Posts by Anne

    [Blocked Image: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/reitenmurmel2gmf98ys3ql.jpg]Weniger gute Nerven hat Medea. Medea weiss alles und zieht aus Beobachtungen Konsequenzen. Sie weiss, dass Freunde und Kälber plötzlich verschwinden können. Ihr Sohn Murmel darf daher nichts alleine machen und muss immer in Rufweite bleiben. Aber wie soll er dann lernen? Genau: Mama muss mit. Ganz praktisch ist das nicht, aber noch unpraktischer ist ein aufgebrachter Ochse. In Medeas Nähe ist Murmels Welt in Ordnung. Zur Zeit üben wir reiten.



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    Mango (Olivias Neffe) hat heute seien ersten "richtigen" Spaziergang mit uns gemacht. Ein Rundweg. Das erste Stück ging es den Wanderweg entlang, dann ein Stück Strasse parallel zur Wohnsiedlung bis zur Toreinfahrt, Hofladen, Eselgehege, Ziegen, Streichelzooambiente, Ziel erreicht. Kurz vor der Toreinfahrt kam uns ein Bofrost LKW entgegengerappelt, was mit Blick auf die Zielgerade unangenehm war. Aber Mango hat den Bofrost Test bestanden und ist artig stehen geblieben. Auch die Kinderwagen und Hunde konnten ihn nicht erschüttern. Diese Kuhfamilie hat gute Nerven.

    So plötzlich wie der Schnee gekommen ist, ist er auch wieder verschwunden. Abgesehen von ein paar dekorativen Resten im Hintergrundpanorama. Alles andere ist in kleinen Bächen die Strassen runtergeflossen. Der Schlitten steht wieder auf dem Heuboden. Die Tauben baden im beheizten Tränkebecken und sammeln Äste und Haarballen zur Ausbesserung ihrer Nester.
    Olivia steht jetzt jeden Morgen am Tor um sicher zu gehen, dass sie auch drankommt. Sie will unbedingt ihre Bauchmassage bekommen. Ist regelrecht abhängig geworden. Heute durfte eine ganze Kindergruppe kraulen kommen. Sie stand in der Sonne und hat^s genossen. Nase runter, Augen halb zu, keine Bewegung ausser schmatz, schmatz. Die Nerven, dass schön zu finden muss man erstmal haben. Um den Stall laufen und Äpfel futtern findet sie auch toll. Gestern hat sie mir dabei mit dieser kuheigenen Mischung aus Neugier und fröhlicher Gelassenheit einen Zahn vor die Füsse gespuckt.

    Mango arbeitet fleissig für seine Altersvorsorge. Wir wollen ihn eigentlich gerne behalten, haben aber leider keine Bewilligung für einen weiteren Stellplatz. Also werden wir im Frühjahr ein neues Zuhause für ihn finden müssen. (Oder für einen der anderen). Mir gefallen natürlich gewachsene Hörner sehr. Wenn genügend Platz vorhanden ist. Aber die normierten Einrichtungen werden schnell zum Problem. So muss Murmel schwer studieren, wie er sich in den Klauenstand, oder die Fressgitter fädeln kann. Eine andere Problemsituation ist angebunden Hängerfahren. Die Kombination aus Aufregung, Enge, einer Gerätschaft und einem Menschen dazwischen ist immer schlecht.
    In der Regel kriegen die Hörner früher oder später die Kurve, aber eine Zeitlang hat man ein pubertäres Tier mit waagerechten Dolchen auf Brust- oder Augenhöhe. Das ist dann eine ungünstige Situation, die einen Besitzerwechsel unmöglich machen kann. Also lieber auf Nummer sicher.
    Interessant ist, dass ihm sein neuer Hut gut gefällt. Er ist stolz auf das dazu gewonnene Gewicht und den zusätzlichen Zentimeter Reichweite. Findet es lustig wie sich die anderen wundern müssen und ersteinmal ausweichen, bevor sie sich trauen die Lederriemen anzuknabbern. In seiner Altersklasse verschafft ihm der Hornführer einen klaren Wettbewerbsvorteil. Ein weiterer Vorzug ist, dass er dadurch klar erkennbar ist und auch bei wechselndem Stallpersonal nicht versehentlich schwupp die wupp an den Metzger verkauft wird, wenn wir mal kurz nicht hingucken.

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    Wenn kein Gras lockt läuft Bambine wie ein grosser Hund mit spazieren. Dann braucht man nur das Tor aufzumachen und los geht^s. Welterkundung und Spassspaziergang. Ihre Spezialität: kurzer Sprint, Slalom und auf grosse Steine steigen. Leider neigen Menschen beim Anblick einer halfterlos laufenden Kuh dazu sofort in Panik zu geraten oder in Ohnmacht zu fallen. Schade, so geht das nur während alle Mittagessen, oder bei schlechtem Wetter.

    Heute haben wir mit Olessas Sohn Mango führen geübt. Mit etwas Glück hat er jetzt verstanden in welcher Position er ungestört laufen kann. Wir haben richtig gemerkt, wie er nachdenkt, etwas ausprobiert, sich ärgert, wieder nachdenkt, etwas anderes ausprobiert, wieder nachdenkt und schliesslich in der Position bleiben und ohne Aufregung laufen konnte.
    (Unser Radius ist zur Zeit um den Stall rumgehen) Morgen hat er einen Tag Pause zum Drübernachdenken. Und am Freitag zeigt sich dann, ob er einen grossen Ochsenschritt vorangekommen ist. :)


    Gianna hat zum ersten Mal auf der Weide Kompliment ohne Hilfestellung angeboten. Da war schön und unerwartet. Wie stolz sie dann ihre Äpfel gefuttert hat. :)


    Mit Medea sind wir ein kleines Stück mit dem Schleppschlitten gelaufen (der Hornschlitten wurde heute lasiert) und wir waren auch froh nicht "länger" zu sein. Medea ist fleissig, ungeduldig und schnell. Verstopfte glatte Wege mit vielen Menschen, Hunden und Kinderwagen sind da sofort anstrengend. Sie bräuchte eigentlich freies Feld und schöne Waldwege. Schade dass das so weit weg ist ...


    Mit Bambine ist es im Winter immer toll, weil man dann mit ihr spazierenlaufen kann wie mit einem grossen Bernhardiner.

    Interessant, dass Hilda Horner bekommt. Wir haben jetzt auch zum ersten mal ein Anguskreuzungskalb mit Hörnern. Alle anderen waren bislang hornlos.
    Familienähnlichkeiten finde ich immer wieder interessant.
    Weil wir momentan vormittags zu zweit sind und so viel mehr Tiere schaffen als ich gewöhnlich alleine hinbekomme, gibt es Zeit mit Tieren und Tätigkeiten anfzufangen, die ansonsten immer liegen bleiben.
    z.B. mit Olivia, der Vollschwester von Olessa (beide Olympia (Braunvieh) x Simmentaler. Olessa hatte Onyx als Amme, Olympia Hermine. Hermine ist auch so ein Fall, aber das ist eine andere Geschichte.
    Olivia u Olessa sehen nahezu identisch aus. Olivia ist etwas feiner, schlanker. Mit Olessa mussten wir anfangen, weil sich Onyx geweigert hat ohne sie irgendwo hinzufahren. Also musste Olessa mit. Später wollte sie so unbedingt und fleissig lernen, dass Lilian sie gekauft hat. Zum Glück, denn sie ist wirklich toll. Geduldig und freundlich. Legt beim Sommerfest im Seniorenheim ihre gepunktete Nase auf die Rollstuhltischchen u lässt sich kraulen. Medea hätte da längst geschaut, was sie mit ihren Hörnern bei den blinkenden Speichen anfangen kann...
    Weil Olessa so eine liebenswerte Kuh ist, wurde Olivia auch behalten. Während des Stallumbaus war sie für ein Jahr im Aufzuchtvertrag. Jetzt hat sie selbst ihr erstes Kalb u ist seit Sommer wieder hier. Hin u wieder üben wir mit ihr im Stall anhalten u losgehen, links drehen. Ganz selten anbinden u führen. Heute haben wir sie mit zur Weide genommen, morgen wieder. Denn eigentlich wäre es natürlich saublöd so ein mögliches Gespann nicht wenigstens auszuprobieren.
    :)

    Toll, die Hedda gibt^s noch. Das ist dann ja spannend ob sich die Schwestern ähneln u ggf. mal ein Gespann werden könnten. Hast Du Bilder? Sehen die beiden gleich aus? Sind sie sehr verschieden? Alles sehr spannend! :)

    Die Allgäuer OB Kühe gefallen mir mit ihren stabilen Beinen.
    Das ein Schwarzbuntes Niederungsrind jetzt auch 9000 l Milch gibt ist für mich ein Schock. Restromantik ade.
    Wie wird denn dort mit den Tieren geübt, dass alle so gelassen auf dem einladend weichen Boden stehen?

    Zeno sieht toll aus. So schön schlank, beweglich und langbeinig.
    Sieht aus als würde er sich darüber ärgern, dass das Brauereigespann aus der Werbung auf sich warten lässt :)
    Passt er noch mit Hanna zusammen ins neck yoke? Oder spannst Du sie einzeln an, bzw. Mutter u Tochter?