Posts by Anne

    Hallo Elke,


    Die sind super!

    Falls Du sie noch hast kauf ich sie gerne.

    Wir sind hier gerade am sortieren, weil ich ja im Sommer mit meinen Tieren nach Deutschland umziehe und Lilian mit ihren hier bleibt. Da kämen zwei kleine Kumte für ihr Gespann gerade recht!


    liebe Grüsse

    Anne

    Heute hatte ich auf der Weide ein schönes Erlebnis mit Friedolin:


    Friedolin ist inzwischen ca. 8 Jahre alt, fast genauso gross wie ich und etwa 1500kg schwer.
    Er ist keine Ballerina und hat Mühe sich an den Füssen und Rückseiten der Hinterbeine zu lecken. Also macht Murmel das meistens. Manchmal 10 Minuten lang. Oder ich bürste ihn dort. Was dazu geführt hat, dass mir Friedolin seine Hinterfüsse entgegenstreckt, wenn er sie geputzt bekommen möchte.
    Heute wollte ich eigentlich Jeanette bürsten, aber Freidolin hatte dieses unerträgliche Fussjucken.
    Also gut. Füsschen massiert. Dann dachte ich, ich wäre fertig, aber nein: Der Fuss wird wieder hingestreckt.
    Ok noch etwas bürsten. Jetzt finde ich das es reicht wirklich und will weggehen.
    Aber was ist mit Friedolin los?
    Warum knickt der plötzlich weg?
    Schaut mich an, macht Kompliment (was er sonst nur macht, wenn er weiss dass ich einen Apfel habe), steht wieder auf und ping:
    streckt mir wieder den Fuss hin.
    Also gut. Dann jetzt noch mal richtig kraulen...
    und erst jetzt merke ich, dass er unter dem Fell lauter kleine schorfige Krusten hat. Ach so, ok, Behandlung fällig.
    Manchmal muss man drauf gestossen werden.

    Ein hübscher Kerl. Danke für das Bild.


    Das Rennen ist Übermut und Spass. Ich würde ihm dafür einen Ort einrichten. Wenn es auf der Weide ok ist, würde ich es genauso machen wie Du und mich einfach daran freuen. :)
    Abwarten, bis er sich ausgetobt hat und dann mit dem Training weitermachen.
    Wenn der Übermut weg ist, hängt auch der Strick wieder durch.


    Etwas anderes: Es gibt "Nasenringhalter", die an den Hörnern befestigt werden, über die Stirn zum Nasenring laufen und ihn hochhalten, so dass er oben flach auf der Nase aufliegt. Kann man auch einfach ein Seil für nehmen.
    Ich habe das Gefühl, dass es für die Tiere angenehm ist, wenn der Ring nicht permanent in Bewegung ist. Es besteht dann auch weniger die Gefahr, dass sie sich mit dem Ring irgendwo an der Stalleinrichtung einhaken und hängenbleiben.


    (Ich hab mal einen Ochsen gesehen, der sich die Nase geschlitzt hat, weil der Ring am Fressgitter hängengeblieben ist und er Panik gekriegt u ihn rausgerissen hat)

    Ach ja, wenn man in der "Hurra weicher Boden Situation" ein zweites Tier dabei hat, und eins bockt, bockt das zweite meist unmittelbar darauf auch.


    Wenn Snickers bereits gut alleine geht, verlernt sie das nicht mehr. Auch wenn ab und zu ein zweites Tier mitkommt. Gelernt ist gelernt.
    Nur Kühe die frisch gekalbt haben u nicht ohne ihr Kalb gehen mögen sind eine Ausnahme.

    Hallo Snickers,




    ich finde es sehr hilfreich einen Weg / oder mehrere Wege zu haben, die sie richtig gut kennen.
    Auf diesen Wegen übe ich dann immer wieder etwas Neues.
    Schlangenlinien laufen, von hinten lenken, etwas ziehen, einen Reiter tragen usw.
    Wenn sie "in ihrem Gebiet" sind, fühlen sie (und ich) uns sicher und können uns gut auf ein neues Detail konzentrieren.
    An den Problempunkten, die immer wieder schwierig sind, hilft nur immer wieder üben. Oft hilft es auch schon ein paar Meter davor die Richtungsänderung einzuleiten / die Seite zu wechseln / oder die Aufmerksamkeit des Tieres auf etwas anderes zu lenken.


    zu Spielaufforderung / Drohung:


    Deine Interpretation ist meiner Meinung nach richtig u deckt sich mit den Verhaltensäusserungen meiner Tiere.
    Wenn sie von hartem auf weichen Boden kommen, ist die Begeisterung so gross, dass oft für einen Moment Anarchie herrscht - und gerne alles in Frage gestellt wird. Sie freuen sich, werden übermütig, hüpfen in die Luft, fordern zum Spielen und rennen auf - und wollen anschliessend meistens fressen. Unsichere Tiere, oder solche die länger nicht draussen waren, rennen in solchen Momenten auch gerne nach Hause.


    Um dem vorzubeugen lasse ich die Tiere vor dem Training auf der Weide rennen. Da schlenkern sie dann mit den Köpfen und hoppeln um mich rum, oder wir rennen gemeinsam. Danach ist die grösste Anspannung raus und das Problem stellt sich viel weniger. Mit vielen könnte ich ansonsten überhaupt nicht laufen gehen.


    Wenn ich sie nicht rennen lassen kann, bleibe ich prinzipiell nur auf Asphalt oder Schotterboden. Bei einem aufgeregten/ unausgelasteten Tier ist die Situation oft schon ausser Kontrolle, wenn es mit zwei Füssen auf weichem Boden steht. Für so ein Tier gilt: Bleib weg von weichen Böden.


    Falls das Tier die Entscheidung getroffen - u einen auf die Weide gezerrt hat (und kein Pfosten in Strickentfernung ist) ist man meistens gut beraten, so zu tun als ob nichts passiert wäre und es fressen zu lassen. Wenn man Glück hat vergisst es über das Fressen, dass Bocken und nach Hause zischen auch lustig wäre. Erst wenn es wieder normal atmet und sich nicht schon bei leichtem Strickanziehen komplett anspannt habe ich eine Chance es bis zum Weg zu schaffen. Wenn ich das Gefühl habe, dass nur noch mit Sturheit - aber nicht mehr mit berstendem Übermut zu rechnen ist, sage ich "komm hü" und bin dann sofort streng.


    Mein Verwarnungslaut ist ssssst. Das klingt so ähnlich wie das gepresste Drohschnauben und wird gut gehört.


    Dann versuche ich, ob ich eine Rechts- oder Linkskurve durchsetzen kann. Wenn sie mir drohen - oder ich damit rechne dass sie es tun - stelle ich mich so, dass ich sie rechts schicken kann. (Ich stehe kurz vor der linken Schulter, halte mit der rechten Hand die Gerte u mit der linken den Strick. Mein linker Arm versperrt den Weg nach vorne. Mit dem rechten ticke ich sie mit der Gerte, bei "komm hü" an der Schwanzwurzel an und unmittelbar danach an der linken Schulter. Dann wieder hinten. Und falls nötig sofort wieder an der Schulter.


    Manchmal kann ich sie auch ablenken oder mit einer Handvoll Grass oder einem Leckerchen auf mich konzentirieren und wieder auf den Weg locken.

    super, dann hast Du^s ja rausgefunden!


    Das einzige was mit leerem Bauch denken können ist: Das da was rein muss. :)

    Das wird schon. Du machst das gut. Er macht es gut. Er findet "mit Dir gehen" grundsätzlich gut. Das ist super.
    Er will bei Dir sein.
    Ihr steht in Verbindung. Kommuniziert, diskutiert. Unter anderem über das Seil.
    Er gibt sich Mühe und er ist kein Doofi. Ihn interessieren jetzt die Feinheiten. "Wo soll ich genau sein?" "Wie reagiert sie, wenn ich vor ihr gehen will?" "Wie, wenn ich rückwärts krieche?" Er probiert jetzt so dies und das aus um den genauen Rahmen rauszufinden. Macht Tests und Vorschläge.


    Ihn weiter rückwärts zu schicken, als er anstatt vorwärts zu laufen rückwärts gekrochen ist, war eine gute Idee.
    Das er nach einer Weile versucht hat "sich aus dem Staub zu machen", lag wahrscheinlich daran, dass er sich - weil es so lang gedauert hat - nicht mehr sicher war, ob das Rückwärtsgehen jetzt eine Aufgabe war, oder ob Du ihn wirklich wegschicken wollest. Da dachte er, "sie meint es ernst. Sie will mich hier nicht haben. Da verschwinde ich besser."


    Das Schwierige ist, bei der Korrektur von unerwünschtem Verhalten, so stoisch und emotional unbeeindruckt wie möglich zu bleiben und trotz eigenem Ärger ans Loben und Pausemachen zu denken, sobald es irgendetwas gibt was man loben kann.
    Er will den genauen Rahmen wissen und stellt gezielt Fragen: "Wieviele Schritte vor Dir, hinter Dir, neben Dir soll er gehen?" "Wo genau soll die Schulter sein?" "Wo die Nase."
    Gib ihm genaue Antworten. Nimm etwas Tempo raus. Ihr habt keinen Streit. Es geht um genaue Positionen und Bewegungsrichtungen.


    Wenn meine Tiere mit etwas Aufhören sollen (z.B. rückwärtskriechen), lasse ich sie meistens erstmal anhalten.


    "hoo" (Das kann ich dann schon wieder loben.)
    2 Sekunden stehen. (Kraulen für^s stehenbleiben. Das Tier entspannt sich, ich denke nach, was ich wollen könnte, das ich vielleicht durchsetzten kann. Manchmal ist es nur ein Schritt in eine bestimmte Richtung.)
    z.B. "zurück" oder "links" (Nicht länger als 3-4 Sekunden)
    "hoo" (klares Ende der Miniaufgabe, wieder loben / ein paar Sekunden stehen, entspannen, nachdenken, nächste Miniaufgabe)


    Rinder sind grosse Tiere. Sie denken: Fuss für Fuss, für Fuss.
    Gib ihm "Fuss, für Fuss, für Fuss" seine Kommandos. Im Rhythmus der gewünschten Bewegung.
    Je genauer, umso besser.


    z.B. "zurück":
    Immer das Vorderbein mit dem Gertenknauf anticken, das er zurück bewegen soll. Später wie mit einem Blindenstock vor dem Fuss auf die Erde ticken. Genau in dem Tempo das er machen soll / und gut machen kann


    Wenn er eine Wendung machen soll genau überlegen:
    Zuerst muss der Blick in die Richtung, (Zupfzeichen mit dem Seil, oder Wedel, Wedel mit der Gerte vor dem anderen Auge, oder locken).
    Dann die Schulter (für Linkskurve: rechte Schulter anticken, für Rechtskurve: linke Schulter anticken)
    Dann muss der Hintern rum. (Falls nötig mit Gerte oder Finger etwas antippen)


    Also: Blick, Schulter, Hintern.


    Bei jeder Etappe kann man wieder eine oder zwei Sekunden Pause machen zum Entspannen, (falls nötig länger), wenn schwierig : jeden Minischritt loben und sich Freuen wenn^s klappt.


    Wichtig ist, dass jede gewünschte Bewegung als Aufgabe verstanden wird, die einen klaren Anfang und ein klares Ende hat.


    So kann man sich langsam vortasten. Das was klappt vertiefen und immer mal wieder zum entspannten Neustart "Stehenbleiben" oder eine Stufe zurück. Das macht Spass und ist nicht so anstrengend. Wirst sehen!

    Lieber Hermann,


    Lasst die beiden erstmal in Ruhe ankommen und lernen was ihr neuer Alltag ist. Wer ihr seid. Was sie von Euch erwarten können.
    Sie haben noch soviel Angst, Wildtiere die sie waren. Die Halfter würde ich zur Seite legen, bis sie sicher und gerne kommen - und wenn ihr weggeht hinterherlaufen WOLLEN.
    Zwingen klappt nicht. Da kann man sich sicher sein - und in Ruhe entspannen.

    Lieber Hermann,


    ihr habt schwierige Tier. Königsklasse der Ausbildung:
    Halbwilde Halbgrosse, langbeinig, schnell, intelligent, ängstlich, misstrauisch wegen negativer Vorerlebnisse.
    Es wird lange dauern, bis sich die Ladies sicher sind, dass ihnen nichts passiert.
    Solange sie davon ausgehen, dass Menschen mit Halftern u Seilen unberechenbar und schrecklich sind, werden sie wahlweise fliehen oder kämpfen. Treten und stossen.


    Ich habe überhaupt keine Kraft. Bin eher schwächlich und habe ungern Unfälle. Wenn ich ein Tier spannend, interessant und wunderbar finde, investiere ich viel Zeit und Geduld. Warte ab, wie es sich entwickelt und denke mir Minischritt für Minischritt die nächste Aufgabe aus. Oft mit Pausen.


    Bei Euren würde ich vermuten, dass es 6-12 Monate dauern wird, bis sie verlässlich Zutrauen gefasst haben und sich führen lassen. (Aber ich übe auch nicht jeden Tag mit jedem Tier, sondern mehr so nebenher. Ich denke mir gleichbleibende Abläufe aus, damit sie wissen, was sie von mir erwarten können und übe ansonsten so wie ich es gerade hinbekomme.)
    Sie können dann aber tolle und zuverlässige Tiere werden.
    Das Potential ist da, aber es ist eine knifflige Aufgabe.
    Ich wäre stolz wie Hulle, wenn ich^s hinbekommen würde.
    Diese schönen schwierigen Tiere.


    Dass sie sich entscheiden mitzukommen ist der entscheidendste Ausbildungsschritt.
    Meiner Meinung nach lohnt es sich, ihnen dafür Zeit zu lassen.
    Denn alles andere baut darauf auf - und geht dann vergleichsweise einfach - und schnell.


    Für mich hat sich "Langsamsein" als Methode bewährt. Gerade wenn ich^s eilig hab.
    Die Tiere lernen so vor sich hin und bisher musste ich selbst noch nicht wegen ihnen zum Arzt oder ins Krankenhaus.


    Dass sie mir vertrauen, die Nerven behalten und auf mich Rücksicht nehmen ist das einzige vorauf ich mich verlasse.


    Die Tiere halten es mit mir genauso.


    Hin und wieder gibt mir einer ne Verwarnung, damit ich wieder weiss dass ich geduldig u dankbar sein muss.


    Manchmal habe ich auch Tiere die für mich ungeeignet sind. Mal wegen des Körperbaus.
    Mal auf Grund des Charakters. Mit solchen Tieren mache ich dann nicht weiter.
    Andere sind für nix zu gebrauchen und machen trotzdem Spass. Da kann es dann sein, dass sich plötzlich doch was findet wozu sie zu gebrauchen sind. :)


    Die Frage ist immer: Hat man Freude mit einem Tier Zeit zu verbringen - oder lieber mit einem anderen.


    Oder wie Howard Van Ord sagt: "The best ox is the one you like"


    Wenn dem nicht so ist, würde ich sie verkaufen.


    Oder mir zur Freude - und ihnen zur Gelassenheit - ein, zwei andere dazu nehmen, mit denen es einfacher ist.
    Eine zahme gesetzte Milchkuh, die man bereits führen kann oder zwei Tränkekälber.

    Hallo Julia,


    Schön von Dir zu lesen.


    Snickers klingt nach einer tollen Kuh, die schon viel kann.


    Gegen das "Stehenbleiben" hilft Routine. Die Aufgabe kennen. Den Weg wissen. Sich sicher sein.


    Teils ist es aber auch typisch Kuh und bleibt als Verhaltensmuster bestehen.


    Meistens gibt es einen Grund:


    "Zuviele Fliegen, so kann ich unmöglich laufen"
    "Schon 16:30 Uhr, die anderen kriegen gleich Fressen."
    "Wenn wir in einer halben Stunde zurück sein wollen, müssen wir jetzt umdrehen"
    "Das Geschirr passt nicht mehr, guck mal nach"
    "Auf dem Schotterweg kann ich schlecht laufen"
    "Die Leute finde ich blöd, ich geh nicht von der Weide"
    "Den Weg trau ich mich nicht."
    "Keine Lust alleine."
    "Ich muss zurück zum Kalb"
    ...



    Zähneknirschen kommt oft vor, wenn sie angespannt sind sich aber eigentlich nicht gegen einen wenden wollen.
    Etwas ist blöd. Ein innerer Konflikt. Murmel knirscht mit den Zähnen, wenn ich ihn aus dem Stall nehme - ohne Mama. Friedolin knirscht mit den Zähnen, wenn er sich beeilen soll. Oder wenn die Kekse alle sind.


    Manchmal hilft warten. Manchmal absteigen und führen. Manchmal locken.
    Meistens eine zweite Person, oder ein zweites Tier.
    Manchmal hilft aber auch gar nichts, ausser es am nächsten Tag wieder zu versuchen und zu überlegen, ob es vielleicht doch einen Grund gab den man nicht bemerkt hat.


    Etwas Druck zu machen ist oft hilfreich. Mehr jedoch nicht. Sie werden dann nur verärgert, fangen an zu kämpfen oder reagieren ängstlich. Am Ende hat man ein misstrauisches, nachtragendes und u.U. gefährliches Tier.
    Man braucht lang um das Vertrauen wieder herzustellen und wirft sich das noch ewig vor.


    Also besser freundlich, stur und gleichbleibend sein. Immer wieder bitten. Stehkampf.
    Wenns klappt loben und wenn^s mal gar nicht geht. OK. Morgen wieder.
    Man selbst kommt sich dann Losermässig vor, aber die Tiere rechnen es einem positiv an wenn man auch mal akzeptiert, "Dass jetzt Schluss ist" oder "Dass es heute einfach nicht geht."
    Manchmal stehen sie schon eine Stunde später wieder am Tor und haben Lust etwas mit einem zu machen.


    Also: Snickers ist super. Weiter so.


    Gruss, Anne

    Wie schön, dass er neugierig geworden ist und sich zum Mitkommen entschieden hat. Ein Riesenfortschritt.
    Vielleicht könnt ihr euch ja langsam zur Hauptstrasse vortasten.


    Wenn ich mit einem Tier an einen Ort gehen will, von dem ich denke dass er wahrscheinlich eine Überforderung darstellt, suche ich mir zunächst einen Anbindeplatz in der Nähe. Nehme einen Sack mit Heu mit und stehe da rum, bis der Sack leer ist.
    Nach ein, zwei Stunden verliert jeder Ort seinen Schrecken und man erkennt die Rhythmen und Gleichmässigkeiten der Geräusche und Bewegungen. Auch der belebteste Ort hat etwas Statisches. Alle drei Minuten kommt der Bus. Alle 20 Sek. wechselt die Ampel. Wenn ein Lastwagen über den Huppel fährt scheppert^s, ...
    Ich glaube ich würde erstmal hingehen. Rumstehen / Fressen/ wieder nach Hause gehen.


    Schritt zwei wäre: "gleichmässig laufen". Stehenbleiben vermeiden und auf^s Gehen und die Bewegungsrichtung konzentrieren. Gleichmässig Laufen ist in schwierigen Situationen oft einfacher/ sicherer als Stehen.
    Sobald der steht, denkt er nach.
    Was soll ich bloss tun? Renne ich zurück? Springe ich nach vorne? Springe ich zur Seite?...
    Dann weiss man nicht wozu er sich entscheidet.


    Wenn er sich zum Mitkommen entschieden hat und von Deinen Bewegungen ablesen kann dass "gelassen weiterlaufen" gut ist, macht er es Dir wahrscheinlich nach. Anhalten zu müssen ist in so einem Fall doof. Falls man auf der Strasse läuft ist es dann gut wenn man eine zweite Person bitten kann mitzukommen und die Autos abzubremsen oder anzuhalten.
    Oft laufe ich mitten auf der Strasse, bis gebremst wurde. Viele Auto- Fahrradfahrer verstehen "bitte langsam" nicht und fahren dann volle Kanne über den Bürgersteig. WÄÄH. Also signalisiere ich jetzt im Zweifelsfall immer gleich "Anhalten".


    Wenn ich etwas Brenzliges vorhabe lasse ich sie erst auf der Weide rennen, gehe dann die gewohnte Runde um den Stall und nur wenn ich das Gefühl habe, dass sie entspannt genug sind und auf mich achten, laufe ich weiter Richtung Strasse.
    Werden sie zu nervös, binde ich sie an, oder drehe um.


    An der Strasse laufe ich so vor ihnen, dass ich ihnen mit meinem Rücken / Arm die Sicht einschränke und während die ersten Fahrzeuge an uns vorbeirappeln lasse ich sie beim Laufen an einem Zwieback arbeiten.
    Solange die Aufmerksamkeit bei mir, oder dem Keks ist ist alles gut. Dann immer schön gleichmässig weitertrotten.


    Wenn sie zu nervös sind zum Fressen, grosse Augen machen u die Aufmerksamkeit Richtung Stall geht, binde ich sie an den nächsten Pfosten und warte, bis ich wieder bessere Chancen habe.