13. Treffen der Französischen Ochsentreiber im Ecomusée d'Alsace

  • so war's, viel Vergnügen!


    wie immer: ein Klick auf die Photos vergrößert sie ...

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

  • noch was ;-)


    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

  • Schön :)


    Was mir am Anfang des Videos auffällt, daß die Befestigung des Joch's hier mit starken Lederriemen, - man könnte annehmen es seien (alte?) Zugstränge einer Pferdeanspannung, mit wenigen (einer) Umschlingungen der Hörner und verschließen mittels Metallschnalle befestigt wird, während andere Aufnahmen ähnlicher Jochbefestigungen Lederriemen zeigen, welche wesentlich kleiner im Querschnitt (Breite x Stärke), dafür aber meist mehrere Meter länger sind, und daher auch mehrfach Umschlagen und am Ende geknotet oder mittels Durchstecktechnik verschlossen werden.


    Und auch das Grubbern und Pflügen wäre ich anders angegangen.

    Bei so viel, vor allem so hoch gewachsenem Unkraut hätte ich wohl zuerst versucht das Unkraut (und die Stoppeln) mittels Schleife oder Walze niederzudrücken. Wahrscheinlich hätte ich auch einen anderen Pflug [Einschaar (mit Vorschäler)] ausgewählt und wiederwärtigen Falles das ganze (Stoppeln und Beikraut) zuvorderst mittels abmähen gefügiger gemacht. Grubbern (mit einer Art "Meyerhacke" in solch einem Verwachsenen Boden geht eigentlich gar nicht. Da verstopft viel zu viel. Auch selbst bei einem Grubber anderer Bauart wäre das passiert, denn das frische Unkraut ist noch viel zu zäh, um daß es sich in einer solchen Menge von einer derartigen Bearbeitungsart groß beeindrucken lässt. Es sei denn, man färt zig mal hin und her und ..... eggt es mehrfach heraus usw. usw. :(

    Bei solch einem Zustand sind ein guter Pflug oder eine Scheiben-, oder Spatenrollegge geeignetere Gerätschaften (sofern man sie zur Verfügung hat ... ;).

  • Was mir am Anfang des Videos auffällt, daß die Befestigung des Joch's hier mit starken Lederriemen, - man könnte annehmen es seien (alte?) Zugstränge einer Pferdeanspannung, mit wenigen (einer) Umschlingungen der Hörner und verschließen mittels Metallschnalle befestigt wird, während andere Aufnahmen ähnlicher Jochbefestigungen Lederriemen zeigen, welche wesentlich kleiner im Querschnitt (Breite x Stärke), dafür aber meist mehrere Meter länger sind, und daher auch mehrfach Umschlagen und am Ende geknotet oder mittels Durchstecktechnik verschlossen werden.

    das ist die moderne Bauart ;-)

    die Wickelung geht nicht ums Horn, die geht ums Joch und wenn das schon sehr abgenutzt ist, rutscht der Riemen auch schon mal beim Arbeiten ab

    irgendwo hier hat die Anne Bilder von einem anderen Bouvier-Treffen eingestellt, da ist die Entwicklung dieses Genickjochs noch eins weiter: da werden die dicken Polster durch 3 lagigen Filz ersetzt, der zB auch gleich am Joch befestigt ist

    das neue Joch mit den umgenutzten Hufeisen um das Deichselloch (siehe Bilder) braucht noch solche Filz-Polster

    einen anderen Pflug [Einschaar (mit Vorschäler)] ausgewähl

    wir sind auch ziemlich oft hin und her und rundummadum, eine richtige Furche gabs so nicht ;-)

    was mir bis zum Schluß nicht klar war: wenn ich so einem 2-scharigen Pflug hinten belaste, kommen doch die Scharspitzen ehr nach oben und raus aus dem Erdreich; abgesehen davon, daß ein Selbsthalterpflug das von selber können müßte (wenn denn alles paßt) wäre das Gewicht vorn nicht sinnvoller gewesen?

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


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  • Um beim Pflug und beim Pflügen zu bleiben:


    Das pflügen mit einem zwei- oder mehrschaarigen (Rahmen)Pflug ist schon eine Wissenschaft für sich ... ;) und die Einstellung bzw. die Einstellerei, bis der / ein sauberer Anfang gemacht ist, ist nicht so ganz einfach und erfordert schon etwas Routine / Übung.


    Und wie bereits geschrieben, hätte "ich" für dieses Feld und unter den gegebenen Umständen einen anderen Pflug gewählt. einen einschaarigen Pflug, eventuell mit Vorschäler, vor allem aber einen, mit einem genügen großen Pflugkörper, sprich einem großflächigen Streichblech. Das kann ein Beetpflug sein, das könnte aber auch ein Unterkehr- oder Wechselpflug sein, der eine solche Masse an Aufwuchs - ohne großes verstopfen - unterarbeiten kann.

    Solche Pflüge, wie der (im Film) verwendete zweischaarige Rahmenbeetpflug wurden Umgangssprachlich auch als s.g. "Schälpflüge", also Pflüge, welche meist zum Stoppelschälen nach der Getreideernte verwendet wurden bezeichnet. Und da die Getreidestoppel in der Handmäh- und auch in der Gespannmähtechnik nicht so lang bzw. hoch waren, wie so oft in der heutigen Mähdruschzeit, wo auf den Strohertrag kein großer Wert mehr gelegt wird, war damals auch nicht eine solche Masse an Strohresten etc. unterzubringen. Diese Pflüge haben meist kleinere Schaare und auch kleinere Streichbleche, also insgesamt kleinere "Pflugkörper" und sind dadurch wenig geeignet, solche Mengen an Ernterückständen und div. Aufwuchs gut unterzuarbeiten.

  • danke:thumbup:

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


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  • Kann es sein, daß auf diesem Feld nicht die richtige Bearbeitung gezeigt werden, sondern der Pflug vorgestellt werden sollte?

    Ist es normal, daß man so gebückt hinter dem Pflug herlaufen muß, oder ist er für besonders kleine Leute gebaut worden?

    Ich habe ja keine Ahnung mangels Möglichkeit, auch wenn ich mit meinen Mädels die eine odere andere Furche gezogen habe.

  • Kann es sein, daß auf diesem Feld nicht die richtige Bearbeitung gezeigt werden, sondern der Pflug vorgestellt werden sollte?

    Das weiß ich nicht, aber vielleicht Elke ...

    Aber selbst wenn, dann war es eben nicht besonders geschickt, diesen Pflug auf solch einem verwachsenen Feld vorstellen zu wollen, wie man ja an dem rumhantieren und am Ergebnis der Pflugarbeit sehen kann ... :/

    Ist es normal, daß man so gebückt hinter dem Pflug herlaufen muß, oder ist er für besonders kleine Leute gebaut worden?

    Nein, ist es nicht !

    Denn dieser - recht kurze oder niedrige Griff - dient nicht dazu, den Pflug über lang in der Furche zu halten , sondern ist lediglich dazu da, solche Pflüge am Vorgewende auszuheben, zu drehen und an neuer Stelle wieder in die / an der Furche einzusetzen. Bei geeigneten Verhältnissen und bei guter Einstellung halten sich die dann ganz von alleine in der Furche bei der Arbeit.

  • Ok. Gibt ja Pflüge die laufen alleine, andere muß man führen. Hätte ich auch selbst drauf kommen können, der im Film hat ja nur einen Griff. Aber nicht alle selbstführeneden Pflüge habe nur einen Griff, woran erkenne ich denn solchen?

    Ich habe einen Unterdrehpflug, mit dem sind wir nicht wirklich gut zurecht gekommen, auch mit angeblich kompetenter Hilfe. Da hieß es, das wäre ein Pflug für Zweispänner, aber das war wohl Blödsinn, wie ich woanders gelesen habe.

  • Pflüge, welche "überwiegend" ! - ohne große Führungshilfen durch den Gespannführer (oder Helfer) beim Pflügen in der Furche bzw. im Land laufen sind in erster Linie die verschiedenen Rahmenpflüge. Die gab es von einscharig, dann auch meist mit etwas größerem bis großem Pflugkörper, und die mehrscharigen, zwei, drei, vier, meist kleineren Pflugkörpern, die s.g. Schälpflüge, also meist für den raschen und großflächigen, eher flachen Stoppelumbruch im Sommer.

    Die Karrenpflüge, ob Beet-, oder Unterkehr- / Wechselpflüge konnten mit Hilfe von zwei Zug + Spannketten auch "einigermaßen" selbsthaltend Arbeiten, was auch bei den ein- oder mehrscharigen Volldrehpflügen der Fall war.

    Das sind aber nur Beschreibungen zu den Pflügen.

    Der Zustand des zu Bearbeitenden Ackerboden's ist wieder ein anderes Thema (welches den Pflug aus der Furche heben / werfen kann ...).

  • ohne es genau zu wissen denke ich der Pflug sollte ausprobiert werden; es hat dort ja viele verschiedene Pflüge und mit 2 Ochsen wars auch "Manpower" genug den zu ziehen

    natürlich machen die dort im Museum nichts ohne wirklichen Nutzen, will heißen, eigentlich sollte der Acker umgebrochen werden, damit wieder was drauf angesät werden kann; egal wie / mit was ...

    und anders als in einer "echten" Landwirtschaft wo man den Tag wählt an dem das Wetter / der Boden passt für die Arbeiten wo man plant ist das hier terminlich durch die Verantstaltung fixiert gewesen

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose