Fanny am Gabelheuwender

  • Hallo Hermann,


    das klappt doch so weit schon ganz manierlich ...

    Allerdings - die Anzen sind (noch) zu lang, sie schlagen hörbar gegen die Kummthölzer.

    Entweder noch mehr kürzen, oder - das Zugtier etwas weiter nach vorne lassen, so daß das Kummet nicht mehr zwischen die Anzenstangen gerät.

  • Hippo, magst recht haben; das Kumt liegt dadurch unruhig;

    trotzdem wäre mir lieber, die Anzenspitzen schlagen auf das Kumt als auf die Schulter vom Tier

    kann ich diese Bewegung der Anzen anders beeinflußen? noch weiter auseinander?? kürzer und polstern?

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

  • kann ich diese Bewegung der Anzen anders beeinflußen? noch weiter auseinander?? kürzer und polstern?

    In erster Linie wohl durch einen gleichmäßigeren, ruhigeren Zug.

    Die Anzen weiter auseinander zu rücken verändert die schlagende Bewegung bei unruhigem Zug nicht. Polstern ist nur eine Möglichkeit die Schläge abzumildern. Vielleicht wären etwas kürzere Anzen bzw. weiterer nach vorne spannen und die Verwendung eines richtiges Selett's mit Bauchgurt etc. eine Möglichkeit der Zugverbesserung ?

  • ... sie weiter vorne einspannen ist einfach, das werde ich mal probieren. Ein richtiges Selett im Pferdesinn habe ich nicht, nur ein Selett, das für spanische Troika gedacht war und das ist nicht wirklich gut geeignet....


    Muss mal schauen, der Charme am Gabelwender ist, dass er Bremsen hat und insgesamt vom Handling her ist wie eine Kutsche. Bis zur nächsten Heuernte werde ich es mal versuchen. Man kann Fanny auch von hinten fahren, aber ich hab immer das Problem, dass ich den Nachwuchs (Paula) nicht alleine lassen kann und dann nicht recht weiss, wohin damit.


    Danke

    Hermann

  • Hallo Hermann,


    hast Du heuer noch Heu zu machen ?

    Versuch mal die Zugstränge so am Sillscheit einzuhängen, daß deine Anspannung etwas länger wird. Je länger der Hebel um so mehr sollten auch die Schläge der Anzen, welche meist durch Bodenunebenheiten ausgelöst werden abgefangen werden können. Wenn Du noch mal Filmen willst, laß die "Fanny" mal möglichst gleichmäßig laufen und der/die "Filmer-in" soll einfach mal gut "draufhalten". Dann kann man vielleicht besser erkennen, ob noch was verändert werden sollte ...


    Viel Spaß und Erfolg :)

  • Anspannung:

    Ich werde das mit länger einspannen mal probieren. Heu mache ich nur noch, wenn so viel nachwächst, dass es sich rentiert. Bei der Trockenheit grad schauts aber grad nicht so aus.



    Übersetzung :

    In meinem Fall sind es zwei Winkelgetriebe, eines an der Antriebsachse (in jedem Rad ist ein Freilauf) und eines an der "Kurbelwelle" wo die Gabeln dran sind.

  • ... wenn ich so schnell fahre, dass der Wender "schlägt" ja, sonst naja. Ich bin zuversichtlich, dass das bis zur nächsten Saison geht, weil Fanny eigentlich lieber schnell läuft....

    Im Wender deutet sich an, dass die Welle des rechten Antriebsrads gebogen ist und bei höheren Geschwindigkeiten der Freilauf überspringt. Wenn mal Freunde die Traktorfahren können da sind, werde ich den Wender an den Traktor spannen, mich auf den Wender setzen und mal genau schauen.


    Aber insgesamt bin ich sehr zuversichtlich. Die Geschwindigkeit der Kuh ist ausreichend bei diesem Wender. (FREU)

  • ...es mag am Film liegen, irgendwie scheinen mir aber das die Gabeln sehr schnell - trotz moderater Zuggeschwindigkeit - arbeiten. Hab den Eindruck dass die alten Fahr Gabelwender (Kettenantrieb) eine langsamere Übersetzung haben.

  • die Geschwindigkeit ist aber erforderlich, wenn ich noch langsamer gehe, dann wendet es nicht sauber. Ich bin ganz froh drum, weil ich Angst hatte, dass die Kühe zu langsam sind....


    Grüße

    Hermann

  • Das mit der Geschwindigkeit hat m.E. zwei Seiten. Klar schneller bedeutet weiter Werfen und wenn man Glück hat auch Wenden.
    Ich persönlich mag am Gabelwender das "sanfte" Arbeiten ohne große Bröckelverluste. Aus meiner Erfahrung heraus reicht bei 11/2 Tagen getrockneten Heu bis zur Endtrocknung am 3. Tag das "sanfte" auflockern, so das der Wind rankommt und das Heu weitgehend vom Boden weg ist.


    Aber... ich gestehe... derzeit noch alles mit dem alten Deutz. Die Ochsen sind noch nicht so weit.

    Ich hol noch etwas weiter aus. Gabelheuwenden (mit Tier oder Traktor) hat für mich etwas meditatives. Fürs schnelle und weite gibts ja den Kreiselheuwender (ohne Tier).


    Konrad

  • Fürs schnelle und weite gibts ja den Kreiselheuwender

    Der Kreiselheuer ist meines Erachtens besser als sein Ruf - in bestimmten Kreisen ... :huh:

    Klar, die neuen Maschinen lassen Fahrgeschwindigkeiten zu, bei welchen die älteren Modelle (z.B. Fahr KH 2 od. KH 4) Luftsprünge machen täten.

    Aber wenn man mit solchen älteren Maschinen entsprechend fährt, Fahrgeschwindigkeit - Motor- bzw. Zapfwellendrehzahl gut passen, dann wird das Heu auch nicht übermäßig zusammengeschlagen. Und man kann das Heu quasi zu kleinen Schwaden zusammen"lüften", es also leicht zu kleinen Schwaden aufstellen, so daß der Wind auch gut durchstreichen kann.

    Einmal editiert, zuletzt von Hippo-Sohle ()

  • ... ich habe einen 6er Heuma, den stelle ich manchmal so, dass er zwei Schwaden (2x3Kreisel) macht. diese Schwadtrocknung funktioniert dann, wenn ein Wind geht, speziell für Kleeheu oder wenn der Boden recht feucht ist, ist das ganz ok aber der Heuma braucht mehr als ein Zugtier - also in meinem Fall einen Schlepper....