Rechtliche Anforderungen an eine Kutsche

  • Wie schaut es aus mit den rechtlichen Anforderungen an eine Kutsche die von einem Ochsen gezogen wird aus in D, A und CH?
    Gibt es Unterschiede zwischen den Kutschen im Bezug auf das Zugtier?
    Wenn ich neben dem Ochsen herlaufe, braucht die Kutsche trotzdem eine Bremse (wohin ich ja eh nicht schnell genug kommen würde, im Ernstfall?)?
    Brauche ich einen "Kutschenführerschein"?
    Gibt es einen KutschenTÜV?
    Gibt es Kutschenversicherungen?



    Ich weiss bisher für PFERDE Kutschen:


    die Beleuchtung scheint in A und D gleich zu sein:
    " Die Vorschriften ergeben sich aus der StVZo (Straßenverkehrszulassungsordnung). Im hinteren Bereich müssen zwei runde, rot leuchtende Reflektoren angebracht sein - nicht höher als 90cm vom Boden und nicht weiter als 40cm von der breitesten Stelle des Wagens aus entfernt. An der Seite muss sich pro 2 m Länge des Wagens, jeweils ein gelb/orangener Reflektor auf jeder Seite nicht höher als 60cm befinden. Nach vorne muss mindestens ein weißes Licht vorhanden sein, nicht höher als 1,50m, das auch nach hinten entsprechend rot leuchtet. Empfehlenswert ist hier auch, links und rechts Lampen anzubringen."


    Bremse A und D:
    "Jede Kutsche muß mit einer Feststell- und einer Betriebsbremse ausgerüstet sein. Dies kann aber auch eine einzelne Bremse sein, sofern sie beide Anforderungen erfüllt"


    KutschenTÜV in A:
    nein

  • Soweit ich weiß, gibt es nur den Begriff "Gespann" in den Texten, ohne Nennung der Tierart. Deshalb würde ich auch sagen, daß es keinen Unterschied gibt. Der Fahrerpass ist aber noch keine Pflicht in D, es ist noch in Diskussion. Allerdings hört man immer wieder, daß man bei Versicherungen im Zahlungsfall auf der sicheren Seite ist wenn man ihn hat, weil es eine Art Befähigungsnachweis ist. Wie gesagt, für Pferde. Normalerweise versichert man das Zugtier, nicht die Kutsche. Ich würde mit Deinem Versicherungsfritzen sprechen und mir die Antworten schriftlich geben lassen.


    Zu den Bremsen gibt es so glaub ich nix, weil geführte Gespanne im Gesetzestext nicht vorkommen. Leiterwagen waren schon gebremst, da gab es einen "Bremser", der hinten an der Kurbelbremse mit lief. Oder diese war vorne angebracht, wo der Gespannführer selbst hinkam.
    Wenn Du mit viel Last auch in bergigen Gegenden fahren willst, brauchst Du eine Bremse, dann ist es besser ihm beim Aufhalten helfen zu können.
    Auch wenn er ein gut angepasstes Hintergeschirr hat.


    Lothar kennt ja auch Leinenkommandos, Du könntest ihn also an solchen Stellen auch fahren und die Fußbremse nutzen, wenn vorhanden. Ist aber nur eine Behelfslösung. Besser wäre vielleicht wriklich eine Kurbelbremse. Kann ja eine eínfache sein, die direkt auf die Reifen drückt.


    Aber Achtung wenn er keine Bremse kennt: meine Rinder haben am Anfang nur doller gezogen, wenn ich die Bremse angezogen habe. Sie hatten das Gefühl, die Anforderung sei eben gestiegen. Selbst eine volle Kutsche mit 8 Leuten haben einzelne Kühe energisch vorwärts gezogen und waren kaum zum stehen zu bewegen. Sie mußten es erst richtig lernen, daß ich ihnen beim Anhalten "helfe". Nun haben sie es als Teil des Kommandos zum Anhalten akzeptiert. Aber ich weiß noch, wie es sich anfühlt, wenn eine ehrgeizige Kuh die gebremste, geladenen Kutsche zu ziehen versucht und vor lauter Eifer mein Anhaltkommando garnicht mehr wahr nimmt. Vielleicht ist das rote Höhenvieh da aber auch speziell.

  • Vielleicht ist das rote Höhenvieh da aber auch speziell.

    leider nicht, das ist halt so - und man muß es wissen


    Kutschen"TÜV" wird manchmal gefordert wenn Du professionelle (gegen Geld) Personenbeförderung vorhast - das sind meist erfüllbare Anforderungen;
    der normale Menschenverstand rät ganz ohne TÜV zu ähnlichem: gesehen werden (auch bei Nacht! es könnte ja mal ein Problem geben und ihr verspätet Euch) und bremsen können
    wobei mein Sulky (ist das auch ne Kutsche?) hat nur eine Feststellbremse und die hat 4 Füße :D


    ja, es gibt spezielle Kutschenversicherungen, die decken aber nichts ab solange ein Zugtier vorn dran ist; die springen nur ein, wenn zB. die Kutsche nicht richtig abgestellt wurde und ins Rollen kommt und etwas beschädigt


    Kutschführerschein (Fahrabzeichen) empfehle ich weniger, weil Du dort das Fahren lernst, sondern hauptsächlich wegen Deiner anderen Fragen; außerdem lernt man dort welche Vor- und Nachteile unterschiedliche Anspannungsarten haben, welche Kutschen warum für welchen Zweck gut oder schlecht geeignet sind etc. also vor allem das Drumherum
    zB. gelten Verkehrszeichen nur dann wenn sie hintendrauf ein Zulassungssiegel haben, sonst brauchst Du sie im Gelände nicht beachten


    Rest hat die Astrid schon geschrieben ...

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

    Edited once, last by marieclaire ().

  • § 65 StVZO Bremsen.


    (1) Alle Fahrzeuge müssen eine ausreichende Bremse haben, die während der Fahrt leicht bedient werden kann und ihre Wirkung erreicht, ohne die Fahrbahn zu beschädigen. Fahrräder müssen 2 voneinander unabhängige Bremsen haben. Bei Handwagen und Schlitten sowie bei land- oder forstwirtschaftlichen Arbeitsmaschinen, die nur im Fahren Arbeit leisten können (z.b. Pflüge, Drillmaschinen, Mähmaschinen), ist eine Bremse nicht erforderlich.


    (2) Als ausreichende Bremse gilt jede am Fahrzeug fest angebrachte Einrichtung, welche die Geschwindigkeit des Fahrzeugs zu vermindern und das Fahrzeug festzustellen vermag.
    (3) Sperrhölzer, Hemmschuhe und Ketten dürfen nur als zusätzliche Hilfsmittel und nur dann verwendet werden, wenn das Fahrzeug mit einer gewöhnlichen Bremse nicht aus-reichend gebremst werden kann.


    ZäHLT MEIN TIER ALS BREMSE?
    Nach (2) zu schliessen dann wohl nicht.

  • Quote

    Ist mein Tier Bremse genug?

    ;) kenn den Lothar nicht, aber glaub mir, der CB ist es


    im Ernst: die STVO ist eine Geschichte, was Du mit den Bremsen machst eine andere


    wie die Astrid schon gesagt hat, ein richtiges Zugtier versteht einen gebremsten Wagen als Aufforderung mehr zu ziehen
    versteh also eine Bremse am Wagen (egal welche) als Bremse für den Wagen und nicht als Bremse für Dein Gespann! Das muß immer vom Zugtier ausgehen!
    dazu kommt:
    Scheibenbremsen sind berühmt berüchtigt für das Zerstören von Holzrädern an Kutschen und Festfressen bei längerem Nichtgebrauch
    Eisenbereifte Räder bremsen auf Asphalt nicht wirklich gut und sind laut (mir gefällt das Geräusch - soll aber Leute geben die es nervt)
    Gummiräder zeigen einen ähnlichen Nicht-Brems-Effekt im nassen Gras
    Vorderradbremsen lassen den Wagen wenn er einen sehr kurzen Radstand hat hinten hochgehn (Schlitteneffekt)
    beidseitig synchron eingebremste Kutschen kommen im steilen Gelände auch wie Schlitten daher (die Altvorderen wußten schon warum Hemmschuhe nur einseitig benutzt wurden)
    Hydraulikschläuche reißen, das kommt ganz schlecht bei einer längeren, steilen Abfahrt
    Kurbelbremsen sind wunderbar für längere Gefälle weil sehr fein dosierbar, für plötzliches Bremsen sind sie fast ein bißchen zu langsam

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

  • Es ist eine andere Sache, was für eine Bremse gut und effektiv ist (interessant auf alle Fälle). Mir ging es aber eben um die RECHTLICHEN Anforderungen an eine Kutsche. Einfach um zu wissen, ob mir ein Polizist ans Bein pinkeln kann, wenn ich unterwegs bin, oder nicht und was effektiv die STVO darüber sagt.

  • Rechtlich würde ich demnach sagen würdest Du tatsächlich 2 Bremsen benötigen. Aber praktisch: "und das Fahrzeug festzustellen vermag"? dazu müßte der Wagen so schwer sein, daß Lothar ihn mit 4 fetsgestelten Rädern nicht ziehen könnte. Damit wäre er zu schwehr für eine lange Reise.
    Das gilt für Pferdegespanne ja genau so.
    SO lange die Tiere bereit sind, auf Dein Kommando anzuhalten, ist jede Bremse recht, weil beim Einspänner mit Umgang Lothar auf jeden Fall Bremse genug ist.
    Aber in einem Panikfall kann eine Bremse jedes Gespann bestenfalls verlangsamen (was ja auch schon nicht schlecht ist). Das wiedersprechen sich Realität und Recht ein wenig.


    Pragmatische Empfehlung: Eine einfache Kurbelbremse als Feststellbremse und als Hilfe bei langen Abfahrten wäre also nicht schlecht und würde guten Willen zeigen. Eine zusätzliche Bremse müßte beim von unten geführten Tier ja als Handbremse angebracht sein. Ob Du die dann benutzt oder nicht und wie gut die dann ist.....

  • Ich hoffe und wünsche mir, daß es hier unter den "Rinderfuhrleuten" keine so unsägliche wie auch oft unnütze Diskussionen über den Sinn und Zweck von "Brems- und Beleuchtungseinrichtungen" an Fahrzeugen und bei Verwendung im öffentlichen Straßenverkehr gibt, wie das bei den Pferdeleuten (siehe z. Bsp.: Pferdekutscher *) leider oft üblich ist.


    Dennoch kann man (und Frau) dort gerne nachsehen und auch nachsuchen, und sich die einzelnen, entsprechenden Punkte und Kriterien selber erlesen und bei Bedarf zu eigen machen ...


    Hier habe ich mal einen Link zum schnelleren finden der Brems-Beiträge im Pferdekutscher und der Suchergebnisse nach STVZO-Beiträgen im Pferdekutcher


    Deshalb möchte ich auch dieses Zitat hier nochmals hervorheben, und quasi an den Anfang meines Beitrages stellen.

    der normale Menschenverstand rät (auch) ganz ohne TÜV


    Von diesem, normalen Menschenverstand hatten, - wenn man dort* so den einen oder anderen Beitrag liest, unsere Vorfahren wohl mehr, als der oder die eine oderer andere Zeitgenosse/in unserer Tage ... ?(




    Gibt es Unterschiede zwischen den Kutschen im Bezug auf das Zugtier?

    Das kommt drauf an, was und wie Du das meinst ?
    Eigentlich erst mal Nein.
    Aber ... wenn man in Details geht können - eher Unterschiede der Bauart vorkommen. Also mehr Unterschiede technischer Art.


    Wenn ich neben dem Ochsen herlaufe, braucht die Kutsche trotzdem eine Bremse

    Ja.


    Brauche ich einen "Kutschenführerschein"?

    Nein.
    Denn ein solches Dokument (Fahrerlaubnis), ein Lehrgang, eine Prüfung, welche der Erteilung eines solchen Dokumetes vorausgeht/ginge, gibt es zur Zeit "so" nicht !


    Gibt es einen KutschenTÜV?

    Jaein ...
    Es gibt zur Zeit keine gesetzlich vorgeschriebene technische Untersuchung für Gespannfahrzeuge, für Kutschen, wie sie der technischen Hauptuntersuchung für Kraftfahrzeuge gleichzustellen wäre.
    Eine etwas andere Situation ergibt sich für gewerbliche Fuhrunterneher.


    Gibt es Kutschenversicherungen?

    Hier muß zwischen einer privaten Haftpflichtversicherung, welche Versicherungsschutz für das "Gespannfahren" im öffentlichen Straßenverkehr mit abdeckt, und einer Versicherung für das einzelne Objekt, hier die erwähnte Kutsche unterschieden werden.
    Eine private Haftpflichtversicherung, welche Risiken des Kutschfahren im öffentlichen Straßenverkehr mit berücksichtigt sollte auf jeden Fall vorhanden sein.
    Das andere ist eher "Humbug" ...


    Ich würde mit Deinem Versicherungsfritzen sprechen und mir die Antworten schriftlich geben lassen.

    Das ist wohl sehr zu empfehlen. Hier solltest Du Dir im vorhinein einige / deine Fragen aufschreiben, und diese so im Wortlaut mit der Versicherung übereinstimmend bestätigen lassen !


    Zu den Bremsen gibt es so glaub ich nix, weil geführte Gespanne im Gesetzestext nicht vorkommen.

    Das spielt aber auch keine Rolle, wie das Gespann gefahren wird. Ob geführt, vom Bock oder "à la d`Aumont" -> vom Sattel gefahren ...
    Hier gilt die STVZO entsprechend in -D- wie auch hier in diesem Auszug in -AUS-


    Pferdekutscher


    Aber Achtung wenn er keine Bremse kennt: meine Rinder haben am Anfang nur doller gezogen, wenn ich die Bremse angezogen habe. Sie hatten das Gefühl, die Anforderung sei eben gestiegen.


    Das ist wohl oft die Reaktion, welche Autofahrer(innen) automatisch auch auf ein Gespannfuhrwerk übertragen - sofern dieses Fahrzeug mit Fußbremse ausgestattet ist.
    Anstatt zuerst die Leinen anzunehmen und zu verkürzen, durch Paraden quasi den "Antrieb" abzubremsen, wird versucht mit dem Anhänger das Zugmittel, sprich das Gespann / Zugtier zu Bremsen. Deshalb tun sich Gespannfahrer, welche keine Erfahrung mit handbedienten Hebel- oder Kurbelbremsen haben und bisher nichts anderes kennen, wie eine auf alle Räder wirkende, hydraulische Scheibenbremsanlage oft auch all zu schwer in solchen Situationen, und wundern sich dann, daß ihr(e) Zugtier(e) sich nur noch mehr in's Zeug legen ...
    Bei manchen hat man allerdings den Eindruck, sie wollen es auch anscheinend nicht verstehen oder kapieren ... !?


    versteh also eine Bremse am Wagen (egal welche) als Bremse für den Wagen und nicht als Bremse für Dein Gespann!

    Genau so ist es !



    Würdest Du den Motor eines Kraftfahrzeuges auch als "Bremse" definieren ?
    Wenn nicht, dann definitiv: NEIN !


    Rechtlich würde ich demnach sagen würdest Du tatsächlich 2 Bremsen benötigen. Aber praktisch: "und das Fahrzeug festzustellen vermag"? dazu müßte der Wagen so schwer sein, daß Lothar ihn mit 4 fetsgestelten Rädern nicht ziehen könnte. Damit wäre er zu schwehr für eine lange Reise.
    Das gilt für Pferdegespanne ja genau so.


    Das ist aber so nicht zu verstehen !
    Denn was die STVZO damit meinte und meint, ist eine Bremsanlage, welche in der Lage ist, die Geschwindigkeit der angehängten Last zu verlangsamen, abzubremsen, und das "Fahrzeug", wenn es abgestellt ist, in einem sicher feststehenden Zustand zu halten. Deswegen heißt es ja auch u.a., daß "Unterlegkeile" nur zusätzlich verwendet werden können.


    SO lange die Tiere bereit sind, auf Dein Kommando anzuhalten, ist jede Bremse recht, weil beim Einspänner mit Umgang Lothar auf jeden Fall Bremse genug ist.


    Nein, keines wegs. Eine, wie zuvor mehrfach genannte Bremsanlage am Fahrzeug ist im öffentlichen Straßenverkehr grundsätzlich immer erforderlich.


    So, nun beleuchtet eure Fahrzeuge mal nach "normalem Menschenverstand".
    Aber auch so, wie ihr selbst als Autofahrer ein euch entgegenkommendes oder vor euch fahrendes Gespannfahrzeug auch lichtteschnisch Ausgerüstet sehen wolltet. Rüstet es, falls noch erforderlich mit einer geeigneten Bremsanlage aus, und begebt euch, wenn es sich denn nicht vermeiden lässt, dem heutigen, teilweise leider hoch gestiegenen Verkehrsaufkommen entsprechend, aber dennoch mit normalem, gesunden Menschenverstand in den öffentlichen Verkehrsraum und habt Freunde daran, was ihr mit euren Rind- und evtl. anderen Viehchern unternehmt.

  • Mir ist noch eingefallen, daß man die Richtung anzeigen können muß. Vom Kutschbock aus tut man das (wenn man keine Blinkanlage hat) mit einer Kelle. Nach links geht es ja zu Fuß auch, nach rechts? Ich war zu Fuß ehrlich gesagt noch nie in der Situation, da wir nur entweder auf dem Domänengelände oder auf Messen oder anderen welchen Veranstaltungen fahren, die nicht im öffentliochen Verkehr stattfinden. Deshalb haben wir auch keine Beleuchtung.


    Zu hödlgut:

    Quote

    Anstatt zuerst die Leinen anzunehmen und zu verkürzen, durch Paraden
    quasi den "Antrieb" abzubremsen, wird versucht mit dem Anhänger das
    Zugmittel, sprich das Gespann / Zugtier zu Bremsen

    Das kann ich natürlich so nicht auf mir "sitzen lassen".
    Natürlich hab ich den Tieren zuerst das Kommando zum Anhalten gegeben. Als sie nach 1-2 Schritten fast standen, wollte ich dann erstmals ganz stolz mit der neuen Bremse "helfen". Durch den extrem schwerer werdenden Zug haben sich die Zwei aber regelrecht angefeuert gefühlt und sich wieder dermaßen ins Zeug gelegt, daß sie auf das Kommando zum Halten kaum noch reagiert haben. Sie schienen richtig wütend über die Zumutung der superschweren Last zu werden! Mein "Halt-" Kommando schien gegen die neue Hetrausforderung völlig zu verblassen!
    Wie gesagt, mittlerweile haben sie gelernt, daß zunehmende Last nach einem Haltekommando NICHT bedeutet, daß sie mehr ziehen, sondern, dass sie erst recht halten müssen. Aber wir mußten das ganz neu lernen, mit jemandem, der sie zusätzlich am Kopf führt und beruhigt.


    Als ich den Kutschführerschein gemacht habe, hat mich fastziniert, daß die Profipferde auf die Bremse allerdings wie auf ein Haltkommando reagierten. SO ist es bei meinen bisher nicht.

  • Quote

    Würdest Du den Motor eines Kraftfahrzeuges auch als "Bremse" definieren ?

    situationsbedingt schon, zumindest auf steilen Pässen bergab, da würde sich die Bremse heißlaufen

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose