Zugrinder - Workshop in Österreich

  • Wir bräuchten jemand Erfahrenen, der Lust hätte mal in Österreich einen Zugrinderworkshop abzuhalten. Als Veranstaltungsort würden wir unseren Hof anbieten. Was wir nicht haben sind ausgebildete Zugrinder. Wir haben aber einen Platz, Zugvorrichtungen, Platz für Rinder, Seminarraum, zwei Kalbinen.


    Vielleicht können wir noch fragen ob der eine oder andere mit Rindern kommen würde, aber wir bräuchten eben noch jemanden der uns durch ein oder zwei Tage begleitet. Winter oder Frühjahr 2014


    Hat wer Lust und Zeit dazu?

  • Wir bräuchten jemand Erfahrenen,

    Na, da wüsste ich auf anhieb jemanden in OÖ. :D

    Vielleicht können wir noch fragen ob der eine oder andere mit Rindern kommen würde,

    Da muss aber jedem klar sein, dass eine Grenzüberschreitung mit Rindern aus D nach A nicht so einfach ist (Oder haben sich die Quarantänebestimmungen A's in den letzten Jahren geändert ? )

  • Ich glaub auch nicht, dass jemand mit Rindern kommen muss. Wir bräuchten jemanden der sich Zeit nimmt, auch für Leute die das von der Basis an lernen möchten. Eben wie es auch bei den Pferden funktioniert. Theorie, Geschirrkunde, Verhalten, Rasseeigenschaften, Sicherheitshinweise, Gerätekunde, Zugkraftberechnung, Kalkulation, Praktische Geschirrkunde, ... Nichts voraussetzen, jeder Handgriff soll gezeigt werden. Ich kenne das von Zugpferdekursen, da machen wir es so und das hat sich als recht gut herausgestellt. Die Leute sind schnell überfordert und die Tiere sollen es gerne machen.


    So ähnlich könnte ich mir das vorstellen. Ist das zu viel verlangt oder hat jemand eine andere Idee?

  • klingt nach einem Super Workshop wo schon mal viel abgedeckt ist:
    Klauen beschuhen, unterschiedliche Anforderungen für unterschiedliche Arbeiten ...
    ich geh leider erst in 10 Jahren in Rente, und ersauf zur Zeit in Arbeit 8|

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

  • und ersauf zur Zeit in Arbeit

    Es geht um Winter/Frühjahr2014


    Ach ja, da ICH ja dann keine Rinder mehr haben werde, habe ICH natürlich massenhaft Zeit . :D

    Edited once, last by primodonno ().

  • das ist doch ein Wort!
    Erfahrung wär da mehr als genug, besonders in Verbindung mit landwirtschaftlichen Arbeiten und Pinzgauern
    würde für die Durchreise ein Pausenlager zur Verfügung stellen 8o

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

  • Für einen Tag ist das ganz schön viel:

    Quote

    Theorie, Geschirrkunde, Verhalten, Rasseeigenschaften,
    Sicherheitshinweise, Gerätekunde, Zugkraftberechnung, Kalkulation,
    Praktische Geschirrkunde"


    Meine Erfahrung ist, daß man in viele Punkte nur kurz `reinschnuppern kann. Bei unserem 8 stündigen Workshop für Anfänger und Laien liegt der Schwerpunkt auf Rinderverhalten sowie allgemein dem Umgang mit Zugrindern. Geschirrkunde und vor allem Sicherheit spielen eine große Rolle, daneben gibts ein paar Infos über die Geschichte der Zugrinder, kleine Rassekunde, Fütterung. Und wenn dann jeder der bis zu 8 Teilnehmern selber mit einem unserer 5-7 Rindern einen großen Teil der Zeit kontrolliert und korrigiert praktisch üben kann, bleibt für Gerätekunde oder Zugkraftkalkulation kaum noch Zeit: jeder zieht selbst einmal kurz das Gerät um ein Gefühl zu entwickeln, was er seinen Rindern zumutet und die Geräte welche (saisonal) beim Workshop eingesetzt werden, werden kurz erklärt. Wichtig finde ich am Schluß (bei uns beim Abschlusskaffe) noch mindestens 1h Zeit für Fragen, weil die verschiedenen Teilnehmer aus verschiedenen Hintergründen kommen und verschiedene Ziele haben. Pferdeleute wollen viel über die Unterschiede zum Pferd wissen, zukünftige "Selbstversorger" interessieren sich meiste mehr für die Techn ik, aber auch fpr Aspekte der Rinderhaltung allgemein usw.


    Für mehr müßte man meiner Meinung nach schon 2 Tage ansetzen, oder der Kurs wäre weniger Praxisorientiert um mehr Theorie unterbringen zu können. Die selbständige Arbeit mit ausgebildeten Tieren in verschiedenen Stadien schätzen die Teilnehmer aber gerade.


    Ich nehme bei uns 120€ für so einen Tag je Person, inklusive Versorgung. Nur bei fast ausgebuchtem Kurs bleibt genug für den Betrieb übrig, daß es sich lohnt - Raummiete (der Raum kann an diesem Tag nicht anders genutzt werden), Lohnkosten, gastronomische Versorgung, Material. Bei 2 Tagen ist die finanzielle Hemmschwelle für Teilnehmer schnell überschritten, weil sie übernachten müßten, was zusätzliche Kosten verursachen würde.


    Ich finde die Idee gut, kann mir aber nicht vorstellen, daß jemadn mit Zugrindern selbst Zeit hat für einen Kurs woanders als bei sich zuhause...
    Viel Erfolg!

  • Aber wenn doch, würdest du kommen? Ich kann mir auch vorstellen, dass ich dafür eine Förderung lukrieren könnte. Gib mir mal als PM deine tatsächlichen Kosten. Die Übernachtung würden wir übernehmen.

  • Abgesehen davon, daß ich es schwierig finde einen Kurs mit fremden Tieren UND fremden Menschen zu machen, schaffe ich es auch nicht, mir ein Wochenende frei zu schaufeln.
    Fremden Menschen mit fremden Tieren etwas beizubringen ist eine Rechnung mit zu vielen unbekannten: Das Rind ist anderes gewohnt, ich schätze das Tier selbst falsch ein, der Teilnehmer hat etwas gemacht (oder nicht gemacht) was ich nicht gesehen
    habe.
    Auf meine eigenen Tiere kann ich mich verlassen, ich weiß, welchem ich was für Menschen zumuten kann und wie lange ich jedes einzelne auch mit einem Anfänger am Strick aus den Augen lassen kann, während ich mich um einen anderen kümmere. An den Reaktionen der Tiere kann ich auch auf die Aktionen der Teilnehmer rückschließen und bis zu einem gewissen Grad kann ich sie auch "fernsteuern".
    Bei fremden Tieren bräuchte ich selbst ersteinmal Zeit mich auf sie einzustellen.
    Das fängt ja schon bei den Kommandos an: Ich müßte ja erstemal Vokabeln lernen!
    Im Gegensatz zu Pferden gibt es ja keine halbwegs einheitlichen Signale und Hilfen. Jeder macht es anders. Und selbst bei Pferden macht man Kurse entweder mit den Pferden der Teilnehmern oder mit den eigenen oder zumindest bekannten Schulpferden, mitz denen man selbst schon gearbeitet hat, nicht mit völlig unbekannten Tieren.


    Um mit eigenen Tieren zu kommen ist es mir zu weit. Und nur Theorie ist auch doof. Ich sehe da keine gute Lösung.
    Hätte ich wenigstens genug Zeit, vorher 2-3 TAge mit denm Tieren zu arbeiten, dann könnte ich mir das eher vorstellen. Und selbst dann... Ne, ich glaube da wird nichts draus.

  • Danke für deine klaren Worte! Ähnliche Probleme gibt es natürlich auch mit Arbeitspferdeworkshops. Da haben wir die Anfängerseminare immer mit ausgebildeten Pferden. Max 4 Personen pro Pferd und pro Pferd ein Trainer. Eigene Pferde können erst nach dem absolvierten Holzrückekurs mitgenommen werden. So stellen wir halbwegs sicher, dass ein gemeinsames Grundwissen besteht. Danke

  • Hallo Hödlgut, Hallo Elke, Astrid u Wolfgang!


    Ich fahre dieses Jahr vom 24-28.09 und nächstes Jahr am 09.07.2014 für die Leitung eines Praxislehrgangs zum Thema Rinderausbildung in die Steiermark. Eventuell liesse sich ja etwas verbinden.



    Sämtliche Schwerpunkte könnte ich nicht abdecken, aber vielleicht könnte man ja auch etwas mit mehreren Leuten zusammen machen u. untersch. Gruppen, oder Schwerpunkte bilden.



    Gruss,
    Anne

  • Hallo Anne,
    ich hab immer den Spruch von Dir im Ohr, daß man sich das Vertrauen der Rinder (als Leittier) auch verdienen muß :thumbup:
    wenn man das rüberbringen könnte wäre schon viel gewonnen
    andere Schwerpunkte liefert dann die Zeit

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose