Rungen am hölzernen Ackerwagen

  • Tja, heut ist es passiert ...

    die beiden Vorderrungen von unserem hölzernen Ackerwagen, die ich schon so viele Jahre skeptisch beäuge, weil sie doch schon recht altersmarode sind, die beiden Rungen sind tot ;-(

    der Bill hat die Gelegenheit genutzt und sich mal kräftig dran geschabbert, dann brach die rechte weg, er war aber offenbar immer noch juckig, also hat er an der anderen Seite weitergemacht, bis auch die nachgab; als ich es krachen hörte war das Malheur schon passiert und der Bill stand daneben mit einem bedröbbelten Gesicht

    so, die Rungennasen hab ich mit Hilfe der Crew aus den Löchern am Vorderwagen entfernt (die Hanna hat mir liebevoll die Haare von der schweißnassen Stirn gekämmt und mit Spucke nach hinten geglättet, der Bill hat mit seiner Nase die genau zwischen Rad und Vorderwagen paßt immer wieder nachgeschaut ob ich auch wirklich jeden der alten, rostigen Nägel ausgegraben hab, der Festus hat derweilen meine Brille probiert während die Hanuta entgeistert zugesehen hat wie die Chefkuh auf Knien vor dem Wagen rumrutscht)

    mein Bauchgefühl sagt die Dinger können selbst nachgemacht werden, mein Hirn sagt aus Eschenholz; hab ich das richtig oder sollten die aus einem anderen Holz gearbeitet sein?

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

  • Tja - so Zeug passiert leider immer wieder...

    Bei unseren Wägen sind die Trümmer aus Eiche - anscheinend meistens aus eh schon gebogenem Holz. Hast du ein Bild von den Teilen?

    Viele Grüße!

    Flo

  • nur damit es sich rentiert hat er heute hinten auch gleich noch eine geschreddert ;-(


    wenn er so weitermacht krieg ich einen neuen Wagen :/

    hier die Bilder der kaputten Teile; wir haben in der Scheune nachgeschaut und es wären Eschen- und Buchen-Borde da in der passenden Stärke




    hilft das?

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  • Ja - es hilft. Zum Teil zumindest. Auf die Entfernung halte ich die Teile immer noch für Eiche, wobei die eine Maserung auch Esche sein könnte. Wobei: Bei den Teilen brauchst du ja eigentlich nicht die Flexibilität von Esche - da wäre Eiche sicher nicht verkehrt. Und - Achtung! Keine Forumsdiskussion anzetteln! Nur meine Meinung! - ich würde die Sachen auch mit nichts anstreichen, dann kann etwaige Feuchtigkeit auch wieder aus dem Holz raus, wenn sie soll. Jeder, der schonmal lackierte/gestrichene Geräte, Gartenbänke, Leiterwagen etc. mit versteckter Fäule inklusive Würfelbruch in der Hand hatte, kann das nachvollziehen.

    Hoffentlich hilft das auch...

    Schönen Rest-Sonntag noch!

    Flo

  • danke erst mal; nee, keine Diskussion; das war "nur" eine Lasur vor 10 Jahren oder so; mittlerweile hab ich auch dazu gelernt, danke also für den nochmaligen Hinweis

    trotzdem eine weitere Frage: welches Holz ist am Holzwurm-empfindlichsten und welches für draußen am geeignetsten?

    Hintergrund: unmittelbar neben genauso alten Bauteilen wo sich vor Jahren schon der Holzwurm 'ne Villa gefressen hat sind völlig unbefallene Hölzer ...

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


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    Edited once, last by marieclaire: Fragen über Fragen ... ().

  • Nee, nee - das mit der Diskussion war nicht an dich gerichtet, aber es gibt manchmal Menschen, die hier ihre ganz, ganz eigenen Meinungen vertreten, obwohl der ein oder andere vielleicht ganz andere Erfahrungen gemacht hat. Also: Bitte nicht auf den Schlips getreten fühlen!

    Zum Holzwurm kann ich mich nicht wirklich äußern - den hab ich, vor allem drinnen, schon in allen Hölzern erlebt. Anscheinend macht der auch keinen Unterschied zwischen Weich- und Harthölzern.

    Unempfindlich finde ich eben immer wieder Eiche, eventuell wegen der enthaltenen Gerbsäure. Ich hab jetzt seit ein paar Jahren ein Stoneboat aus vier Zentimeter dicken Eichebohlen im Hof liegen - zwar immer mit "Luft", sprich Ziegelsteinen darunter -, aber außer, dass es grau geworden ist, fehlt dem nix...

    Vielleicht bin ich etwas voreingenommen, wer weiß.

    Schönen Abend noch!

    Flo

  • Aber vielleicht als - rein subjektives - Beispiel: Ich habe von meiner Großmutter ein kleines Ziehwägelchen (Bollerwagen) der Firma SCHOCK übernommen. Das hat sie Anfang der 50er Jahre beim Schmied gekauft, zum Futterholen benutzt und dann in den gut durchlüfteten Heuboden gestellt. 2008 habe ich es zu mir in die Scheunenhalle gestellt (gepflasterter Boden, keine direkte Nässe, aber hohe Luftfeuchtigkeit) und der Wagen war innerhald kürzester Zeit ziemlich zerfressen.

  • eigentlich heißt es solange die Teile in Bewegung sind (sprich genutzt werden) mag das kein Holzwurm

    trotzdem fällt auf wenn am gleichen Wagen Teile ganz übel und andere wie neu sind

    danke erst mal :thumbup:

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  • so, wir haben uns für Esche entschieden; unser Landwirt meint die Borde liegen schon so 25 oder 30 Jahre da, hat halt nie jemand gebraucht


    er meinte das obere Board entsorgen und das drunter hätt dann wohl noch eine brauchbare Stelle; nun denn, ich kenn das bloß vom Zedernholz, daß man es anschneidet und unter einem Wust von Moos, Schnecken, Ameisen, Spinnen, Eiern von ??? kommt tolles Holz zum Vorschein

    ich hab also 10 cm vom Ende weggesägt und dann schaut es schon viel besser aus: nicht ein Wurmloch, nichts vermodert



    kaum zu glauben aber so ist es :thumbsup:

    mittlerweile sind 4 Rungen-Rohlinge entstanden (längs aus den Rändern dieses Bords) und wenn ich morgen Zeit hab kann ich mich um deren Nasen kümmern ...


    und weil mir bei jeder Antwort wieder ne Frage einfällt:

    kennt jemand solche Nägel?


    wie heißen die? wo kriegt man die?

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


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  • damit waren die Rungen befestigt, dreimal quer durch das Wagenholz und die Rungennase im Loch, jeweils von vorn und von hinten

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  • damit waren die Rungen befestigt, dreimal quer durch das Wagenholz und die Rungennase im Loch, jeweils von vorn und von hinten

    Das ist aber sicher nicht (mehr) die originale und für solche Objekte übliche Befestigungs- bzw. Fixierungsmethode gewesen !!!




    Ein Schraubnagel oder Gewindenagel ist ein Nagel, der statt des glatten Schaftes ein ganz oder teilweise steilesGewinde“ hat. Beim Einschlagen dreht sich der Nagel schraubenähnlich in das Holz und durch die „Gewindeform“ wird ein größerer Auszugswiderstand erreicht. Dieser Nagel findet sich beispielsweise in der Holzpaletten-HerstellungSchraub- oder Gewindenagel



  • ein Anfang ist gemacht ...

    bitte habt Geduld mit mir, ich mach so was zum ersten Mal ;-)


    nächste Baustelle: der hintere Unterwagen:



    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


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  • Nur mal so zur Info:

    Ich habe geplant, im Laufe des Winters meinen Gummiwagen zu zerlegen (zersägen). Der Kasten ist ja morsch, aber das "Fahrgestell" sollte noch ziemlich in Ordnung sein. ;-)

  • In Sachen Holzwurm hat mir der Prem Kolomann mal gesagt dass wer damit hat keine Probleme hat, weil sein Wagner das Holz für die Wägen und Schlitten immer mir dann geschnitten hat wenn der Mond im..... Und den Rest habe ich verdammt nochmal vergessen!!!... Auf jeden Fall eine Kombination, die auch mal ein Jahr nicht vorkommt. Das Holz wurde dann auf Vorrat geschnitten. Egal ob Sommer oder Winter...