...und jetzt kommt langsam das Getreide dran.

  • Nein - die Mädels mussten heute nichts machen. Aber ich habe es heute endlich geschafft meine Frankenstein-Dreschmaschine (aus zwei kaputten mach eine ganze) zum Laufen zu bringen. Dann kann ich morgen endlich den Weizen dreschen und eventuell Ende der Woche das Hafer-Erbsen-Linsen-Gemenge, wenn es nicht immer wieder reinregnet.


    Viele Grüße aus Oberfranken vom Flo!

  • große Klasse!

    hast dazu auch Nahaufnahmen?

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

  • Hallo und guten Morgen!

    Ja - das ist eine wirklich ruhige Alternative. Ich habe einen alten Dreschmaschinenmotor hier in der Nähe neu lagern lassen und seither hört man ihn kaum noch, wenn er läuft...

    Flo

  • Nun ja, es könnte ja auch jemand auf die Idee kommen, daß Du ja dann auch deine Kühe, da sie während dieser Zeit eh nichts zu tun haben auf ein Laufband stellst, und damit dann die Dreschmaschine antreibst ... :|

  • Oh, oh - da hätten die Beiden einiges zu tun... 4PS bekommen sie doch nicht so auf Anhieb zusammen!

    Ich hab schon oft über einen Göpel und einen kleinen Stiftendrescher nachgedacht - aber in unserer Nachbarschaft sind zumindest alle Göpel beim Alteisen (die Hallen gibt es noch reichlich). Es gibt auch lustige Bauanleitung unter Verwendung von PKW-Achsen mit Differenzial und Schaltung! Andererseits: Das Mähen, Binden, Aufstellen, Laden, Dreschen, Verräumen ist eh schon "schlimm" genug, wenn nicht viele Leute helfen...

    Ich hab gerade einen viertlen Hektar Weizengarben geladen, davon die Hälfte beim Heimfahren in den Wald geworfen (böse Wurzel, böse), um dann den ganzen Schlumms wieder aufzuladen.

    Manchmal trauere ich meinem Mähdrescher hinterher.

    Manchmal.

    Schönen Abend allerseits!

    Flo

  • Das war von mir auch nur so eine Randnote auf schon dagewesene Gedanken zum einsparen von herkömmlicher Energie (Stromerzeugung aus Atom- oder Verbrennungskraftwerken).

    Bei Arbeitsmaschinen benötigt man aber meistens eine gleichbleibende, konstante, und meist recht hochtourige Antriebsleistung, welche über Göpel oder Laufband nur schwer realisierbar ist ...

    Ich würde dahingehend erst mal auf Energiebezug vom "Sonnendach" (Ökostrom ?) und weiterhin den Einsatz eines doch recht guten Elektromotor setzen.


    Göpel(ähnliche) Antriebsmöglichkeiten - unter Verwendung von ausgedienten Autoachsen etc. sind mir aus Versuchen aus den 1980ziger Jahren für Einsätze in s.g. "Entwicklungsländern" bekannt geworden. Wenn ich mich recht entsinne ist auch in der entsprechenden Ausgabe von "StarkePferde" in einem einschlägigen Thema dazu berichtet worden ...


    Das einbringen der Ernte, ob Heu, Grummet, Getreide oder andere Feldfrüchte im kleinen landwirtschaftlichen Betrieb war früher immer eine familiäre Aufgabe, d.h. hier musste alles mithelfen, was mithelfen konnte, damit vor allem die trockenbedürftigen Gaben zügig und ohne Schaden eingebracht werden konnten.


    Und beim "schnellabladen" eines Heu- oder Getreidegarbenwagen's - befindest Du dich in allerbester Gesellschaft, denn das ist über die Jahrhunderte hinweg schon so vielen, durchaus auch erfahrenen Fuhrleuten passiert. Also ärgere dich höchstens über deine(n) selbst gemachte(n) Fehler - und versuche es beim nächsten mal anders zu machen ... ;)

  • und die Wurzel merken !

    ich krieg hier jedesmal einen Anschiss wenn ich das selbe Schlagloch mitnehm :pinch:

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

  • Danke, danke! ich war selber erstaunt, dass sie so problemlos läuft... Heute lassen wir noch den Hafer durch - da gibt es vielleicht noch ein paar Bilder, nachdem die letzten ja "weggeschwommen" sind.

    Flo

  • Heieiei... Es war eine Riesensauerei (staubtechnisch) und vom Ertrag möchte ich gar nicht reden. Aber am Ende der Aktion waren fast 20 Menschen bei mir im Hof und haben die Getränkevorräte dezimiert.

    Alles in Allem: Schön!

    So sah es aus:






    Die kommenden Tage möchte ich dann bloß noch das Stroh durch die Hochdruckpresse schicken - in der Scheune ist es sonst ein bisschen voll...


    Viele Grüße aus Oberfranken!


    Flo

  • Es war eine Riesensauerei (staubtechnisch)

    Da kannst Du ja froh sein, daß Du quasi einen "Sommerdrusch" - draußen im freien absolviert hast. Beim typischen "Winterdrusch" - in der Scheunentenne hat das noch ganz anders ausgesehen (Dreschmaschienenfieber!) ... :(


    vom Ertrag möchte ich gar nicht reden

    War "so viel Luft" in den Spelzen ... ?


    das Stroh durch die Hochdruckpresse schicken - in der Scheune ist es sonst ein bisschen voll...

    Wie - biste schon unterm Giebel angekommen mit den Strohgarben ?

    Oder ist die Scheune so klein ?

    Oder dein Viehbestand zu groß ?

    8|

  • Nein, nein - die Scheune ist eigentlich groß genug für alles Mögliche. Aber der Berg loses Stroh liegt eben momentan da, wo eigentlich die Dreschmaschine wieder hin soll und das möglichst bald...

    Was den Ertrag angeht, kamen leider ein paar Sachen zusammen: Wochenlange Trockenheit, hungrige Spatzen, zu später Mähzeitpunkt (Ausfall), Feldmäuse in den Hocken und so weiter...

    Schönen Tag noch!

    Flo

  • Was den Ertrag angeht, kamen leider ein paar Sachen zusammen: Wochenlange Trockenheit, hungrige Spatzen, zu später Mähzeitpunkt (Ausfall), Feldmäuse in den Hocken und so weiter...

    Der Mensch ist ja lernfähig was die "quasi" technischen Dinge betrifft ...

    Nur am Wetter kann er bisher noch nicht direkt was einstellen <X