Kartoffeln roden

  • Hallo,


    passend zu marieclaires Beiträgen über tiergezogene Pflüge, komme ich hier auch nochmal auf meinen Kipppflug zu sprechen. Ich habe den Pflug erst seit ein paar Wochen und konnte es kaum erwarten ihn auszuprobieren. Nach der Gerstenernte musste der Ochse dann auch gleich ran, gut, er tut sich schon schwer mit dem Pflug, da es die Variante ist, die für zwei Zugtiere ausgelegt ist, wenn der aber sehr flach eingestellt ist und der Boden schon mal gegrubbert war, geht es. Ich konnte dieses Jahr aber auch schon auf den Ackertrainings der IGZ im Freilichtmuseum Detmold mit einem leichteren Kipppflüg pflügen, das ging wirklich gut und hat zumindest mir Riesenspaß gemacht. Aber Victor ging auch gut und marschierte ordentlich in der Furche, wobei er zurück, in Richtung zu unserem/seinem Anhänger immer etwas flotter unterwegs war. Victor ist als Rind aber immer ein gerngesehenes Zugtier auf diesen Veranstaltungen und macht seine Sache ebenso gut wie die Pferde.

    Meinen Kipppflug habe ich für die Kartoffelernte umgebastelt, ich habe die Schare abgebaut und an deren Stelle die Vorschäler etwas tiefer gesetzt. Die Vorschäler zerschneiden mir die Kartoffeln beim Roden kaum und ich kann damit recht tief in den Boden rein. Wenn ich alleine rode, spanne ich mir nochmal eine Kordel zum Eingrenzen des Ochsens, obwohl Victor auch gut am Kartoffeldamm lang geht, aber sicher ist sicher, lenken und Pflughalten geht nicht, es kann nämlich auch passieren, dass der Ochse den Zuckermais interessanter findet oder spontan beschließt eine Kartoffel zu fressen, die er ein paar Meter entfernt entdeckt hat.

  • Nach der Gerstenernte musste der Ochse dann auch gleich ran,

    das heißt ihr habt die Gerstenstoppeln auch umgepflügt oder war das "bloß" das Aufwärmtraining für die Kartoffeln?

    es kann nämlich auch passieren, dass der Ochse den Zuckermais interessanter findet oder spontan beschließt eine Kartoffel zu fressen, die er ein paar Meter entfernt entdeckt hat.

    äh, ja, oder die Weide mit den Mädels ;-)

    begreift er das Pressbandl wie eine Litze?

    "Aber ich kann nicht so tun, als wüsste ich nicht von dem Leid der Menschen, die hier Zuflucht suchen." Sarah Connor, 15.10.2015


    "Wenn ein Fremdling bei Euch wohnt in Eurem Lande, den sollt Ihr nicht bedrücken. Er soll bei Euch wohnen wie ein Einheimischer unter Euch, und Du sollst ihn lieben wie Dich selbst." 3.Buch Mose

  • das heißt ihr habt die Gerstenstoppeln auch umgepflügt oder war das "bloß" das Aufwärmtraining für die Kartoffeln?

    -auf die Gerstenstoppeln bin ich nur gegangen, um den Pflug auszuprobieren, war einige Zeit vor der Kartoffelernte vor, für das ganze Stück mit 18,5 ha wären wir mit großer Wahrscheinlichkeit noch dran :)


    äh, ja, oder die Weide mit den Mädels ;-)

    begreift er das Pressbandl wie eine Litze?

    -auch das erstaunt mich immer wieder, wie der Trieb noch in ihm steckt und er immer wieder aufspringt, wenn ich ihn mal bei den Rindern "parke"


    -die Kordel sieht er auf alle Fälle als Begrenzung, ich denke, er sieht es nicht unbedingt als stromführende Litze, ich hätte auch Stangen als Leitline nehmen oder die Kordel oder ein Trassierband auf die Erde legen können

    der Victor läuft quasi in der Furche? wieviel Kartoffeln hat er da auf dem Gewissen?

    - nee, der Victor läuft neben dem Damm und ich pflüge den Damm hinter ihm auf, der Pflug ist so eingestellt, dass es passt und die Vorschäler das Gros der Kartoffeln hinter dem Ochsen ablegen. Ich habe auch immer nur einen Damm aufpflügen und wir haben danach aufgesammelt.

    Auch wir haben ne Menge kleiner Kartoffeln, die gut schmecken. Nur allgemein ZU VIEL Kartoffeln! Die Freude über die Zugtierarbeit war's, die mich dazu getrieben hat. Ich hatte gedacht, Grünlandumbruch, da wird sich der Drahtwurm ordentlich bedienen, Verzicht auf Pflanzenschutz und Mineraldünger, da kommt nicht viel. Aber der Umbruch hat viel nachgeliefert und gegen den Drahtwurm hatte ich dann doch "Attracap" von BIOCARE eingesetzt.

    Von den 240 m² haben wir dann doch 1.200 kg geerntet, Nudeln oder Reis gibt es in den nächsten Monaten nicht mehr.....

    Edited once, last by Victor ().

  • -auch das erstaunt mich immer wieder, wie der Trieb noch in ihm steckt und er immer wieder aufspringt, wenn ich ihn mal bei den Rindern "parke"

    das Software für "Jungs" ist ja auch im Kopf verankert, ned nur in den Hoden; und zum Bullenverhalten gehört mehr als "nur" erfolgreich decken


    deswegen hilft auch die Kastration bei Sexualstraftätern nicht wirklich - selbst die Eunuchen hatten im Harem ein ziemlich ungetrübtes Leben