Kartoffeln legen und pflegen mit Zugrindern

  • Nicht wie im Mittelalter wie bei Claus Kropp in Lorsch, eher wie vor 100 oder auch teilweise noch vor 70 Jahren, werden auf einem kleinen Betrieb westlich von Berlin Gemüse, Futterrüben, und Kartoffeln angebaut.
    Auf dem 20ha kleinen Biobetrieb leben neben einer Schaf- und Ziegenherde auch zwei Spannkühe.
    Die Effi und Lütte werden dort als klassische Dreinutzumgskühe mit Familienanschluss eingesetzt.
    Die Kälber bleiben bei den Müttern. Um aber auch morgends etwas Milch für den Eigenbedarf zu melken, werden ein oder beide Kälber zeitweise nachts getrennt. Außerdem ackern die Kühe mit.


    Ein knapper halber Hektar Garten wird im Frühjahr z.Z. noch im Lohn pflügen gelassen.
    Alles andere passiert aber mit den beiden Spannkühen oder von Hand.


    Dieses Alte Tor hat sich zum Abziehen (Glätten der Furchen) nach dem Pflügen als geeignet erwiesen. Es hatte sich schon zum Maulwurfshügel Einebnen auf den Weiden bewährt. Damit erreicht man auch mit nur einem Rind eine ordentliche Arbeitsbreite.


    Anschleißend wurde zweispännig mit einer dreiteiligen Egge geeggt. Von dieser Arbeit gibts keider keine Bilder.


    Vor zwei Wochen wurden dann Kartoffeln gelegt:


    Mit einem selbstgebastelten Rillenzieher (Wie eine Harke mit wenigen Zähnen in 62,5cm Abstand) wurden Rillen gezogen, in die dann von Hand alle 40cm eine Kartoffel gelegt wurde.
    Auf dem Betrieb gibts (noch) kein Vielfachgerät, welches gleichmäßig und zweireihig Löcher verteilt hätte.


    Mit einem alten Kartoffelhäufler vom Nachbarn, der früher mit Pferden gearbeitet hat, wurden dann immer 2 Halbe Reihen zugehäufelt.
    Diese Ersten Furche zu ziehen ist schwieriger, als das spätere Häufeln. Man muß mit der Scharspitze genau die Mitte zwischen den Kartoffelreihen treffen und halten, auch wenn Kluten, Steine, Wurzeln und noch nicht verrottete Grasnarbenbrocken im Untergrund im Weg sind und das Schar ablenken.


    23 Dämme a knapp 40m sind so entstanden, also 575m², also ein gutes halbes Ar.
    Für das Rillen ziehen haben wir etwa 20 Minuten gebraucht, für das Legen von Hand haben wir zu zweit etwa 2-2,5h gebraucht. Für das Zuhäufeln etwa eine bis 1,5h, mit Kuhwechsel.


    Seit dem Legen der Kartoffeln vor 2 Wochen wurde 2X gehäufelt, je im Abstand von je 1 Woche. Häufeln ist eine schöne Arbeit zum lernen für Rinder und Menschen. Es wird auch sicher eine der Tätigkeiten beim Workshop im Mai sein, welche die Teilnehmer ausführen können.


    Man soll ja das Unkraut bekämpfen bevor man es sieht. Die kleinen Meldekeimlinge konnte man allerdings schon gut sehen.


    Die übrigen Fläche wird nach und nach mit Gemüse bepflanzt und besät. Damit das Saatbett feinkrümlig und gleichmäßiger wird und die Flächen bis zur Saat oder Bepflanzung nicht verunkrauten, werden sie regelmäß geeggt.



    Um den "Strich", den Abstand der Zinkenspuren im Boden, enger zu bekommen, wurden 2 Eggenfelder versetzt ineinander gelegt. So bleiben auch Quecken und andere Wurzelunkräuter zwischen den Zinken hängen. Außerdem arbeitet die Egge durch das insgesamt höherer Gewicht tiefer.


    Auch die weiteren Saaten und Pflanzungen von Gemüse, Futterrüben usw finden in dem Abstand von 62,5cm statt, indem parallele Reihen mit dem Rillenzieher vorgezogen werden. Das erleichtert weitere Pflegearbeiten.

  • 23 Dämme a knapp 40m sind so entstanden, also 575m², also ein gutes halbes Ar.


    Nee-, nicht ganz richtig, denn:


    23 Dämme von 40m Länge und 0,625m (62,5cm) Breite ergeben eine Fläche von (ca) 575 m².
    Das sind dann aber 5,75 a / Ar, denn 1 a / Ar = (Quadratkantenlänge von: 10m x 10m) = 100m²


    Quote

    Das oder der Ar, in der Schweiz die Are, ist eine Maßeinheit der Fläche, Einheitenzeichen: a (nicht zu verwechseln mit dem Einheitenzeichen a für Jahr oder dem Formelzeichen der Fläche: A) von 100 m2 = 0,01 ha [1] und ist damit gleich einem Quadratdekameter (dam2). Ein Quadrat mit diesem Flächeninhalt hat eine Kantenlänge von zehn Metern.

    Name Umrechnung Fläche Abk.
    Quadratkilometer 1000 m · 1000 m 1.000.000 m2 km2
    Hektar 100 m · 100 m 10.000 m2 ha
    Ar 10 m · 10 m 100 m2 a
    Quadratmeter 1 m · 1 m 1 m2 m2
    Quadratdezimeter 0,1 m · 0,1 m 0,01 m2 dm2
    Quadratzentimeter 0,01 m · 0,01 m 0,001m² cm2
    Quadratmillimeter 0,001 m · 0,001 m 0,0001m² mm2


    https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A4chenma%C3%9F



    Ar:https://de.wikipedia.org/wiki/Ar_(Einheit)


    Morgen: https://de.wikipedia.org/wiki/Morgen_(Einheit)


    Hektar: https://de.wikipedia.org/wiki/Hektar

  • Beim großen Ar hab ich auch gestutzt :)


    Wie heißt der Betrieb denn? Würde mich interessieren, ob sie die Grünlandpflege auch mit den Rindern machen und das zeitlich und finanziell auskommt.

  • Ach so, ich dachte, Du meinst den Demeter Gemüsebetrieb, dessen Name mir nicht einfiel.... allerding im anderen Thema ("Wie anstrengend die Bearbeitung...")


    Das hier ist der Auenhof in Pabstthum. 20ha, Milchschafe und-ziegen, fast nur Grünland, bis auf den knappen halben Hektar Gemüse/Kartoffeln/Futterrüben.
    Das Grünland wird bisher nur teilweise mit den Rindern abgeschleppt, aus Zeitmangel, wie so oft, wird Heu und Nachmad sowie Miststreuen mit dem Traktor, bzw teilweise auch im Lohn gemacht.


    zeitlich und finanziell auskommt.

    Je nachdem, was man unter "auskommt" versteht. Da die Personalkosten die höchsten sind, würde die Rinderarbeit wohl bei einer konventionellen Deckungsbeitragsrechnung mit einem halbwegs normalen Stundenlohnansatz nicht konkurenzfähig sein. Das Mähen mit modernem Doppelmessermähwerk- wenn man denn eines hätte- würde vielleicht nichtmal viel länger dauern, denn kleine Betriebe mit kleinen Schlägen habe oft auch nur kleine Technik mit geringen Arbeitsbreiten. Auch Wenden und Schwaden ginge wohl noch, vor allem wenn man die Anschaffungskosten eines neuen Traktors ansetzen würde. Aber spätestens beim Pressen bräuchte man entweder einen Zusatzmotor oder mehr Rinder als die zwei Kühe. In der Realität konkurriert hier billige Gebrauchttechnik auf der Maschinenseite mit antiker oder noch anzuschaffender teurer, moderner Pferdetechnik auf der Zugtierseite.
    In der Ausgabe Nr 77 der "Starke Pferde", S36, gibt es eine Aufstellung der Kosten und Arbeitszeitaufwendungen bei der Heuernte zumindest mit Pferden. Da schneiden beim Schwaden die Pferde ganz gut ab, allerdings vorwiegend wegen der gleich großen Arbeitsbreite des Gerätes. Ansonsten brauchen sie länger als der zum Vergleich herangezogene 30KW Schlepper mit größeren Arbeitsbreiten. Mit Aufbaumotor benötigen sie sogar mehr Diesel als der Traktor.

  • Da an einer allen Verordnungen gerecht werdenden Käserei noch gearbeitet wird, gibts Milchprodukte vorerst nur für Freunde und zur Selbstversorgung. Außerdem werden die Lämmer und Kälber muttergebunden aufgezogen, so daß auch ziemlich flexibel gemolken - oder nicht gemolken werden kann.
    Die Schaf- und Ziegengherde ist ebenfalls noch im Aufbau, genau so sieht es mit der Vermarktung aus. Einzelne Tiere gehen schon an Restaurants in Berlin oder an Bekannte und Freunde.
    Die rote Kuh ist meine Hobbykuh und die Zugrinderworkshops da mache ich auch, deshalb das Foto.

  • Mit Aufbaumotor benötigen sie sogar mehr Diesel als der Traktor.

    Das ist ja,- leider eher im negativen Sinne - interessant ?(


    Das ehemalige Mitglied "Gardist" im (Pferdekutscher-http://www.pferdekutscher.de/v…r/548-User-gel%C3%B6scht/) jetzt:
    User_gelöscht
    Veteran

    • Mitglied seit 10. Mai 2004

    Beiträge1.451Punkte7.485



    hatte in einem seiner letzten Beiträge mit ganz klaren Zahlen und Fakten darauf hingewiesen, daß "Aufbau- bzw. Zusatzmotoren" wie sie bisher Verwendung finden, die Gespanntierarbeit keineswegs wirklich und mit deutlicher Abgrenzung zur momentan strukturierten und ausgerichteten "konventionellen" Landwirtschaft weiter bringen. Hier hatte er u.a. auch Zahlen zu Leistung(en) und zum Kraftstoffverbrauch verschiedener Motoren und auch zur Verwendung von weniger umweltschädlichen Kraftstoffen etc. etc. vorgetragen.
    Leider woll(t)en viele Leute solche Diskussionen nicht haben (wahrhaben) ... :(

    Einzelne Tiere gehen schon an Restaurants in Berlin oder an Bekannte und Freunde.

    Wie passt das aber (siehe auch Beschreibung unten) gut zusammen mit:
    (vegan, vegetarisch ...) ?


    - tierisch veganes Hof- und Gemeinschaftsprojekt ...
    - wie vegane, vegetarische, gesunde Ernährung
    - Wir haben momentan Pferde, Rinder, Ziegen, Schafe, Enten, Hühner
    - einen unverkrampften Umgang mit der veganen, vegetarischen, regionalen, saisonalen und kreativen Küchen ach außen zu tragen.



    Quote

    Was wir tun:


    Das kooperative Projekt Auenhof Pabstthum ist ein tierisch veganes Hof- und Gemeinschaftsprojekt in der Gründungsphase. Im Norden von Berlin gestalten wir unser Gelände als Permakulturhof, auf dem Landwirtschaft, alte Landtechniken und aktuelle Entwicklungen und Bedürfnisse wie vegane, vegetarische, gesunde Ernährung, Veredelung von Naturprodukten genutzt, gezeigt, weiter entwickelt und weitergegeben werden. Ziel ist auch der Aufbau einer Solidarischen Landwirtschaft!
    Unser Landwirtschaftsbetrieb Auenhof Pabstthum GbR verfügt über 22 ha Grünland, etwas Wald und eine halbe riesige alte Scheune der alten Holländerei, die ab Ende des 19. Jahrhunderts Berlin mit Frischmilch und Butter belieferte. Wir haben momentan Pferde, Rinder, Ziegen, Schafe, Enten, Hühner, Hunde, eine kleine Baumschule mit ca. 50 überwiegendalten Obstsorten und einen etwa 2000 qm großen Gemüsegarten. Der Betrieb ist nach der EU-Richtlinie biologisch zertifiziert.
    Eingegliedert in das Projekt ist das vegane Catering-Unternehmen Knack.frisch. Hier werden sowohl die eigen angebauten Gemüsearten verarbeitet, als auch
    Veredlungen kreiert. Ziel unseres Gemeinschaftprojektes ist es einen unverkrampften Umgang mit der veganen, vegetarischen, regionalen, saisonalen und kreativen Küchenach außen zu tragen.

    o.k. ... Eier und Milchprodukte spielen ja in der vegetarischen Ernährung schon noch eine Rolle.
    Aber wo Tiere zum Nutzen unserer menschlichen Spezie gehalten, und ihre erzeugten Produkte wie eben Milch, Eier, Wolle u.a. genutzt werden, fallen auch irgend wann und irgend wie "fleischliche" Resurcen an, die, wenn man sie nicht ungenutzt verderben lassen will, und dann auch noch kostenbelastet Entsorgen muß,- verwertet werden - dürfen, können, sollen, - müssen ?
    Auch die Haut einiger der genannten Tiere ist ein s.g. "ökologisches" Produkt: Leder.

  • Ja klar, gut.
    Aber dieser erste Satz mit der Ausdrucksweise: "tierisch veganes Hof- und Gemeinschaftsprojekt ..." hat schon einen, irgendwie irrigen Eindruck erzeugt ...


    Ich bin ja der Ansicht, man sollte nach Möglichkeit jedwede Resurcen nutzen, welche ein landwirtschaftlicher Betrieb hervorbringt.
    Leider ist es zwar heute so, daß selbst vorhandene Resurcen oft nicht genutzt, und somit dem biologischen Verfall anheim gegeben werden, weil es ja bekannter Maßen günstiger und effektiver ist, die dann weiter benötigten Produkte X, Y oder Z im Fachhandel "Preisgünstig :| " zu erwerben, anstatt eigene, vorhandene Mittel erst einmal auszuschöpfen.
    So fallen z.B. schon im eigenen "Selbstversorgergarten", - zumindest über das Sommerhalbjahr so viele Gemüseabfälle an, daß man damit ein paar "Federviehcher" (Hühner, Enten, Gänse) zumindest Teilweise ernähren kann. Je größer der Garten bzw. die Ackerfläche zwecks Gemüseanbau, desto mehr Abfälle, desto mehr ... kann möglich sein. Zusatzfutter braucht's dann nur bedingt bzw. über das Winterhalbjahr (etwas vermehrt).
    Aber vielleicht sind das ja heutzutage auch nur noch antiquierte Ansichten aus einem Jahrhundert, als man in Deutschland und Europa auch noch Hunger hatte und kannte ...

  • das ist überhaupt nicht antiquiert;
    es war nur jahrelang Beratungspraxis von seiten der Landwirtschaftsämter etc.: der Betrieb muß sich auf eins spezialisieren um möglichst billig produzieren zu können (wo das hinführt erleben wir grad bei der Milch); ich hab immer gesagt, das Diversifizieren sichert das Überleben: geht auf dem Markt aus irgendeinem Grund eins nicht, geht was anderes ... das war schon ok, daß früher auf den Betrieben von allem etwas da war; Hühner waren oft genug die "Arbeit" für die Senioren bzw. Kinder.
    ich schnauf schon immer, wenn das Gras ums Haus mit dem Aufsitzrasenmäher geschnitten wird und dann auf dem Kompost landet ...


    hatte in einem seiner letzten Beiträge mit ganz klaren Zahlen und Fakten darauf hingewiesen, daß "Aufbau- bzw. Zusatzmotoren" wie sie bisher Verwendung finden, die Gespanntierarbeit keineswegs wirklich und mit deutlicher Abgrenzung zur momentan strukturierten und ausgerichteten "konventionellen" Landwirtschaft weiter bringen. Hier hatte er u.a. auch Zahlen zu Leistung(en) und zum Kraftstoffverbrauch verschiedener Motoren und auch zur Verwendung von weniger umweltschädlichen Kraftstoffen etc. etc. vorgetragen.
    Leider woll(t)en viele Leute solche Diskussionen nicht haben (wahrhaben) ...

    denke nicht, daß das mit wahrhaben zu tun hat; muß eine ähnliche Veröffentlichung in den Starken Pferden gewesen sein; sicher regt das zum Diskutieren an und das ist gut so!
    ich denke diese Zusatzmotoren können schon einen Unterschied machen, wenn sie denn als "Zusatz" gebraucht werden, dh. nur in bestimmten Situationen; das kann ein Traktor eben nicht, der fährt immer mit gleich viel PS und frißt immer Kraftstoff auch bei leichten Arbeiten
    andersrum kann ich mir keine Zugtiere auf einem Betrieb vorstellen, dér das macht weil er muß, nicht weil er Freude dran hat ...
    da spielen sehr viele verschiedene Details mit rein, die je nach dem das Gewicht auf die eine oder andere Seite legen

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

    Edited once, last by marieclaire ().

  • geht auf dem Markt aus irgendeinem Grund eins nicht, geht was anderes

    Bis auf gewisse Betriebe, welche sich schwerpunktmäßig dem Anbau von "Sonderkulturen" auf eher kleinerer Ackerfläche(n) widmeten, war das ja auch bis in die 1980ziger Jahre noch weit verbreitet, daß kleinere und mittlere landwirtschaftliche Betriebe oft neben der "Milch", welche schon über viele Jahrzehnte oder gar noch viel länger ein doch einigermaßen stetes und fixes Einkommen darstellte, auch noch etwas Mastvieh-, Bullden, Rinder und auch einige Schweine hatten, welche oftmals und überwiegend mit betriebseigenem Grundfutter versorgt werden konnten. Hühner und anderes Federvieh, in überschaubarer Anzahl waren da eher für den eigenen Bedarf vorhanden, wenn auch hier und da - bei genügend Angebot - die Nachbarschaft ebenfalls davon provietieren konnte.
    Solchen Betrieben ging es zur damaligen Zeit, sofern sie auch Arbeitskraftmäßig nicht unterbesetzt waren, bei einigermaßen geordneter Haushaltsführung wohl nicht rosig, aber eben auch nicht unbedingt schlecht, denn die Betriebsgrundlagen wie "Grund und Boden" waren ja i.d.R. seit mehreren Generationen vorhanden ...

    denke nicht, daß das mit wahrhaben zu tun hat; muß eine ähnliche Veröffentlichung in den Starken Pferden gewesen sein; sicher regt das zum Diskutieren an und das ist gut so!

    Das weiß ich nicht, woher "Gardist" seine Zahlen hatte. Er hatte halt auch immer einen etwas "scharfen Ton" drauf. Aber die Angesprochenen haben halt dann auch, leider nicht immer mit entsprechender "(n)ettiquette" zurück geschossen. Bei so tief fliegenden Geschossen lässt es sich auch nicht so gut und vor allem nicht mehr sachlich diskutieren ...
    Er zog seine Konsequenzen daraus ... andere Lachten.
    Ganz so sehr Unrecht hatte er in meinen Augen nicht. Man kann sich sein Hobby, hier die eigene "Hobbylandwirtschaft" auch selber schönreden und buntmalen ...

    ich denke diese Zusatzmotoren können schon einen Unterschied machen, wenn sie denn als "Zusatz" gebraucht werden, dh. nur in bestimmten Situationen; das kann ein Traktor eben nicht, der fährt immer mit gleich viel PS und frißt immer Kraftstoff auch bei leichten Arbeiten

    Na ja, ich bin halt von Grund auf kein Freund von (meiner Ansicht nach zu viel) Motoren in der Gespannarbeit.
    Die ganzen vielen Videos, welch es z.B. auf > https://www.youtube.com/ < gibt, und die all die unterschiedlichsten Geräte und Maschinen in und bei der Arbeit zeigen, mal abgesehen von Forstmaschinen, die sind überwiegend auf ebenen und großzügigen Flächen aufgenommen, also unter meist günstigeren Bedingungen. Das ist dann auch alles schön anzusehn wie gut das funktioniert.
    Das kann es aber doch nicht sein, daß ich Zugtiere anspanne, die mir zwar mein Arbeitsgerät über'n Acker oder die Wiese zieht, die eigentliche Arbeitsleistung aber vom Motor abhängig ist ...
    Klar, bisher gab es nur entweder> Geräte und Maschinen aus der vergangenen landwirtschaftlichen Gespanntierzeitepoche soweit sie noch zur Verfügung standen und funktionierten. Dann galt das Arbeiten mit Zugtieren aber schon von vornherein als antiquiert, also als veraltet und höchstens noch für historische Vorstellungen oder aber zum herzeigen in Museumsdörfern etc. etc. ...
    Oder> aber alternativ "ältere" Gerätemaschinen aus der vergangenen "Kleinschlepperzeitepoche", also meist Geräte mit - für heutige Verhältnisse "zu kleiner" Arbeits-breite/-leistung.
    Und hier kam man dann ab einer bestimmten, gewollten oder zu erbringenden Schlagkraft nicht mehr "ohne" Motorunterstützung aus. Um solche Gerätschaften aber für Gespannzwecke zu nutzen, wurden Vorderwagen nötig, mit welchen man eben diese Maschinen im Gespannzug bedienen konnte. Zum Eigengewicht des zu verwendeten Gerätes kommt dann auch noch das Gewicht und die Zugbelastung des Vorderwages und zuweilen auch noch das Gewicht eines Motors. Abgesehen davon, daß sich durch die dann notwendige Verwendung eines Vorderwagens auch die Handhabung und Hantierbarkeit des zu verwendenden Arbeitsgerätes - anstelle eines direkt angespannten, in Folge von der vermehrten Länge des ganzen Gespannes meist eher negativ verändert, hat man nun auch noch die zusätzliche Geräusch- und Geruch-/ Abgasbelastung durch den Motor.


    Gespanntierarbeit sollte meiner Ansicht aber eben "ohne" funktionieren. Jedenfalls viel viel weitgehender, als es zur Zeit ausgeübt, praktiziert und propagiert wird.
    Auch auf Flächen, welche nicht nur Flach und eben sind. Dazu bedarf es aber erst noch geeigneter, gut funktionierender, und auch letztendlich rentabel (?) bezahlbarer Maschinen. Aber das war ja alles schon mal da ...


    Aber hier ging's ja eigentlich um's Kartoffel legen und pflegen mit Zugrindern. Das sollte auf jeden Fall "ohne" zusätzliche Motorkraft praktizierbar sein ;)

  • Vielen Dank für die schöne "Bildergeschichte" zu den Kartoffeln!
    Unsere sind jetzt maschinell gelegt (1500 m2), und ich muss mich mal ganz dringend drum kümmern, einen Häufelpflug zu finden... damit ich wenigstens übungshalber die Dämme ein paar Mal rauf und runter marschieren kann, bevor mich das Ende der Schwangerschaft & die Hitze einstweilen schachmatt setzt!

  • vielleicht sollten wir uns doch mal zusammen tun ;-)

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose