Unterschiede.


    Die sind bekannt ;)


    Zürn schreibt ja auch in seinem Buch "Geschirrkunde oder Beschirrungslehre" über die Verwendung von Gebissen bei Fahrrindern:


    Quote

    Gebisse werden nur bei Bullen und sehr wilden Schrittochsen gelegentlich einmal in Anwendung gebracht


    Auf deine zuvorderst genannte Frage nach einer genauen Vorschrift aus der Straßenverkehrsordnung bezüglich der zu verwendenten Zäumung, sei es bei Pferd oder Rind ist mir nichts bekannt.
    Da aber auch im Pferdebereich ein gebißloses Handhaben, zuweilen auch "Fahren vom Bock aus" durchaus verbreitet wird, sollte meine Anmerkung auch nur auf den Umstand eines möglichen Schadensfalles hinweisen.

    Bei Rinderanspannung kannte ich die Verwendung von Gebissen bisher auch nicht.
    Hierzu aus: Pferdekutscher -> "wozu dienen diese Teile bei einem Arbeitsgeschirr/Ruckgeschirr/Überwurf" -> Beitrag 16


    Rinder wurden aber - scheints - auch mit Gebiß gefahren (siehe Stangengebiß für Bullen - auch im Zürn)


    generell bin ich ein absoluter verfechter von halfter-training ohne gebiss (sowohl bei den equiden, als auch bei den wiederkäuern).
    wenn man sein tier gut erzogen hat braucht man gar kein gebiss, weil es ohne genausogut funktioniert....


    Im heutigen Straßenverkehr, und dazu zähle ich jetzt auch schon mal die Feld- und Waldwege, da sie ja letztendlich zubringer zu öffentlichen Straßen darstellen - stellt sich dann aber bei einem Zwischenfall/Unfall ganz schnell eine Haftungs-/Versicherungsrechtliche Frage, zumal wenn es zu einem Rechtsstreit vor Gericht kommt.

    Denke nie gedacht zu haben ... :D


    Nun, wenn es sich bei Pferde- und/oder Mulianspannung (überwiegend wohl in USA/Kanada praktiziert) bewährt hat, warum also sollte dies bei Rindviehchern nicht auch so sein ?
    Hier auf dem EU-Kontinent, mal abgesehen von der russ. Troika, dürfte wohl überwiegend das zweiergespann, bei schwerer Zuglast der ein-, zwei-, oder mehrsspännige Vorspann üblich gewesen sein. Auch von Abbildungen resp. Filmaufnahmen aus dem ehem. Ostpreußen, von großen Gutsbetrieben ist mir nur der Arbeitsvierspänner [WB 2 + 2] bekannt.
    Drei (oder mehr) Pferde nebeneinader waren hier wohl nicht die Regel, eher die ausnahme wie z.Bspl. beim Holzrücken von schweren Stämmen. Im Ackerbau wurde mit drei oder mehr Pferden nebeneinader wohl nur in Betrieben mit sehr schwerem Lehm-/Tonboden und bei entsprechender Hofgröße und Ackerkultur gearbeitet.


    Das heißt jedoch nicht, daß nicht auch in einzelnen Fällen auch mt 3 Kühen / Ochsen nebeneinader gearbeitet worden sein mag.
    Hier ein Bild aus dem Vogelsberg von 1956. Ein Bauer beim Jauchefahren mit 5 Kühen, davon 3 als Vorspann.


    Es gibt aber unter anderem auch ein Bild "Pflügen in Manitoba" (Ausschnitt), da sind mehrere Dreier- und Vierergespanne "breit" beim Pflügen, unter anderem auch ein 4 spänner Rinder (Ochsen ?) zu sehen.

    Das ist eine ganz herkömmliche Mähmaschine, in der deutschen Fachliteratur auch als Grasmäher bezeichnet, wie sie seit Cyrus Hall Mc Cormick's Entwicklung weiter gebaut und verbessert wurde.


    Der Finger- oder Messerbalken ist ebenfalls ein herkömmlicher, mit einer einzelnen, über die großen Stahlguß-Fahrräder (Bodenantrieb) -> Getriebe -> Kurbelstange angtriebenen Messerstange mit dreieckigen, zweischneidigen Messerklingen.
    Ersatzteile für solche Mähmaschinen und vor allem solche Fingerbalkensysteme wie: Finger, Fingerplatten, Messerklingen, Niederhaltersysteme, Nieten, Messerstangenköpfe etc. etc. sind i.d.R. noch einigermaßen gut zu bekommen.


    Der unterschied zur Anspannung, hier mit amerikanischem Halsjoch:
    In Deutschland u.a. musste bei Rinderanspannung (Kummet oder Stirnjoch) ein Vorderwagen an solchen Maschinensystemen vorhanden sein, da hier bei einer frei tragenden Maschine nicht selten 30 Kg und mehr Last an de Deichselspitze aufzunehmen sind, was beim geschlossenen Pferdekummet mit seiner größeren Auflagefläche nicht so ausschlaggebend ist wie bei einem schmalen Hals- aufhalteriemen der Rinderanspannung.

    die Deichsel zu tragen ist mit einem Halsband nicht so schön.


    Schon.
    Aber es gibt vielleicht durchaus technische möglichkeiten dieses Problem für jeden einzelfall (je nach Bauart der Deichselaufnahme an Kutsche/Wagen) dementsprechend Umzugestalten ...


    Die Balkenmäher für Trecker haben ja Doppelmesser, das müßte beim Tierzug doch auch besser gehen, vielleicht habe das die neueren Pferdezuggeräte sogar auch schon?


    Nicht grundsätzlich. Die älteren Schlepper hatten bzw. haben i.d.R. die gleichen Fingerbalkensysteme wie sie vorher Jahrzehnte lang schon an den Gespannmähmachinen verwendet wurden. Doppelmessermähbalken (oft mit hydraulischem Antrieb) kamen erst später auf den Markt. Ob, und wenn ja, In wie weit es für Gespannzug schon brauchbare Doppelmessermähbalken über Bodenantrieb gibt, entzeht sich momentan noch meiner Kenntnis. Mähwerke mit Doppelmesser, welche von Verbrennungsmotoren (Vorderwagen) angetrieben werden, sind schon seit einigen Jahren im Gebrauch. Wer sich hierfür interessiert, des sollte sich einfach mal die Mühe machen, und im Pferdekutscher - Forum rumstöbern. Dort gibt es zig Beiträge zum Thema Mähmaschinen usw. mit vielen, vielen Bildern, tech. Zeichnungen, Videos, ..... :thumbup:

    Das ursprüngliche Thema: Hersteller von Arbeitsgeräten für Rindviehcher (Ochsen + Kühe), dürfte wohl einigermaßen geklärt sein.
    Ja, es gibt Hersteller von neuen Gespannzuggeräten und Maschinen.


    Vor allem in USA (Amish People), und hier z.T. auch recht große Maschinen und Geräte, welche meist Mehrfachanspannung benötigen und für relativ große Betriebe erdacht sind, gibt es seid einigen Jahren auch wieder ein wenig vermehrt auf dem europäischen Kontinent neuere Entwicklungen in dieser Richtung.
    Wohl überwiegend für den Einsatz mit Pferden erdacht, dürfte aber eine Anpassung an Rinderzug in den meisten Fällen ohne größere Komplikationen machbar sein. Bei rein nachgezogenen Gerätschaften wird hier in den meisten Fällen ohnehin keine Veränderung der Bauart notwenig sein.


    So schön es mit all diesen neuen Geräten aber auch sein mag, es bleibt letztendlich immer eine Frage der doch nicht unerheblichen Finazen ... :whistling::evil:


    Für einen reinen Hobby- oder Selbstversorgerbetrieb sind solche Anschaffungen aber eigentlich immer uninteresant, da das investierte Kapital damit meist nicht wieder erwirtschaftet werden kann.


    Aber hierfür bietet aber der heimische Markt - trotz der seit den 50iger Jahren anhaltenden Verschrottung von oft noch fast neuwertigen landwirtschaftlichen Gespannmaschinen - immer noch ganz gute möglichkeiten.
    Pflüge, Eggen, Grubber aller Art gibt es in fast jedem Dorf. In so mancher Scheune, auf Dachböden oder in Schuppen befinden sich noch oft wahre Schätze :)


    Kleine Sähmaschinen (Arbeitsbreite ca. 1,50m) für Gespannzug (mit Vorderwagen) sind auch immer mal noch zu bekommen.
    Das Onlineauktionshaus 3-2-1 ... biete hier oft noch brauchbare bis gut erhaltene Gegenstände, ob Geräte, Maschinen, aber zweilen auch Geschirrteile wie Kummte, Joche sowie Waagstengel, Zugscheite und einiges andere mehr.

    Bei Mähmaschinen gibt es allerdings einiges wichtige zu beachten: den Fingerbalken (Hoch-, Mittel- oder Tiefschnittbalken), und ob die jeweilige Maschine für den Betrieb hinter (langsamer laufenden) Kühen geeignet, d.h. mit der entsprechenden Getriebeübersetzung ausgerüstet ist. Ist eine Mähmaschine mit Vorderwagen versehen, so besteht zumindest die möglichkeit, daß selbige mit hier in -D- üblichen Geschirren (Kummet, Stirnjoch) gefahren werden kann. Über die spezielle Eignung für Kuhanspannung - meist wird niemand mehr da sein, der über die ehemalige Verwendung der Maschine Berichten kann - gibt hier letztendlich nur die Fachliteratur auskunft. Anhand der Maschinen- bzw. Seriennumer (sofern vorhanden, erkennbar) kann möglicherweise in entsprechenden Betriebsanleitungen (ebay) nachvollzogen werden, um welches Modell es sich handel.


    Ausschlaggebender erscheint mir allerdings der Fingerbalken. Bei einer Maschine mit Tief- oder Feinschnittfingerbalken und auf einer Wiese mit fettem Gras kann auch ein Fuhrmann mit gut und flott gehenden Pferden verzweifeln, wenn alle paar Meter der Mähbalken verstopft :thumbdown:
    Deshalb ist es wohl wesentlicher mehr nach dem für seine Zwecke geeigneten Fingerbalken zu achten, als darauf, ob die Getriebeübersetzung Kuhmäßig ausgelegt ist.


    Quote

    Der Fein oder Tiefschnittbalken für sauberen, bodennahen Schnitt hat ca. 38 mm (38,1mm) Fingerabstand, verstopft jedoch leicht bei dicht stehendem Gras auf mastigen (fetten) Wiesen.


    Der Mittelschnittbalken hat ca. 51mm (50,8mm) Fingerabstand. Bei sehr dicht stehendem oder lagerndem Schnittgut besteht aber auch hier verstopfungsgefahr.


    Der Normal oder Hochschnittbalken hat ca. 76mm (76,2mm) Fingerabstand, ist weniger empfindlich gegen verstopfen, benötigt weniger Zugkraft, mäht aber bei feinem Gras oft nicht sehr sauber.


    So, nun nochmal zur Deichselproblematik bei Kuhanspannung bzw. bei Anspannung an Kutschen.
    Das effektivste gegen Deischselschlagen ist wohl eine Achsschenkellenkung, auch als Autolenkung bekannt - gegenüber der wohl öfter verwendeten Drehkranzlenkung (Drehschemel bei alten Holzwagen).
    Hierbei werden die durch Wegeunebenheiten über die Achse aufgenommenen seitlichen Ausschläge durch entsprechende Lenkgestänge abgefangen und so nicht auf die Deichsel übertragen. Bei einigen Modellen luftbereifter landwirtschaftlicher Plattforn- oder Ackerluftwagen war so etwas in den 1950ziger Jahren schon durchaus üblich. Da Kutschen jedoch meist mit einem Drehkranz ausgestattet sind, empfieht sich hier bei Neuanschaffung eine Drehkranzbremse mit einzukalkulieren.


    Jedoch erscheint mir die bereits genannte Verwendung eines Brustscheites (Brustholz, Querholz, Querdeichsel) bei entsprechender Ausführung (länge) auch eine praktikable Lösung bei der Kuhanspannung um die Deichsel etwas mehr von der Innenseite der Zugtiere entfernt zu halten und dadurch Deichselschläge gegen den Körper etwas abzufangen.


    Pferde Stark - Detmold 2007


    Ein Brustscheit funktioniert aber nur entsprechend gut, bei einer getragenen, weniger bei einer gestützen (feststehend, hochgestellt, hochgehängt, befestigten) Deichsel, wie sie bei unseren meisten Kutschen und Wagen aber vorhanden sind. Noch besser wird das ganze mit dem doppelten Brustscheit. Hierfür benötigt man aber auch ein dementsprechend geeignetes Geschirr. Für die Kuhleute wäre hierhingehend wohl die Verwendung des Amerikanischen "Halsdoppeljoches" eine an Geschirrteilen einfache Variante / Lösung um die Deichselschläge über Geschirrmaßnahmen am besten abzufangen.

    Der einzige bisher von mir bei diesen Geraten festgestellte Mangel an Pferdegeräten sind die Deichseln an modernen Pferdekutschen. Für Rinder müssen sie beim Zweispänner länger sein als für Pferde.


    Hmm, das sehe ich nicht so bzw. gibt es auch bei Pferdeanspannung kein starres Deichselmaß. Je nach Pferden (Rasse,v.a.a. größe) gibt es auch hier unterschiede in der Deichsellänge zwischen Deichselspitze und ansatzpunkt des Zuges (Waage, Spielwaage, Ortscheit).


    Meine Frage zielte vielmehr darauf ab, ob es bekannte und wesentliche Unterschiede in der Bauart, der Gesamtkonstruktion bei Arbeitsgeräten gibt, welche speziell für Pferde- oder Rinderanspannung ausgelegt wären (mal abgesehen von den genannten Getriebeübersetzungsverhältnissen bei ...).
    Mir sind solche allgemein nicht bekannt.
    Wie bei den bereits oben genannten: Hacke, Kartoffelhäufler, Grubber, Netzegge, Schleife ist es auch dem Pflug, der Sähmaschine, dem Kastendüngerstreuer u.v.a.m. egal, von was oder wem : Pferd - Kuh - Ochse - Muli - Kamel oder Traktor sie gezogen werden. Ihre Arbeitsweise bleibt immer die gleiche.
    Auch Heu(wende)maschinen, ob bekannte, althergebrachte wie Gabelwender und Trommelrechwender verschiedenen Hersteller oder aber welche neuerer Bauart wie z.Bsp. die Italienischen REPOSSI - Kammschwader, Mod. 68/4 ebene 2,30m oder MEINARDI - Ranghinatore MOD. 268, 2,45m dürften da keine unüberwindbaren Zug- oder Arbeitsunterschiede aufweisen, zumal es Maschinen dieser Bauart auch schon vor vielen Jahrzehnten in -D- für Gespannzug gegeben hat (siehe: StarkePferde Ausg. 59, 3/11, Seite 18 + 19).


    Der Preis für solche neuen Geräte ist eine andere Sache ... :whistling:


    Also, wer irgend etwas zu technischen unterschieden sagen kann, was bei Rinderzug anders sein müsste als bei den genannten (Pferde)Gespanngeräten, nur zu ...
    Hier ist der Platz zum diskutieren ... :thumbup:

    Quote

    Gibt es aktuell irgendwo auf der Welt Hersteller von "modernen" Arbeitsgeräten, die speziell für den Zug von Ochsen, Rindern oder Kühen gebaut werden?

    Wo(rin) besteht bzw. bestünde denn der oder ein signifikanter Unterschied zwischen einem gespanngezogenen Arbeitsgerät für Rindviehcher contra Pferde - ohne hierbei jedoch auf spezifische Details wie z.Bs. das Getriebeübersetzungsverhältnis bei bodengetriebenen (Mäh)maschienen u. dgl. einzugehen ?