was passiert mit männlichen Milchviehkälbern?

  • Vor 2 Tagen gab es eine Doku über Tiertransporte und Schlachtungen im Fernsehen, der leider nicht in der Mediathek zu sehen ist. Ich muß sagen: nichts für schwach Nerven.


    https://www.zdf.de/dokumentati…e-tiertransporte-100.html


    Ich fahre selbst meine Tiere zum Schlachter und finde die mittlerweile 80km schon sehr weit (alle näheren Schlachter haben nach der vorletzten letzten EU-Verordnung leider aufgegeben). Das Auf und abladen mache ich selbst, nur sehr selten sehe ich dabei Angst bei meinen Tieren. Ich kenne Schlachtprozesse.

    Nach diesem Film konnte ich allerdings nicht schlafen.

    Nicht nur das Elend auf den bis zu 7000km weiten Transporten, auch die "Vorbereitungen" zu den Schlachtungen auf den Schlachthöfen bereiten mir immer noch Alpträume. Besonders die Bilder aus dem Libanon, aber auch aus der Türkei. Bevor die Rinder endlich getötet wurden, wurden ihnen die Fesselsehnen der Hinterbeine durchgeschnitten und die Augen ausgehackt, aus Tradition.

    Laut Autor Manfred Karremann sind das leider keine Einzelfälle.



    Oft trifft dies dieses Schicksal auch Bullenkälber von Milchviehbetrieben, die es sich nicht auszumästen lohnt. Ich habe mich schon immer gefragt, wer das ganze "Kalbfleisch" von den Millionen Milchviehkälbern, die regulär zum Viehhändler gehen eigentlich ißt. Tatsächlich werden diese Kälber oft bei einem deutschen Mäster aufgezogen. Häufig geht die Reise dann aber weiter.


    Das alles liefert ein weiteres Argument für 3-Nutzungstiere, regionale Aufzucht von männlichen Milchviehkälbern und regionalem Fleischverzehr.

    Nicht, daß die dort aufgewachjsenen Tiere nicht auch einen schnellen, möglichst angst- und schmerzfreien Tod verdienen.

    Bis sich in solchen Ländern tierschutzmäßig in relevantem Ausmaß etwas tut, ist es wohl noch ein langer Weg.


    Auch Biomilchbetriebe liefern oft ihre Kälber an Viehhändler. Das ist noch eine zu bearbeitende Tabuzone.


    Ich bin für Bruderkuhprojekte.

  • da gibt es genug Videos im Netz auch was den großen Schlachthof in Kairo angeht

    nein, überhaupt nicht lustig

    aber es bleibt auch einiges zu kehren vor der eigenen Haustür ...

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

  • Vor 2 Tagen gab es eine Doku über Tiertransporte und Schlachtungen im Fernsehen, der leider nicht in der Mediathek zu sehen ist. Ich muß sagen: nichts für schwach Nerven.


    https://www.zdf.de/dokumentati…e-tiertransporte-100.html

    Hallo Astrid,

    der von Dir eingestellte Link funktioniert (zumindest bei mir / über den Internet Explorer) weiterhin ohne Problem ...


    Video verfügbar bis 21.11.2020, 23:59

    Produktionsland und -jahr:Deutschland 2017

    Von daher: anschauen möglich !

  • Klar, Kehren vor der eigenen Haustür ist immer gut.

    Bisher die beste Lösung finde ich den Weideschuß, bei dem Tiere überhaupt nur in totem Zustand transportiert werden.

    Kommt bei uns wegen der Entfernung zum Schlachthof leider nicht in Frage, weil es eine zeitliche Begrenzung für den Transport des toten, aber nicht ausgenommenen Tieres gibt.


    Um Mißverständnisse zu vermeiden: das Halal Schlachten selbst finde ich höchstens graduell schlechter, zumal es mitlerweile auch Muslime gibt, die eine Betäubung vorher ok finden.