Steppenrinder immer wieder zickig,trotz Zuwendung....die ältere verschanzt sich hinter der jüngeren !

  • Hallo,unsere beiden Steppenrinder sind zwar voll auf Naschen gepolt,aber die ältere kann man dann immer noch nicht überlisten,den Karabinerhaken am Halfter einzuhängen,bei der jüngeren klappt es,sie reißt auch nicht so doll,bloß dicht am Körper mag sie nicht,dann kloppt sie ,auch nicht so nett !!!!!!


    Bei der älteren,und größeren,muß man denn auch schon die Hörner im Auge behalten,beim Versuch sie nur im Stall zu führen,oder eher zerchen,,,
    als ehemaliger Milchviehalter im laufstall,wurde gar nicht mehr so rumgehampelt,mit halfterführigkeit,gin halt so ein Kuh Leben lang,,,


    Ja wir hoffen doch das sich die Zutraulichkeit erhöht,heute haben wir mit 2Stühlen und Leckerly Schalen 1Std im Stall gesessen ,wollten noch nicht aus den Schalen fressen,ers als wir den Stall verlassen haben waren die Schalen auf den Stühlen ruck zuck leergefressen !!!!
    Gruß Hermann Sch.

  • ich hätte die vollen Schalen wieder mitgenommen ... vielleicht einen Bröselverlust auf dem Stuhl hinterlassen, aber nicht die vollen Schalen; so haben sie gelernt, wer länger warten kann hat gewonnen ;-)

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

  • Nun gestern Abend haben sie ,während ich gesessen habe ,aus den Schalen gefressen,die ich auf meine Oberschenkel plaziert hatte,während sich die jüngere am Kopf dabei kraulen läßt,geht die größere,ältere erstmal wieder ängstlich zurück,da fehlt immer noch das Vertrauen ,zu dem Mensch,der sie verwöhnt,,,
    Muß dabei sagen ,das die ältere schon mal vom Händler ,wo sie auch ca.4Wochen im Stall war angebunden wurde,um sie führiger zu machen,zwecks Übernahme durch uns,leider hat sie sich schon Striemen durch das Halfter zugezogen,die jetzt verwachsen sind,sie hat einfach wohl dort auch zuviel Kraft beim Anbinden ins Halfter gebracht,hoffentlich sind das nicht zu schlechte Erinnerungen,weil sie sich jetzt so zögerlich verhält ???


    Mfg.Hermann Sch.

  • Lieber Hermann,


    ihr habt schwierige Tier. Königsklasse der Ausbildung:
    Halbwilde Halbgrosse, langbeinig, schnell, intelligent, ängstlich, misstrauisch wegen negativer Vorerlebnisse.
    Es wird lange dauern, bis sich die Ladies sicher sind, dass ihnen nichts passiert.
    Solange sie davon ausgehen, dass Menschen mit Halftern u Seilen unberechenbar und schrecklich sind, werden sie wahlweise fliehen oder kämpfen. Treten und stossen.


    Ich habe überhaupt keine Kraft. Bin eher schwächlich und habe ungern Unfälle. Wenn ich ein Tier spannend, interessant und wunderbar finde, investiere ich viel Zeit und Geduld. Warte ab, wie es sich entwickelt und denke mir Minischritt für Minischritt die nächste Aufgabe aus. Oft mit Pausen.


    Bei Euren würde ich vermuten, dass es 6-12 Monate dauern wird, bis sie verlässlich Zutrauen gefasst haben und sich führen lassen. (Aber ich übe auch nicht jeden Tag mit jedem Tier, sondern mehr so nebenher. Ich denke mir gleichbleibende Abläufe aus, damit sie wissen, was sie von mir erwarten können und übe ansonsten so wie ich es gerade hinbekomme.)
    Sie können dann aber tolle und zuverlässige Tiere werden.
    Das Potential ist da, aber es ist eine knifflige Aufgabe.
    Ich wäre stolz wie Hulle, wenn ich^s hinbekommen würde.
    Diese schönen schwierigen Tiere.


    Dass sie sich entscheiden mitzukommen ist der entscheidendste Ausbildungsschritt.
    Meiner Meinung nach lohnt es sich, ihnen dafür Zeit zu lassen.
    Denn alles andere baut darauf auf - und geht dann vergleichsweise einfach - und schnell.


    Für mich hat sich "Langsamsein" als Methode bewährt. Gerade wenn ich^s eilig hab.
    Die Tiere lernen so vor sich hin und bisher musste ich selbst noch nicht wegen ihnen zum Arzt oder ins Krankenhaus.


    Dass sie mir vertrauen, die Nerven behalten und auf mich Rücksicht nehmen ist das einzige vorauf ich mich verlasse.


    Die Tiere halten es mit mir genauso.


    Hin und wieder gibt mir einer ne Verwarnung, damit ich wieder weiss dass ich geduldig u dankbar sein muss.


    Manchmal habe ich auch Tiere die für mich ungeeignet sind. Mal wegen des Körperbaus.
    Mal auf Grund des Charakters. Mit solchen Tieren mache ich dann nicht weiter.
    Andere sind für nix zu gebrauchen und machen trotzdem Spass. Da kann es dann sein, dass sich plötzlich doch was findet wozu sie zu gebrauchen sind. :)


    Die Frage ist immer: Hat man Freude mit einem Tier Zeit zu verbringen - oder lieber mit einem anderen.


    Oder wie Howard Van Ord sagt: "The best ox is the one you like"


    Wenn dem nicht so ist, würde ich sie verkaufen.


    Oder mir zur Freude - und ihnen zur Gelassenheit - ein, zwei andere dazu nehmen, mit denen es einfacher ist.
    Eine zahme gesetzte Milchkuh, die man bereits führen kann oder zwei Tränkekälber.

    Edited 2 times, last by Anne ().

  • Hallo liebe Anne,nun meine Birgitta hat auch schon eine Verwarnug,Tritt von der jüngeren bekommen,ohne Folgen,allerdings ist Sie jetzt auch vorsichtiger im hinteren Bereich des Tieres,,,,nun du hast ja recht , es geht nur in kleinen Schritten weiter,natürlich glauben wir daran ,das sie führig werden ,un dann erst eventuell Fahren !!
    Mfg.Hermann Sch.

  • Lieber Hermann,


    Lasst die beiden erstmal in Ruhe ankommen und lernen was ihr neuer Alltag ist. Wer ihr seid. Was sie von Euch erwarten können.
    Sie haben noch soviel Angst, Wildtiere die sie waren. Die Halfter würde ich zur Seite legen, bis sie sicher und gerne kommen - und wenn ihr weggeht hinterherlaufen WOLLEN.
    Zwingen klappt nicht. Da kann man sich sicher sein - und in Ruhe entspannen.

  • Hallo,nach langer Zeit mal wieder hier,bzgl. unserer Steppenrinder,ja wir haben sie ein wenig in Ruhe gelassen,haben sie mal so vom Stuhl aus Zuckerrübenschnitzel fresse lassen,die jüngere ist einfach zutraulicher ,aber die ältere immer noch skeptischer!!


    Aber auch sie frißt denn, während sich die jüngere schon mal beim Fressen kraulen läßt ,hält die ältere (Waldfee) noch nicht viel davon,ist aber sehr vital,die jüngere(Maisallee);;Ja so heißt sie,,,einfach schon umgänglicher....
    Nun haben wir damit begonnen ,an den bereits angelegten Halftern,einen Strick mit Enterhaken zu befestigen,sie denn lang angebunden im Stall ihnen gegenüberstehend aus der Schale das Naschfutter zu reichen,klappt schon,auch da ist Waldfee viel vorsichtiger!


    Beide habe sich prächtig entwickelt,die Hörner sind insbesondere bei Waldfee erstaunlich gewachsen,leider macht sie manchmal bei bockigem Verhalten,so eine ART Kopfwinkel Angriffsstellung,aber greift nicht wirklich an,nach unserem "training" meint Sie ,sie müßte son bischen mit der Vorderhufe im Stroh scharren,bei Mastbullen früher war das so ein Warnzeichen,nach dem Motto ,seh dich vor,hoffe aber das nicht auf Waldfee umlegen zu müssen,,,,Mfg . Hermann und Birgitta ....

  • ich begreife das zum Teil als Übersprungshandlung im Sinne von Stressabbau, zum Teil kann ich es beobachten wenn sie mit dem frischen Stroh raufen (Freude?), zum Teil wenn sie Maulwurfshaufen ausgraben
    das ist für mich keine reine Drohgebärde ... kommt aber immer auf den Kontext an ...

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose